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GebrauchtwagencheckVW Beetle - wenig gefahren, viel gepflegt

02.11.2026, 17:07 Uhr
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Der VW Beetle kam besonders in der Cabrio-Version bei der Käuferschaft an. (Foto: VW)

Als Gebrauchter ist der VW Beetle durchaus eine Option. Beim TÜV schneidet er besser ab als der Durchschnitt. Blind zugreifen sollten Interessenten aber nicht.

Der VW Beetle - nicht zu verwechseln mit dem Modell New Beetle (1997-2010) - kam 2011 auf den deutschen Markt, zunächst als Coupé. Ab Ende 2012 startete die Cabrio-Version, für die sich rund drei Viertel der Käufer entschieden. Worauf Interessenten beim Erwerb des 2018 eingestellten Modells achten sollten, weiß der TÜV.

Qualität

Wie der New Beetle lief auch der Beetle im mexikanischen VW-Werk vom Band. Die Verantwortlichen hatten aber aus den Problemen des Vorgängers gelernt und unter anderem bei der Qualitätssicherung nachgelegt. Die Beetle-Modelle schneiden bei den Bewertungen bezüglich der Mängel besser ab als der Typendurchschnitt. Gründe dafür dürften die vergleichsweise geringen Laufleistungen der Fahrzeuge sowie eine hohe Pflegebereitschaft der Besitzer sein.

Es schadet trotzdem nicht, sein Wunschmodell fachgerecht inspizieren zu lassen, besonders wenn es zu den älteren Jahrgängen zählt. Hier rücken die Achsaufhängungen, Bremsen, Ölverlust und die Beleuchtungsanlage immer wieder in den Fokus der Prüfer.

Karosserie und Innenraum

Der Beetle kam vor allen Dingen in der Cabrio-Version bei den Käufern an. Und das, obwohl VW für diese einen Aufschlag von 4.000 Euro zu den nicht wirklich günstigen Coupé-Preisen erhob. Im Vergleich zum Vorgänger sieht der Beetle deutlich erwachsener aus. Das Raumangebot des immer zweitürigen und 4,28 Meter langen Fahrzeugs geht in Ordnung, ein Platzwunder ist der Beetle aber nicht. Das Kofferraumvolumen des Coupés kommt auf 310 bis 905 Liter, Besitzer des Cabrios müssen sich bei geschlossenem Dach mit 225 Litern bescheiden. Ist das elektrische Stoffdach nach hinten gefahren, schrumpft das Gepäckabteil auf 145 Liter.

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Das Raumangebot des VW Beetle ist in Ordnung, aber er ist kein Platzwunder. (Foto: VW)

Dass der Golf VI technischer Genspender ist, sieht man dem Beetle von außen nicht auf den ersten Blick an. Betrachtet man aber den Innenraum, erkennt man an Instrumenten, Schaltern, Sitzen und Infotainmentsystemen die Verwandtschaft. Die beim Beetle verwendeten Materialien und der gesamte qualitative Eindruck waren insgesamt jedoch weniger gut als bei dem in Deutschland produzierten Golf VI.

Ein dezentes Facelift im Jahr 2016 änderte mit leicht modifizierten Stoßfängern und geänderter Heckleuchtengrafik am Außenauftritt wenig. Ein Jahr später nahm VW das Coupé vom deutschen Markt.

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Dass der VW Golf VI technischer Genspender ist, sieht man dem Beetle von außen nicht auf den ersten Blick an. (Foto: VW)

Motoren und Antrieb

Keine Überraschungen gab es beim Motorenangebot. Es setzte sich aus den bekannten Aggregaten des Golf VI zusammen. Zur Wahl standen aufgeladene Vierzylinder-Aggregate, darunter Benziner und Selbstzünder. Die Kraftübertragung an die Vorderräder erfolgte über manuelle Sechsganggetriebe, alternativ gab es ein Doppelkupplungsgetriebe.

Das Benzinerangebot reichte vom 1,2-Liter mit 77 kW/105 PS (erhältlich bis Ende 2014) über den 1,4-Liter mit 118 kW/160 PS (seit 2014: 110 kW/150 PS) bis zum aus dem Golf GTI bekannten Zweiliter mit 147 kW/200 PS. Das Topaggregat erhielt 2013 eine kleine Leistungsspritze auf 155 kW/210 PS, ab 2014 dann auf 162 kW/220 PS. Die Normverbräuche liegen zwischen 5,3 und 7,8 Litern.

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Betrachtet man aber den Innenraum, erkennt man an Instrumenten, Schaltern, Sitzen und Infotainmentsystemen die Verwandtschaft zum Golf. (Foto: VW)

Basisdiesel war bis Ende 2014 ein 1,6-Liter mit 105 PS. Darüber angesiedelt war ein 2,0-Liter in den Ausbaustufen 81 kW/110 PS und 103 kW/140 PS (seit 2014: 110 kW/150 PS). Die Selbstzünder verbrauchen durchschnittlich zwischen 4,1 und 5,6 Liter.

Ausstattung und Sicherheit

Die Preise für die Beetle-Modelle waren hoch, die Umfänge der Ausstattungslinien "Beetle", "Design" und "Sport" und später "Dune" und "Denim" boten aber Luft nach oben. Interessenten müssen zum Beispiel hinschauen, ob ein Basismodell eine Klimaanlage an Bord hat. Serienmäßig war sie nicht, Erstkäufer konnten sie aber dazubuchen.

Ähnliches gilt auch für die höheren Linien. Klimaautomatik, Navigation, Bluetooth-Freisprecheinrichtung oder ein schlüsselloses Schließ- und Parksystem konnten als Extra dazu geordert werden. Das Facelift brachte ein Plus an Assistenzsystemen wie etwa Totwinkelwarner und Ausparkhelfer.

Fazit

Der VW Beetle hatte und hat seine Fans. Die Fanbrille sollten Interessenten ordentlich putzen und ihr Wunschmodell hinsichtlich Ausstattung und bekannter Schwachstellen bei älteren Fahrzeugen checken. Auf mobile.de werden rund 800 Exemplare angeboten, darunter mehr Coupés als Cabrios. Mit Folgen für die Preisgestaltung: Die geschlossenen Versionen starten bei ca. 4.000 Euro. Für ein Cabrio müssen Interessenten mindestens 6.000 Euro investieren.

Quelle: ntv.de, Elfriede Munsch, sp-x

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