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GebrauchtwagencheckVW Up - schnörkelloser Kleinstwagen für kleinen Preis

05.10.2026, 15:57 Uhr
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Zwischen 2011 und 2023 hieß das Einstiegsmodell bei VW Up. (Foto: Volkswagen)

Über zwölf Jahre lang hatte VW den Kleinstwagen Up im Angebot. Während der langen Produktionszeit gab es einige Änderungen, ein Schwachpunkt zieht sich aber durch alle Jahrgänge.

Zwischen Ende 2011 und Ende 2023 hieß das Einstiegsmodell bei VW Up. Der Kleinstwagen lief wie seine Technikbrüder Seat Mii und Skoda Citigo in Bratislava vom Band und sollte besonders hinsichtlich Komfort- und Qualitätsanmutung vieles besser machen als sein Vorgänger Fox.

Qualität

Der Check des Fahrwerks im Rahmen der TÜV-Hauptuntersuchungen (HU) birgt keine Überraschungen, allerdings rücken bei den älteren Jahrgängen die Lenkgelenke in den Fokus der TÜV-Prüfer. Auch bei den Abgasuntersuchungen fallen diese Jahrgänge negativ auf. Ölverlust ist dagegen ein Thema bei jüngeren Modellen, auch Beanstandungen der Beleuchtungsanlagen treffen besonders die jüngeren Ups. Über alle Jahrgänge bemängeln die Experten die Funktionsweise von Fuß- und Feststellbremse.

Karosserie und Innenraum

Das Design des Up wirkt erwachsen und zeitlos. Mit einer Länge von 3,54 Metern gehört er innerhalb der Kleinstwagenklasse zu den kürzesten Modellen. Sein Platzangebot geht angesichts der Außenmaße in Ordnung. Gute Sitze und intuitive Bedienbarkeit sind ebenfalls Pluspunkte. Der Einstieg in den Fond gelingt beim Fünftürer (seit 2012) leichter als beim Dreitürer. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 251 und 951 Litern.

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Das Platzangebot geht angesichts der Außenmaße in Ordnung. (Foto: Volkswagen)

Im preissensiblen Segment der Kleinstwagen wurde und wird mit spitzer Feder gerechnet. Nicht alle Sparanstrengungen sieht man beim Up auf den ersten Blick. Die Lenkradverstellung ist nur in der Höhe möglich, eine Kofferraumbeleuchtung fehlt und der Fahrer konnte zunächst nicht den elektrischen Fensterheber auf der Beifahrerseite betätigen: Es gab keine entsprechende Taste auf der Fahrerseite.

Neben dem klassischen Up gab es die Cross-Variante im eigenständigen Offroad-Design und mit etwas höher gelegter Karosserie. Ein Exot auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist die Lieferwagenausführung Load Up, bei der sich anstelle der Rücksitzbank eine Ladefläche findet.

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Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 251 und 951 Litern. (Foto: Volkswagen)

2016 erhielt der Up ein Facelift, unter anderem mit LED-Tagfahrlicht und geänderten Stoßfängern.

Motoren und Antrieb

Klassentypisch war das Motorenangebot zum Marktstart eher übersichtlich und anspruchslos. Ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 44 kW/60 PS (seit 2020: 48 kW/65 PS) oder 55 kW/75 PS stand zur Wahl, beide Ausbaustufen waren Sauger. Eine Erdgasversion mit 50 kW/68 PS ergänzte das Angebot. Ab Ende 2016 bot VW den Dreizylinder auch mit Turbounterstützung an, zunächst mit 66 kW/90 PS. 2018 folgte die GTI-Version mit 85 kW/115 PS. Die Normverbrauchswerte lagen zwischen 4,4 und 4,8 Litern.

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Der Einstieg in den Fond gelingt beim Fünftürer (seit 2012) leichter als beim Dreitürer. (Foto: Volkswagen)

Bereits 2013 offerierte VW einen elektrischen Up mit 60 kW/82 PS. Er verfügte zunächst nur über eine kleine Batterie mit 16,4 kWh, die eine Reichweite von 160 Kilometern (NEFZ) ermöglichte. Im Herbst 2019 modifizierte VW den Antriebsstrang mit einer 32,3 kWh großen Batterie und 260 Kilometern WLTP-Reichweite.

Ausstattung und Sicherheit

Wer ein wenig Komfort möchte, lässt die Basisversionen wie Take-Up links liegen. Hier fehlte etwa eine Klimaanlage und das Handschuhfach war offen. Mehr Ausstattung finden Interessenten bei Move-Up, High-Up oder bei Sondermodellen wie "Color Up", "White Up" oder "Black Up".

Interessenten sollten zudem die Ausstattungsdetails ihres Wunschmodells studieren. Erstkäufer konnten unter anderem Glasschiebedach, Rückfahrkamera, Sportfahrwerk, 17-Zöller oder auch Navi dazubuchen. Auch den Umfang an Fahrerassistenzsystemen konnten Erstkäufer beeinflussen. Bei Produktionsstart war ein City-Notbremsassistent buchbar.

Fazit

Der VW Up ist ein schnörkelloser Kleinstwagen, der je nach Geschmack und Investitionsbereitschaft des Erstkäufers viel Komfort und auch Fahrfreude bietet. Bei mobile.de werden aktuell rund 2800 gebrauchte VW Up zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 1800 Euro für Modelle mit sehr hoher Laufleistung. Bei Vertragsabschluss ist es ratsam, auf eine frische HU-Plakette zu achten und die bekannten Schwachstellen fachkundig checken zu lassen.

Quelle: ntv.de, Elfriede Munsch, sp-x

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