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Die müssen sie bringen!Alpine mit A310-Vision-Appetithappen - kommt sie oder nicht?

22.10.2026, 08:58 Uhr imageVon Patrick Broich, Paris
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Eine retrofuturistische Idee von der A310 weckt Lust auf ein Serienmodell. Diese Front könnte süchtig machen. Hoffentlich bringt Alpine diesen Sportler. (Foto: Alpine)

Die feine Marke Alpine möchte am liebsten gleich ein ganzes Modellfeuerwerk zünden. Und während die neue A110 kommt, obschon verspätet, ist die A310 noch ein Traum. Wobei sie ehrlich gesagt noch viel cooler wäre. Das Concept stand fertig in Paris.

Alter Schwede, wie verrückt wäre eine Alpine A310 als Serienmodell eigentlich? Können Sie sich erinnern? Zugegeben, jüngere Leser müssten vielleicht das Internet bemühen, aber nur zu! A310, am besten die spätere Version ab 1976 mit PRV-Sechszylinder, dem grummeligen 2,7-Liter mit 90-Grad-Bankwinkel, weil er eigentlich mal ein V8 werden sollte. Aber wegen der Energiekrise wurde er degradiert. Energiekrise haben wir ja heute auch wieder, aber elektrisch wäre eine A310 toll. Ruhig mit obszön viel Power und am besten fetter Höchstgeschwindigkeit plus schnellem Laden. Na, wie wärs?

Aber warum träumen, das Gute ist doch so nah. Alpine-Produktstratege Massimo Fumarola (durchlief Stationen bei Ferrari, Lamborghini und Audi) ist jedenfalls Autofan genug, um dieses Projekt persönlich voranzutreiben, das sei ihm hiermit unterstellt. Und beim Anblick der A310 Vision, so heißt die Konzeptstudie offiziell, dürften nicht nur alte Fans der berühmten Dreihundertzehn dahinschmelzen, das sei aus tiefstem Herzen gesagt.

Abfallende Dachlinie, prägnant ausgestellte Radhäuser und angesichts des retrofuturistischen Einschlags viel LED - so macht die Neuinterpretation dieses Sportwagens 55 Jahre nach der Einführung des Urmodells großen Spaß schon beim schieren Angucken. Lamellenförmige Rückleuchten haben auch eine aerodynamische Funktion, versichert Alpine. Form follows Function eben.

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Das Alpine-A310-Concept, genannt Vision, sieht dem Urmodell wirklich ähnlich. (Foto: Alpine)

Ziemlich performant

Das Concept basiert freilich auf der neuen "Alpine-Performance-Platform" (APP). Bei diesem Chassis handelt es sich um eine weitgehend genietete und geklebte Aluminium-Basis, um Leichtbau mit Steifigkeit zu verbinden. Alpine betont darüber hinaus die Flexibilität dieser Plattform mit der Möglichkeit, sowohl geschlossene Coupés wie auch Cabrios bauen zu können. Vorgesehen sind außerdem eine oder zwei Sitzreihen - spricht für eine gewisse Vielfalt.

Und auch beim Antrieb lässt sich Alpine nicht lumpen. Neu ist ein zentrales Steuergerät, das sämtliche Parameter für die beweglichen Teile bündelt vom Fahrwerk über die Kühlung bis hin zum Antrieb. Und der kann es in sich haben. Möglich sind bis zu drei Motoren. Und damit unterwegs schnell wieder Energie ins System kommt, sind 800 Volt gesetzt im Kontext mit gewichtssparender Cell-to-Pack-Technologie.

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Mit viel Glas und LED könnte die A310 in die Herzen der Fans fahren. (Foto: Alpine)

All das wäre natürlich auch bei einer A310 denkbar. Und das mit 2,03 Metern Breite satt dastehende Concept entspricht genau den für sportliche Anwendungen erforderlichen Kriterien. Mit einer Dachhöhe von bloß 1,18 Metern hat die Studie Sehnsuchtsmaß. Und 4,55 Meter Außenlänge sind genau richtig für einen Kompromiss aus Platzangebot sowie dynamischen Fertigkeiten.

Jetzt kommt allerdings die traurige Wendung. Alpine schreibt in seinen Presseinformationen für den Pariser Autosalon, wo das Concept Premiere feierte, doch tatsächlich, dass die A310 Vision nicht als Ausblick auf eine Serienversion verstanden werden solle. Wie bitte? Was stimmt nicht mit Alpine?

Kommt die A310?

Dabei gewährt der Hersteller sogar einen Blick in das Interieur durch die halbtransparente Fahrgastzelle. Von "organisch geformten" Sitzen sprechen die Marketing-Experten plus markanten Farbakzenten. Und von physischen Bedienelementen. Man geht also mit dem Trend, das Zepter nicht komplett den Touchscreen-Einheiten zu überlassen. Und das soll keine Blaupause für ein Production Car sein?

Vielleicht möchte sich Alpine auch einfach nicht auf ein einzelnes Modell festnageln lassen, wenngleich es noch so schön ist. Denn eine Sache ist auch klar: Der Hersteller mit Produktion im nordfranzösischen Dieppe muss das Geld für seine Vorhaben schließlich erwirtschaften. Und bisher ist das Modellprogramm übersichtlich mit der auslaufenden A110, einer heißen Renault-5-Variante mit der Bezeichnung A290, die noch auf der Suche nach Fans ist, sowie der familientauglichen Neuheit A390 mit Nischencharakter.

Doch eine frische A110 ist bereits im Anmarsch, auch wenn das Debüt wohl nicht ganz nach dem ursprünglichen Zeitplan läuft. Mit einer Vorstellung der Serienversion dürfte jetzt immerhin nächstes Jahr gerechnet werden. Zu Kundenauslieferungen könnte es indes gar erst 2028 kommen. Alpine gehört mit inzwischen um 10.000 verkauften Jahreseinheiten herum zu den kleinen, aber feinen Nischenherstellern. Nach dem Klassiker A110 und dem Familientourer namens A390 wäre eine Wiederbelebung der A310 jedenfalls ein begehrenswertes Geschenk an die Markenfans.

Quelle: ntv.de

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