Schiffskollision in Bremerhaven: Polizei nennt Unfallursache
Am späten Sonntagabend stößt in Bremerhaven ein Tui-Schiff mit mehreren anderen Schiffen zusammen - insgesamt drei Schiffe werden beschädigt. Jetzt teilt die Polizei die Ursache mit: Auslöser für den Unfall des Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 3" war demnach eine Windböe.
Das nahezu voll besetzte Kreuzfahrtschiff sollte am Abend in Richtung Kanaren aufbrechen. Beim Auslaufen wurde es nach Polizeiangaben von Schleppern unterstützt als eine Böe das Schiff erfasste. Es sei daraufhin auf zwei Containerschiffe zugetrieben, die an der Stromkaje festgemacht hatten. An dem kleineren Containerschiff sei ein leichter Schaden entstanden, bei dem größerem ein erheblicher. Auch das Tui-Schiff wurde erheblich beschädigt. Auf Bildern waren kaputte Rettungsboote zu sehen.
"Durch den Zusammenstoß wurde die Backbordseite des großen Containerschiffs auf mehreren Metern aufgerissen und Containerführungen deformiert", teilt die Polizei mit. Die Schäden befänden sich jeweils mehrere Meter über der Wasserlinie. Bei keinem der Schiffe sei es zu einem Wassereinbruch oder Verletzten gekommen. Das Kreuzfahrtschiff fuhr nach dem Unfall zurück zum Kreuzfahrterminal. Alle drei am Unfall beteiligten Schiffe wurden mit einem Auslaufverbot belegt.
Neuer Flughafen bei Sydney verwirrt Passagiere
Nach jahrzehntelanger Planung und Milliarden-Investitionen hat Sydney am Wochenende seinen zweiten großen Flughafen eröffnet. Der Western Sydney International Airport (WSI) liegt etwa 60 Kilometer vom Zentrum der australischen Metropole entfernt. Das ist deutlich weiter als der bereits seit mehr als 100 Jahren betriebene Flughafen Kingsford Smith, der sich nur etwa acht Kilometer vom Zentrum entfernt befindet. Der Nachteil für den Flugverkehr: Der alte Flughafen muss jede Nacht ab 23 Uhr für die meisten Passagiermaschinen schließen. Der neue bleibt hingegen rund um die Uhr geöffnet.
Doch kaum sind die ersten Passagiere gelandet, gibt es schon die ersten Irrflüge - zumindest im übertragenen Sinne:
So wollten zwei Schwedinnen nach einem Wochenendtrip von Melbourne zurück nach Sydney, landeten aber am neuen Flughafen - fast eine Autostunde von ihrem Auto am bisherigen Airport entfernt.
Ein anderer Reisender aus Neuseeland hatte ebenfalls ein geografisches Missverständnis. Er wollte eigentlich nach Perth im Westen Australiens. Weil er "Western" auf seinem Ticket gelesen hatte, glaubte er zunächst, richtig gebucht zu haben. Als er den Fehler bemerkte, war er bereits auf dem Weg zum falschen Ziel.
Der neue, mehrere Milliarden Euro teure Flughafen wurde seit 2018 gebaut. Er soll die chronisch überlastete Luftfahrtinfrastruktur der Millionenmetropole entlasten. Die geplante Bahnverbindung in die Stadt ist allerdings noch nicht fertig, vorerst müssen Reisende auf Busse und Shuttle-Angebote ausweichen.
Ein Toter und ein Schwerverletzter: ICE erfasst Gleisarbeiter in Essen
Bei einem schweren Bahnunfall ist ein Gleisarbeiter in Essen ums Leben gekommen. Eine Gruppe von sechs Mitarbeitern befand sich am späten Sonntagabend an einem Gleisabschnitt der Deutschen Bahn, als zwei von ihnen von einem ICE erfasst wurden. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten schließlich nur noch den Tod bei einer der beiden Personen feststellen, wie die Feuerwehr mitteilt. Der andere Mitarbeiter wurde schwer verletzt und mithilfe einer Drehleiter aus dem Gleisbereich auf die Straße gerettet. Anschließend wurde die Person ins Krankenhaus gebracht.
Während des rund zweistündigen Einsatzes waren auch Notfallseelsorger sowie ein Hubschrauber der Bundespolizei vor Ort. Zu den Hintergründen des Unfalls gibt es bislang keine Angaben, die Ermittlungen laufen.
Wegen des Unfalls kommt es immer noch zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Betroffene Fernzüge werden für die Strecke zwischen Gelsenkirchen und Duisburg umgeleitet, wie die Deutsche Bahn auf Anfrage mitteilt. Es sei deshalb mit Verspätungen von ungefähr 20 Minuten zu rechnen. Für den Regionalverkehr sollen sich Reisende über die Bahnmedien über alternative Routen informieren.
Schwerer Unfall bei Barcelona: Bus kollidiert mit Auto und stürzt Hang hinunter
Bei einem schweren Unfall zwischen einem Auto und einem Bus in der Nähe von Barcelona sind mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben des medizinischen Notfalldienstes der Region Katalonien (SEM) wurden mehr als 80 Personen verletzt, sieben davon schwer und 18 mittelschwer. Der Bus stürzte infolge der Kollision der Fahrzeuge eine 20 Meter tiefe Böschung hinunter.
Der Unfall ereignete sich am späten Nachmittag auf der Landstraße BV-5114 unweit der Gemeinde Fogars de Montclús, die durch die bergige Region des Naturparks Montseny in der Provinz Barcelona im Nordosten Spaniens führt. Nach Angaben des Notfalldienstes waren erste Einsatzkräfte schnell am Unfallort, um mit der Versorgung der Fahrgäste zu beginnen. Die lokale Feuerwehr entsandte Medienberichten zufolge 20 Einsatzteams in die Gegend.
Sturmflut in Hamburg - Frau auf Autodach gefangen
In der Hamburger Hafencity ist eine Autofahrerin in einer wegen der Sturmflut überfluteten Eisenbahnunterführung im Wasser stecken geblieben und musste von der Feuerwehr gerettet werden. Die Frau habe in der Zweibrückenstraße mit ihrem Wagen auf einmal tief im Wasser gestanden und nicht mehr weggekonnt, sagt ein Feuerwehrsprecher. Ein Passant hörte in der Nähe der Elbbrücken die Hilferufe der im Auto sitzenden Frau und rief die Feuerwehr. "Als wir eintrafen, war das Auto schon nicht mehr zu sehen und die Frau saß auf dem Dach und schrie um Hilfe." Sie sei dann von den Einsatzkräften aus ihrer misslichen Situation befreit worden. Das Auto werde vermutlich erst abgeschleppt, wenn das Wasser wieder gesunken ist.
Abgesehen von diesem Einsatz habe die Feuerwehr nur ein weiteres Auto vor den Fluten retten müssen. Ansonsten seien die Überschwemmungsgebiete von den Autobesitzern auch gut freigeräumt worden. In der Nacht hatte eine Sturmflut das Wasser in Elbe, Nordsee und Weser über die Ufer und Kaikanten gespült. Auch der Hamburger Fischmarkt stand unter Wasser.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
ich hoffe, Sie sind alle gut ausgeschlafen! Schließlich können wir dank der Zeitumstellung seit gestern eine Stunde länger schlafen - vorausgesetzt natürlich, man hat es gestern zur gewohnten Urzeit ins Bett geschafft... Auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sollten heute fit sein, denn für beide beginnt eine lange Reise nach Asien. Am Morgen startet Steinmeiers Flieger zu seinem zweiten Staatsbesuch nach China, nur wenige Stunden später beginnt für Merz seine bisher längste Auslandsreise als Kanzler. Erste Station ist der reiche Stadtstaat Singapur, anschließend geht es weiter nach Japan und Südkorea. Erst am späten Freitagabend kehrt Merz nach Berlin zurück, kurz darauf auch Steinmeier. In Regierungskreisen wird Wert auf die Feststellung gelegt, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen den beiden Reisen zu sehr unterschiedlichen Partnern gebe.
Was heute sonst noch wichtig wird:
Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva ist zum Sieger der Präsidentenwahl in Brasilien erklärt worden, doch sein rechter Herausforderer Flávio Bolsonaro will das offizielle Ergebnis nicht anerkennen.
Die Liste der neuen oppositionellen Studentenbewegung hat die vorgezogene Parlamentswahl in Serbien überraschend klar gewonnen und Langzeitmachthaber Aleksandar Vucic eine herbe Niederlage zugefügt.
Dünnere Decken, weniger Steckdosen, unbeheizte Treppenhäuser: Einfachere Wohnungen sollen Neubau wieder kostengünstiger machen. Dafür legen Justizministerin Stefanie Hubig und Bauministerin Verena Hubertz heute gemeinsam einen Gesetzentwurf vor.
Die für Fischerei zuständigen Ministerinnen und Minister der EU beraten heute über die zulässigen Fischfangmengen in der Ostsee.
Kane, Mbappé oder Lamal? Mit Hochspannung schaut die Fußball-Welt heute nach London. Dort wird bekanntgegeben, wer den begehrten Ballon d'Or bekommt und als weltbester Fußballer ausgezeichnet wird.
Außerdem interessant: In München wird der Ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Und in Paris kommen die Verteidigungsminister von Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Großbritannien zu Beratungen über die Unterstützung der Ukraine, Europas Verteidigung und den Nahostkonflikt zusammen.
Mein Name ist Hedviga Nyarsik. Ich begleite Sie heute bis zum frühen Nachmittag durch den Tag und versorge Sie mit den wichtigsten und spannendsten Nachrichten aus Deutschland und der ganzen Welt. Haben Sie einen guten Start in diese neue Woche!
"Ein beschissenes Land": Trump beleidigt Norwegen wegen Friedensnobelpreis
US-Präsident Donald Trump ist offenbar immer noch sauer über dem ihm verwehrten Friedensnobelpreis. Nun hat er Norwegen verschmäht und Einwanderer aus dem Land für unerwünscht erklärt. "Norwegen ist mittlerweile ein beschissenes Land geworden", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Port Huron im US-Bundesstaat Michigan. Er sprach in seiner Rede unter anderem über die jüngsten Unruhen in Frankreich, die er auf Einwanderung zurückführte, und erklärte, er würde Migranten nur aus bestimmten Ländern willkommen heißen: "Weil ich den Nobelpreis nicht bekommen habe (...) will ich niemanden aus Norwegen." Trump hatte den Begriff "beschissenes Land" in der Vergangenheit bereits für Staaten wie Haiti, Libyen, Somalia und den Jemen verwendet.
Nach 40-minütiger Verfolgungsjagd: Polizei fasst zwei Jugendliche auf der A3
Mit zahlreichen Einsatzkräften aus zwei Bundesländern und sogar einem Hubschrauber jagt die Polizei einen 16-Jährigen und einen 17-Jährigen fast 40 Minuten über die Autobahn 3. Die beiden Minderjährigen aus Nordrhein-Westfalen fielen zunächst am Sonntagabend auf, als sie mit einem Auto mit hessischem Kennzeichen in Frankfurt am Main nach einem Verkehrsverstoß nicht wie von der Polizei aufgefordert hielten.
Daraufhin flüchteten die Jugendlichen in dem Auto auf die A3 Richtung Köln, wobei es zu mehreren "rasanten und gefährlichen" Fahrmanövern kam, wie die Polizei mitteilt. Hinter der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz gerieten sie auf Höhe von Montabaur allerdings in eine Baustelle. Durch den langsameren Verkehr konnte die Polizei das Auto dort schließlich nach rund 40 Minuten Verfolgung stoppen.
Der 16-jährige Fahrer ohne Führerschein versuchte laut Polizei trotzdem, mit dem Wagen weiter zu entkommen, und touchierte zwei unbeteiligte Autos. Auch ein hessisches Polizeiauto wurde noch durch einen während der Flucht aus dem Fenster geworfenen Gegenstand beschädigt. Schließlich gelang es der Polizei, die beiden Jugendlichen festzunehmen. Sie seien dafür aus dem Auto gezogen worden, hieß es. Beide wurden demnach noch in der Nacht einem Erziehungsberichtigen übergeben. Aktuell werde ermittelt, wie sie in den Besitz des Autos gekommen sind.


