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Rheinland-Pfalz & SaarlandWelle von "Schockanrufen" - Polizei warnt vor Betrugsmasche

22.09.2026, 14:18 Uhr
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Am Telefon täuschen die Betrüger eine angebliche Notsituation eines Angehörigen vor - und fordern Geld von ihren Opfern. Welche Tipps die Polizei zum Schutz vor der Betrugsmasche gibt.

Saarbrücken (dpa/lrs) - Die Landespolizei warnt vor der aktuell vermehrt vorkommenden Betrugsmasche sogenannter "Schockanrufe". Seit vergangenem Donnerstag habe es insgesamt vier Fälle gegeben, bei denen letztlich eine Geldübergabe stattgefunden habe, teilte die Polizei mit. Dabei sei ein Gesamtschaden von über 100.000 Euro entstanden.

Bei der Masche geben sich die Betrüger am Telefon als vermeintlich enge Verwandte oder Polizeibeamte aus. Eine Notsituation, wie ein Verkehrsunfall mit schwer verletzten oder getöteten Personen, wird vorgetäuscht. Unfallverursacher sei ein Verwandter des Angerufenen. Dem Angehörigen drohe deshalb eine Verhaftung, die nur durch das Bezahlen einer Kaution verhindert werden könne. Das geforderte Geld werde schließlich von falschen Polizeibeamten an der Haustür oder an einem neutralen Ort abgeholt.

Kein Geld an fremde Personen übergeben

In den vergangenen Tagen wurden in den Landkreisen Saarlouis, Merzig-Wadern, St. Wedel und im Regionalverband Saarbrücken in vier Fällen an der Haustür Bargeld im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich an einen Boten übergeben, wie die Polizei mitteilte. Eine weitere geplante Übergabe auf dem Parkplatz eines Krankenhauses habe verhindert werden können. Überdies seien über 20 weitere Versuche festgestellt worden. Bei den Opfern handelte es sich nach Angaben der Polizei um Frauen im Alter zwischen 61 und 90 Jahren.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Fälle appelliert die Polizei bei Anrufen, bei denen Geld, Schmuck oder Wertgegenstände gefordert werde, direkt aufzulegen. Entsprechende Forderungen stellt die Polizei nicht. Keinesfalls sollte Geld an fremde Personen überwiesen oder übergeben werden. Auch sollten Betroffene versuchen, die Informationen des Anrufers zu überprüfen und Kontakt zu einer Vertrauensperson oder der Polizei aufnehmen.

Quelle: dpa

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