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Niedersachsen & BremenDiese 11 von mehr als 400 Kommunen sind schuldenfrei

22.09.2026, 13:39 Uhr
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Mehr als 21 Milliarden Euro Schulden haben Niedersachsens Städte und Gemeinden inzwischen angehäuft. Bei 15 Kommunen ist die Verschuldung besonderes hoch – es gibt aber auch einige ohne Schulden.

Hannover (dpa/lni) - Die Zahl der besonders hoch verschuldeten Kommunen in Niedersachsen, gemessen an der Verschuldung pro Kopf, ist 2025 gestiegen. Im vergangenen Jahr wiesen 15 Kommunen eine hohe Pro-Kopf-Verschuldung von über 5.000 Euro auf, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. 2024 waren es noch 9 Kommunen gewesen.

Dazu zählen fünf Städte aus der Region Hannover, darunter etwa Pattensen, Seelze und Laatzen, sowie die Nordseeinseln Wangerooge, Langeoog und Spiekeroog. Neu auf der Liste der hoch verschuldeten Kommunen sind die kreisfreien Städte Emden und Osnabrück.

Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung weist der Statistik 2025 zufolge, wie in den Vorjahren, die Samtgemeinde Heeseberg (Landkreis Helmstedt) mit 12.245 Euro Schulden pro Kopf auf.

Diese Kommunen sind schuldenfrei

Lediglich 11 der in der Statistik gelisteten 442 niedersächsischen Kommunen waren im vergangenen Jahr schuldenfrei. Dazu zählen:

  • Stadt Burgwedel

  • Gemeinde Scheeßel

  • Stadt Verden (Aller)

  • Gemeinde Edewecht

  • Gemeinde Dötlingen

  • Steinfeld (Oldenburg)

  • die Samtgemeinden Baddeckenstedt, Kirchdorf und Schwaförden

  • die gemeindefreien Bezirke Lohheide und Osterheide

Schuldenberg wächst weiter

Unterdessen ist der Schuldenberg der Kommunen 2025 weiter angewachsen. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik lag der Schuldenstand 2025 bei rund 21,6 Milliarden Euro. Das entspricht demnach einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2.703 Euro – 2024 waren es noch 2.223 Euro pro Kopf. Damit sind die Schulden um etwa ein Fünftel (21,5 Prozent) gewachsen.

Viele Städte und Gemeinden in Niedersachsen klagen schon lange über knappe Kassen. Sie kritisieren etwa eine strukturelle Unterfinanzierung durch Bund und Land, um zugewiesene Aufgaben finanzieren zu können.

Die rot-grüne Landesregierung kündigte zuletzt bei ihrer Haushaltsplanung für die Jahre 2027 und 2028 an, die Kommunen unter anderem mit mehr Geld für Kita-Personal, für die Verwaltung von Schul-Tablets und für den öffentlichen Gesundheitsdienst unterstützen zu wollen.

Quelle: dpa

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