Sky: Ex-FC-Trainer Struber war bei Samsunspor im Gespräch

Gerhard Struber gehörte vor der Verpflichtung von Nenad Bjelica zum Kandidatenkreis bei Samsunspor. Nach Sky-Informationen führte der türkische Erstligist Verhandlungen mit dem 49 Jahre alten Österreicher, eine Einigung kam jedoch nicht zustande. Samsunspor entschied sich anschließend für Bjelica und stattete den Kroaten mit einem Vertrag bis zum Ende der Saison 2026/27 aus. Struber hätte die Nachfolge von Thorsten Fink antreten können, von dem sich der Klub nach fünf Niederlagen in Serie getrennt hatte. Zwischen Samsunspor und dem früheren Kölner Trainer wurden die Vorstellungen über eine Zusammenarbeit ausgetauscht, am Ende fanden beide Seiten aber nicht zusammen. Struber bleibt damit vorerst ohne neue Aufgabe. Er will sich trotz mehrerer Anfragen nicht unter Zeitdruck setzen lassen und sein nächstes Projekt sorgfältig auswählen. Eine schnelle Zusage kommt für ihn nicht infrage.
Struber ist seit Ende März vereinslos. Zuletzt trainierte er den englischen Zweitligisten Bristol City, bei dem er im Sommer 2025 übernommen hatte und nach einer sieglosen Serie freigestellt wurde. Zuvor arbeitete der Österreicher beim 1. FC Köln. Weitere Stationen waren Red Bull Salzburg, der FC Barnsley, die New York Red Bulls und der Wolfsberger AC. Struber bringt damit Erfahrung aus mehreren Ländern und unterschiedlichen Wettbewerbssituationen mit. Seine klare Spielidee, das intensive Pressing und seine Arbeit mit jüngeren Spielern machen ihn für verschiedene Klubs interessant. Nach Sky-Informationen liegen ihm mehrere Möglichkeiten vor, er möchte die sportlichen und strukturellen Bedingungen jedoch genau prüfen. Entscheidend ist, dass das Projekt zu seiner Vorstellung von Fußball passt und eine nachhaltige Zusammenarbeit ermöglicht. Das Samsunspor-Kapitel ist nach den ergebnislosen Gesprächen beendet, die Suche nach der passenden Aufgabe geht für Struber ohne Eile weiter.
Offiziell: Freiburg verlängert mit Kübler

Der SC Freiburg hat den Vertrag mit Lukas Kübler erneut verlängert. Das gab der Bundesliga-Spitzenreiter am Freitagnachmittag offiziell bekannt. Über die Laufzeit und weitere Inhalte des neuen Arbeitspapiers vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Damit steht fest, dass der 34 Jahre alte Rechtsverteidiger auch über die laufende Saison hinaus im Breisgau spielen wird. Kübler trägt bereits seit 2015 das Freiburger Trikot und ist damit eine der Konstanten im aktuellen Kader. Nur Kapitän Christian Günter kann auf mehr Profijahre beim SC zurückblicken. In bislang 247 Pflichtspielen für Freiburg erzielte Kübler 17 Tore und bereitete acht weitere Treffer vor. Zudem gehört der Routinier dem Mannschaftsrat an. „Es ist ein gutes Gefühl, die Entwicklung dieser Mannschaft zu spüren und Teil dieser Entwicklung zu sein. Der Verein ist mir ans Herz gewachsen – das hätte ich vor elf Jahren so nicht gedacht“, sagte Kübler. Er wolle weiterhin „Leidenschaft und Ernsthaftigkeit auf den Platz sowie etwas Lockerheit in die Kabine bringen“.
Sportdirektor Klemens Hartenbach hob die Verlässlichkeit und die Bedeutung des Verteidigers für das Team hervor. „Auf Kübi ist sportlich absolut Verlass. Er bringt jeden Tag totale Leidenschaft und Identifikation mit ein“, erklärte Hartenbach. Dabei sei es unerheblich, ob Kübler selbst spiele oder seine Mitspieler von außen antreibe. Hartenbach bezeichnete ihn als einen „Eckpfeiler“ der Mannschaft, mit dem der Verein seinen Weg fortsetzen wolle. Kübler kennt die Freiburger Abläufe, verkörpert die Werte des Klubs und kann in der Defensive mehrere Rollen übernehmen. Seine Erfahrung, Zweikampfstärke und Präsenz bleiben damit Teil eines Kaders, der einen starken Saisonstart hingelegt hat und an der Tabellenspitze steht. Mit seiner erneuten Unterschrift macht Kübler deutlich, dass er seine lange Geschichte beim Sport-Club noch nicht als beendet ansieht.
Eberl: Keine Winterzugänge für Bayern

Der FC Bayern plant für das kommende Winter-Transferfenster ohne Neuzugänge. Sportvorstand Max Eberl stellte im Interview mit Sky klar, dass die Münchner mit der aktuellen Zusammensetzung der Mannschaft zufrieden sind und im Januar keinen Handlungsbedarf erkennen. „Wir sind total happy mit dem Kader und sehen 0,0 Ansatz, warum wir im Winter nachlegen sollten“, erklärte der 53-Jährige. Damit erteilte Eberl möglichen kurzfristigen Verstärkungen eine deutliche Absage. Die sportliche Führung vertraut auf die vorhandenen Spieler und sieht das Team sowohl in der Spitze als auch in der Breite ausreichend besetzt, um die Ziele in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League zu verfolgen. Solange sich die personelle Situation nicht grundlegend verschärft, soll Trainer Vincent Kompany deshalb mit dem bestehenden Aufgebot weiterarbeiten.
Die klare Aussage bedeutet nicht, dass die Verantwortlichen ihre Arbeit auf dem Transfermarkt bis zum Sommer einstellen. Eberl, Sportdirektor Christoph Freund und die Scouting-Abteilung beobachten mögliche Kandidaten weiterhin und können Gespräche für spätere Wechsel vorbereiten. Im Januar soll nach dem aktuellen Plan aber kein externer Spieler verpflichtet werden. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung des vorhandenen Kaders und auf wichtigen Vertragsfragen. Dazu gehört auch die langfristige Planung im Tor, da ein Karriereende von Manuel Neuer nach der Saison als wahrscheinlich gilt und Jonas Urbig als künftige Nummer eins aufgebaut werden soll. Ein möglicher erfahrener Ersatzkeeper wäre damit ein Thema für den Sommer und nicht für die Winterperiode. Eine unerwartete Verletzungsserie könnte die Lage zwar verändern, doch Eberls Formulierung lässt am aktuellen Kurs keinen Zweifel: Der FC Bayern sieht sich für die zweite Saisonhälfte gerüstet und will im Januar bewusst auf personelle Nachbesserungen verzichten.
Bellingham vor Real-Verlängerung?

Jude Bellingham steht offenbar unmittelbar vor einer vorzeitigen Vertragsverlängerung bei Real Madrid. Wie die spanische Sportzeitung „AS“ berichtet, haben sich der englische Nationalspieler und die Königlichen auf einen neuen Kontrakt bis zum 30. Juni 2031 verständigt. Eine offizielle Bestätigung des Vereins steht noch aus. Bellinghams bisheriges Arbeitspapier ist bis 2029 gültig, die Zusammenarbeit würde somit um zwei weitere Jahre ausgedehnt. Zugleich soll der 23-Jährige finanziell deutlich bessere Konditionen erhalten, die seiner sportlichen Bedeutung und seiner herausgehobenen Stellung innerhalb der Mannschaft entsprechen. Dem Bericht zufolge hatten die Gespräche bereits in der Schlussphase der vergangenen Saison begonnen. Von Beginn an soll zwischen den Parteien Einigkeit über eine gemeinsame Zukunft bestanden haben. Nun seien auch die entscheidenden Vertragsinhalte geklärt.
Bellingham war im Sommer 2023 für eine Ablöse von 103 Millionen Euro von Borussia Dortmund nach Madrid gewechselt und hatte einen Sechsjahresvertrag unterschrieben. Der Mittelfeldspieler entwickelte sich auf Anhieb zu einer prägenden Figur und gewann in seiner ersten Saison mit Real die spanische Meisterschaft und die Champions League. Auch in der laufenden Spielzeit zählt er zu den wichtigsten Akteuren der Königlichen. Neben seiner Torgefahr und Dynamik wird im Klub besonders seine Führungsstärke geschätzt. Nach Angaben von „AS“ sehen die Verantwortlichen in Bellingham einen Spieler, der langfristig eine zentrale Rolle in der Mannschaft und in der Kabine übernehmen kann. Mit der geplanten Verlängerung würde Real einen weiteren Leistungsträger frühzeitig binden und zugleich dessen Gehalt an den internen Status anpassen. Erst mit der offiziellen Bekanntgabe wäre die Personalie abgeschlossen. Nach dem Bericht sind die Verhandlungen jedoch beendet, sodass nur noch die Verkündung aussteht.
Offiziell: Babelsberg bindet Ogbidi bis mindestens 2028

Der SV Babelsberg 03 hat den Vertrag mit Theo Ogbidi vorzeitig bis mindestens 2028 verlängert. Das gab der Regionalligist am Donnerstagabend offiziell bekannt. Der 25 Jahre alte Flügelspieler steht erst seit Februar bei den Potsdamern unter Vertrag, hat sich aber als wichtiger Bestandteil der Mannschaft etabliert. Ogbidi kam von Energie Cottbus an den Babelsberger Park und hatte zunächst ein bis 2027 gültiges Arbeitspapier unterschrieben. In seinen bislang 20 Einsätzen für den SVB gelangen dem Außenbahnspieler vier Tore und vier Vorlagen. Zuletzt musste Ogbidi wegen einer Verletzung am Außenmeniskus pausieren. Nach der notwendigen Operation und der Rehabilitation ist der Offensivmann inzwischen in das Mannschaftstraining zurückgekehrt. Mit der frühzeitigen Verlängerung schafft der Verein Planungssicherheit und setzt zugleich ein Zeichen des Vertrauens in einen Spieler, der mit seinem Tempo und seiner Dynamik für Gefahr sorgen kann.
Ogbidi musste nach eigenen Angaben nicht lange über das Angebot nachdenken. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das der Verein in mich setzt, und darüber, dass frühzeitig das Gespräch mit mir gesucht wurde“, erklärte der gebürtige Hallenser. „Da ich mich im Verein und in der Mannschaft sehr wohlfühle, musste ich nicht lange überlegen und habe mich schnell dazu entschieden, meinen Vertrag zu verlängern.“ Für Babelsberg ist die Einigung auch für die Kaderplanung von Bedeutung. Der auf beiden Außenbahnen einsetzbare Offensivspieler verfügt über viel Erfahrung in der Regionalliga Nordost und lief zuvor für den Chemnitzer FC und den 1. FC Lokomotive Leipzig auf. Ausgebildet wurde Ogbidi bei RB Leipzig und beim 1. FC Magdeburg. Sein Fokus liegt darauf, nach der Verletzung wieder vollständig belastbar zu werden und auf den Platz zurückzukehren. Der SVB hat damit klargemacht, dass er auch über die laufende Spielzeit hinaus mit Ogbidi plant.