"Hate Speech"

Patriots-Owner wirft Macklemore aus Sheeran-Konzert

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Macklemore wird nicht beim nächsten Ed-Sheeran-Konzert auftreten. (Foto: IMAGO/Gonzales Photo)
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15.09.2026 | 09:24 Uhr
Patriots-Owner Robert Kraft sorgt für Aufsehen. Er verbietet dem Rapper Macklemore im Vorprogramm eines Konzerts von Ed Sheeran in seinem Gillette Stadium aufzutreten. Der Grund ist dessen Kritik an Gewalt gegen Palästinenser.

Robert Kraft gehört neben dem NFL-Team New England Patriots auch das Gillette Stadium in Foxborough. Und als dessen Inhaber verbietet er Macklemore, dort aufzutreten. In einem Statement bestätigte er den Ausschluss des Rappers von einem geplanten Konzert von Musikstar Ed Sheeran Ende September. In dem Statement erklärte Kraft, sein Stadium "hat sich seit Langem dazu verpflichtet, allen Gästen ein willkommenes Umfeld zu bieten und sicherzustellen, dass Veranstaltungen in unserem Haus keine Plattform für Hate Speech bieten".

Weiter heißt es: "Aufgrund von Macklemores jüngsten Handlungen, des Materials, das während Ed Sheerans Shows in New Jersey von der Bühne aus verbreitet wurde, sowie einer längeren Vorgeschichte antisemitischer Rhetorik und Bildsprache, die nach unserer Auffassung für die jüdische Gemeinschaft zutiefst verletzend und beleidigend war, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass seine Teilnahme an den Konzerten am 25. und 26. September im Gillette Stadium diese Grenze überschreiten würde."

Während der Shows im MetLife Stadium am 4. und 5. September äußerte Macklemore auf der Bühne pro-palästinensische Ansichten zum Krieg in Gaza. Er setzte sich für die Freiheit der Palästinenser ein und spielte seinen Protestsong gegen den Krieg, "Hind’s Hall", in dem Israels Vorgehen in der Region unter anderem als "Völkermord" bezeichnet wird. Nachdem von der Hamas angeführte Kämpfer am 7. Oktober 2023 aus dem Gazastreifen nach Israel eingedrungen waren, dabei rund 1200 Menschen töteten und 251 weitere entführten, startete Israel eine militärische Gegenoffensive, bei der Zehntausende Palästinenser getötet wurden. Das Land weist den von einer wachsenden Zahl von Organisationen und Experten erhobenen Vorwurf des Völkermords entschieden zurück.

Macklemore von Sheeran-Tour ausgeschlossen

Macklemore hatte zuvor auf seinen Social-Kanälen bekannt gegeben, dass ihn Sheeran darüber informiert habe, dass ihn Kraft nicht auftreten lassen würde. Zudem gab er an, dass der 85-Jährige auch andere Stadionbesitzer davon überzeugt habe. Daraufhin wurde Macklemore vom weiteren Verlauf der Tour ausgeschlossen, was der Tour-Promoter Messina Touring Group gegenüber "Rolling Stone" bestätigte.

Macklemore betonte bei besagtem Konzert in New Jersey Anfang September: "An alle meine jüdischen Brüder und Schwestern: Kritik an Israel, Kritik an Apartheid und Widerstand gegen Völkermord sind in keiner Weise Kritik an euch. Diese Botschaft steht für Frieden, Liebe und dafür, dass alle Menschen mit Würde, Respekt und Gleichberechtigung behandelt werden."

Kraft betonte derweil, dass es ihm nicht darum gehe, "das Leid unschuldiger Palästinenser herunterzuspielen oder irgendjemandem das Recht abzusprechen, sich für sie einzusetzen". Er ergänzte: "Ich stimme Macklemore zu. Zu viele Menschenleben sind verloren gegangen, und es gab zu viel Leid. Doch nur selektive Informationen zu verbreiten und die Handlungen der Hamas auszublenden, ist nicht ehrlich und befördert lediglich weitere Spaltung und Hass."

Kraft, der im Jahr 2019 die "Blue Square Alliance Against Hate", eine Stiftung zur Bekämpfung des Antisemitismus, gegründet hat, sagte zudem: "Ich würde die Gelegenheit begrüßen, mich mit Macklemore zusammenzusetzen und über die Fakten zu sprechen. Denn letztlich verfolgen wir dasselbe Ziel: Frieden für alle Menschen, ein Ende des Leids und ein Ende jeglichen Hasses."

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl