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Stark vor allem im AlltagToyota poliert sein Erfolgs-SUV Yaris Cross auf

23.10.2026, 08:25 Uhr
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Toyota hat den Yaris Cross geliftet. (Foto: Toyota)

Der Toyota Yaris Cross hat sich europaweit zum Bestseller unter den kleinen SUV entwickelt. Mit einem dezenten Facelift schärfen die Japaner nun das Design und bessern bei Ausstattung und Materialien nach.

Wenn es gut läuft, muss man nicht die Welt neu erfinden. Toyota hält sich beim Yaris Cross an diese alte Kaufmannsregel und verpasst seinem kleinen SUV eine dezente Frischzellenkur. Seit 2021 ist der hochgelegte Yaris bereits unterwegs, 2025 ging er europaweit rund 200.000-mal "über den Ladentisch". Damit war das Junior-SUV nicht nur Toyotas Bestseller in Europa, sondern auch der meistverkaufte Hybrid und der erfolgreichste Crossover im B-Segment, noch vor so namhaften Konkurrenten wie dem VW-T-Cross und T-Roc, Skoda Kamiq oder Ford Puma.

Sie alle bewerben sich um Kunden, die ein praktisches und handliches Auto mit erhöhter Sitzposition suchen, aber weder ein ausgewachsenes SUV noch eine Steckdose vor der Haustür brauchen. Genau mit diesen Tugenden schaffte es der 4,16 Meter kurze Yaris Cross an die Spitze seines Segments. Auch deshalb rüttelt Toyota nicht grundlegend am Erfolgskonzept, sondern frischt seinen Crossi lediglich optisch ein wenig auf.

Optische Auffrischung

Vor allem an der Front bügeln die Japaner die Falten glatt. Der Kühlergrill trägt nun ein markantes Wabenmuster und ist in Wagenfarbe lackiert. Das wirkt modern und stimmig. Dazu kommen neu gestaltete LED-Scheinwerfer mit integrierten Tagfahrleuchten. Der schwarze untere Bereich der Front und die ausgestellten Radkästen sollen den Kleinen etwas mehr in Richtung SUV schubsen. Neue Felgen in 17- oder 18-Zoll und zwei frische Farben - Celestite Grey und Precious Bronze, Letztere mit schwarzem Dach - runden die optische Auffrischung ab.

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Neu im Farbangebot ist ein spezielles Grau: Celestite Grey. (Foto: Toyota)

Innen fällt die Renovierung deutlich dezenter aus. An Türverkleidungen und Armaturentafel erhalten die schmalen Zierleisten eine Platin-Optik. Das war es auch schon fast. Wesentliche Elemente im Innenraum wurden ja bereits bei der letzten Modellpflege modernisiert.

Änderungen bei der Ausstattung

Wichtiger als der neue Zierrat sind die Änderungen bei der Ausstattung. Hier gibt sich Toyota ab sofort spendabler. Die sportlich geformten Sitze, bislang höheren Varianten vorbehalten, gibt es jetzt bereits ab der Ausstattungslinie "Teamplayer". Sie bieten mehr Seitenhalt und tragen farblich abgesetzte Nähte. In der Top-Variante "Lounge" kommt nun mit SakuraTouch eine Ledernachbildung zum Einsatz, die unter anderem pflanzlich basiertes PVC, Korkabfälle und recyceltes PET enthält.

Auch die Ambientebeleuchtung und das kabellose Smartphone-Ladegerät gehören jetzt ab Teamplayer zur Serienausstattung. Die nun schwarzen Außenspiegel klappen künftig bei allen Varianten automatisch an; in der Lounge-Version öffnet eine elektrische Heckklappe per Kicksensor.

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Der Toyota Yaris Cross kommt mit umfangreicher Sicherheitsausstattung. (Foto: Toyota)

Bekanntes bei der Bedienung

Bei der Bedienung setzt Toyota weiterhin auf das bekannte Konzept, das mit ein bisschen Übung schnell ins Blut übergeht. Apple CarPlay und Android Auto funktionieren kabellos, eine Rückfahrkamera ist serienmäßig, das 10,5-Zoll-Display gibt es ab Teamplayer (Basis 9 Zoll), die Sicherheitsausstattung ist umfangreich: Notbrems- und Spurhalteassistent, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Fernlicht-Assistent und weitere Helfer sind bereits ab dem Einstieg Pure an Bord. Einparkhilfen kommen ab Teamplayer hinzu, ein Totwinkelassistent ist je nach Ausstattung serienmäßig oder optional erhältlich. Die Modellpflege ist also weniger ein technischer Neustart als eine gezielte Aufwertung im Detail.

So lässt Toyota auch den Maschinenraum unangetastet. Es bleibt beim 1,5-Liter-Vollhybrid in zwei Leistungsstufen. Das Basismodell Pure kombiniert den Benziner mit einem Elektromotor und kommt auf 85 kW/116 PS Systemleistung. In den Linien Active, Teamplayer, Lounge und GR SPORT sind es 96 kW/130 PS. Der GR SPORT tritt dabei als sportliches Topmodell mit Stoßfängern im GR-Design, 18-Zoll-Rädern, Sportsitzen und straffer abgestimmtem Fahrwerk auf. Wer mehr Traktion möchte, kann seinen Yaris Cross auch mit Allradantrieb bestellen (Teamplayer und Lounge). Dabei unterstützt dann ein zusätzlicher Elektromotor an der Hinterachse die Vorderräder.

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Beim Antrieb belässt es Toyota beim 1,5-Liter-Vollhybrid in zwei Leistungsstufen. (Foto: Toyota)

Wie sich der Frischling fährt, haben wir rund um die Toyota-Zentrale in Köln ausprobiert. Die Wahl für die erste Testfahrt fällt auf die 130-PS-Version - und damit auf die für 95 Prozent der Käufer interessanteste Variante.

Keine spektakulären Fahrleistungen

Kaum überraschend: Dieser Toyota ist kein Auto, das mit spektakulären Fahrleistungen beeindrucken will. Und kann. Abgeklärt und souverän sind wohl die passenden Tugenden, auffällig spritzig ist das Antriebsduo nicht. Der Vollhybrid spielt seine Stärken vor allem im Alltag aus. Zwischen Kita und Supermarkt, beim Pendeln in die City und beim nervigen Stop-and-Go im Kaugummiverkehr.

In der Stadt überzeugt der Elektromotor mit gutem Antritt, häufig legt das Mini-SUV dabei kurze Strecken rein elektrisch zurück. Der Wechsel zwischen Benziner und Elektromotor erfolgt weitgehend unmerklich. Wer sanft mit dem Gas umgeht, erlebt den Hybrid als angenehmen, leisen und vorbildlich sparsamen Kumpel. In der City eine Vier vors Komma zu zaubern, ist kein Hexenwerk. In Zeiten wie diesen ein starkes Argument. Der Vollhybrid lädt dabei seine Batterie während der Fahrt und beim Bremsen selbst. An einer Steckdose muss er nicht hängen.

Beim starken Beschleunigen wird es laut

Wer mehr Leistung fordert, erntet auch mehr Lärm. Wie bei Toyotas Vollhybrid üblich, arbeitet der Antrieb mit einer stufenlosen CVT-Automatik. Bei starker Beschleunigen steigt die Motordrehzahl, während die Geschwindigkeit nicht im gleichen Maß zunimmt. Das klingt dann angestrengter, als das kleine SUV tatsächlich unterwegs ist. Ganz klar: Für sportliche Ambitionen ist der Antrieb weniger gedacht als für gelassenes Vorankommen.

Das Fahrwerk folgt dieser pragmatischen Linie und vermeidet, Insassen mit übertriebener Härte zu nerven. Wobei die Abstimmung keineswegs butterweich ist. Auf Landstraßen wirkt der Yaris Cross handlich und ausreichend agil, ohne den Fahrer zu animieren, sich mit den Kurven anzulegen. Die Modellpflege ändert an diesem Charakter rein gar nichts. Schon 2024 hatte Toyota den Antrieb überarbeitet und Maßnahmen zur Verringerung von Fahr-, Wind- und Motorgeräuschen eingeführt.

Die Preisliste beginnt bei 27.640 Euro für den Yaris Cross Pure mit 85 kW/116 PS - und ist damit keinen Cent teurer geworden. Der Active mit 96 kW/130 PS kostet mindestens 28.950 Euro, der GR SPORT ist mit ambitionierten 37.400 Euro am Start. Keine Schnäppchen, aber den Erfolg des Yaris Cross dürften die selbstbewussten Preise kaum bremsen. Wenn es gut läuft, muss man eben manchmal nur dafür sorgen, dass die Frisur wieder sitzt.

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Der GR SPORT ist ein sportliches Topmodell mit Stoßfängern im GR-Design, 18-Zoll-Rädern, Sportsitzen und straffer abgestimmtem Fahrwerk. (Foto: Toyota)

Technische Daten Toyota Yaris Cross Hybrid 130

  • Fünftüriger Crossover der Kompaktklasse mit Frontantrieb

  • Länge: 4,16 m, Breite: 1,76 m, Höhe: 1,59 m, Radstand: 2,56 m, Kofferraumvolumen: 397 - 768 Liter,

  • 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner, Elektromotor mit 68 kW/92 PS, Systemleistung 96 kW/130 PS, maximales Drehmoment: 120 Nm, maximales Drehmoment Elektromotor: 185 Nm, stufenloses CVT-Automatikgetriebe, Beschleunigung 0 - 100 km/h in 10,7 Sek. Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h, Kraftstoffverbrauch (kombiniert, WLTP): 3,2 - 3,6 l/100 km, CO2-Ausstoß (kombiniert, WLTP) 100 - 110 g/km.

  • Preis ab 28.950 Euro.

Quelle: ntv.de, Tomas Hirschberger, sp-x

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