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Nach jahrelanger MS-FehldiagnoseChristina Applegate sucht weiter nach Antworten

28.10.2026, 10:19 Uhr
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Leidet noch immer unter körperlichen Beschwerden: Christina Applegate. (Foto: picture alliance / Jordan Strauss/Invision/AP)

Fünf Jahre lang lebt Christina Applegate mit einer falschen MS-Diagnose. Trotz der neuen Erkenntnisse möchte sie sich weiterhin für Menschen mit Multipler Sklerose einsetzen. Gleichzeitig sucht sie nach einer Erklärung für ihre eigenen Beschwerden.

Christina Applegate steht gesundheitlich weiterhin vor vielen offenen Fragen. Erst vor einer Woche hatte die Schauspielerin in ihrem Podcast "MeSsy" überraschend erklärt, dass sie offenbar gar nicht an Multipler Sklerose (MS) leidet. Fünf Jahre lang hatte sie mit dieser Diagnose gelebt. Nun spricht sie erneut über ihre Situation und macht deutlich, dass sie sich trotz der Fehldiagnose nicht von der MS-Gemeinschaft abwenden möchte.

"Auch wenn ich diese Krankheit nicht habe, habe ich alle, die wir kennen - unsere Hörer, unsere Freunde, die an MS leiden - ins Herz geschlossen", erklärt Applegate in der neuen Folge ihres Podcasts, den sie gemeinsam mit Schauspielkollegin Jamie-Lynn Sigler moderiert. Sie sei "immer noch eure Kriegerin", versichert die ehemalige "Eine schrecklich nette Familie"-Darstellerin. Auch künftig wolle sie sich für Menschen mit Multipler Sklerose einsetzen. Schließlich fühle sie sich "immer noch als Teil dieser Gemeinschaft".

2021 war bei Applegate Multiple Sklerose diagnostiziert worden. Erst kürzlich habe ihr eine Ärztin jedoch mitgeteilt, dass sie nicht an der Erkrankung leide, berichtete die Schauspielerin vergangene Woche. Damit steht sie nach Jahren schwerer gesundheitlicher Beschwerden wieder ohne eine Erklärung für ihre Symptome da.

"Ich weiß nicht, was los ist"

Wie stark diese ihren Alltag beeinträchtigen, schildert Applegate nun in der aktuellen Podcast-Folge. Allein das Aufstehen habe sie an diesem Tag zehn Minuten gekostet. Anschließend sei es ihr kaum möglich gewesen, ins Badezimmer zu gehen. Neben ihrem Bett stehe inzwischen eine Gehhilfe. "Ich weiß nicht, was los ist", gibt die 54-Jährige zu.

Um endlich Klarheit zu bekommen, möchte sie sich als Nächstes von einem Rheumatologen untersuchen lassen. Sollte auch dieser keine Ursache für ihre Beschwerden finden, will sie weitere Spezialisten aufsuchen. Die Vorstellung, erneut zahlreiche Arzttermine und Untersuchungen durchlaufen zu müssen, belaste sie allerdings sehr. Deshalb versuche sie, sich zunächst auf den jeweils nächsten Schritt zu konzentrieren.

Auch für ihren gemeinsamen Podcast "MeSsy" soll die neue medizinische Einschätzung keine Konsequenzen haben. Applegate und Jamie-Lynn Sigler wollen das Format weiterhin zusammen moderieren. Sigler, die selbst an Multipler Sklerose erkrankt ist, betont, dass sich der Podcast ohnehin nie ausschließlich um die Krankheit gedreht habe. Vielmehr gehe es darum, über das Leben, persönliche Herausforderungen und schwierige Erfahrungen zu sprechen.

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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