Gewitter, Blitze und sintflutartiger Regen haben am Wochenende in Florida nicht nur die Straßen unter Wasser gesetzt, sondern auch den Spielbetrieb im US-Sport kräftig durcheinandergebracht. Besonders betroffen: die NFL-Partie der Tampa Bay Buccaneers gegen die Cleveland Browns im Raymond James Stadium.
Ausgerechnet während der Two-Minute Warning im Schlussviertel musste die Begegnung beim Stand von 23:19 für Cleveland gestoppt werden. Tampa Bay stand da bereits an der 28-Yard-Linie der Browns und hatte die Chance auf den möglichen Sieg.
Doch das nahende Unwetter zwang Spieler und Zuschauer dazu, sich in Sicherheit zu bringen. Nach den NFL-Protokollen wird ein Spiel bei Blitzaktivität in Stadionnähe sofort unterbrochen - und erst wieder aufgenommen, wenn die drohende Gefahr einen großzügigen Radius um das Stadion verlassen hat.
Ein Footballspiel wäre bei dem, was dann folgte, aber auch kaum möglich gewesen. Bilder zeigen Sturzbäche auf den Tribünen, das Spielfeld stand unter Wasser.
Erst nach zwei Stunden und zwölf Minuten wurde die Partie fortgesetzt – bei erneut einsetzendem Starkregen. Teile des Innenraums und Bereichs nahe der Endzone standen da immer noch sichtbar unter Wasser. Cleveland hielt anschließend stand und feierte den ersten Saisonsieg, weil ein letzter Pass von Bucs-Quarterback Baker Mayfield in die Endzone keinen Abnehmer mehr fand.
Déja-vu in Tampa
Eine vergleichbar späte Wetterpause ist in Tampa nicht beispiellos: Am 25. September 2016 war bereits das Spiel der Buccaneers gegen die Los Angeles Rams exakt an der Two-Minute Warning wegen Blitz und Gewitter für 69 Minuten unterbrochen worden.

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Auch damals verloren die Bucs das Spiel knapp mit 32:37. Bis zum Spiel gegen die Browns war dies die letzte Unterbrechung so spät in einem NFL Spiel gewesen.
Gegen die längste wetterbedingte Zwangspause der NFL-Geschichte ist das, was sie in Tampa erlebten, jedoch nichts: 2018 mussten Teams und Zuschauer beim Gastspiel der Tennessee Titans bei den Miami Dolphins insgesamt 3 Stunden und 59 Minuten - verteilt auf mehrere Unterbrechungen - mit Warten auf die Spielfortsetzung ausharren. Das Spiel wurde erst nach ewigen 428 Minuten beendet, Miami gewann 27:20.
Pause auch in New York
Auch andernorts sorgte das Wetter für schwierige Bedingungen. In East Rutherford bei New York kämpften die Green Bay Packers und die New York Jets unter Dauerregen: Green Bay gewann ein chaotisches Spiel nach Verlängerung 20:17.

Jets verlangen Packers alles ab
Das College Football Spiel der Florida State bei den Alabama Crimson Tide am Samstag begann wegen Gewittern mit einer Verspätung von fast zwei Stunden und wurde später nochmals wegen Blitzgefahr unterbrochen.
