Demütig, reflektiert, beeindruckt

Sandro Wagner startet überraschend leise in "Power"-Projekt

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Sandro Wagner, neuer Cheftrainer von Hannover 96, spricht während seiner Vorstellungspressekonferenz. (Foto: dpa)
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21.09.2026 | 14:48 Uhr
Sandro Wagner geht seine Aufgabe als neuer Trainer von Zweitligist Hannover 96 voller Elan an. "Ich bin ein Arbeiter. Ich habe Bock, jetzt loszulegen mit den Jungs", sagt der ehemalige Co-Trainer der Fußball-Nationalmannschaft bei seiner Vorstellung.

Sandro Wagner sprach ruhig, sachlich, unaufgeregt. Wer bei der Vorstellung des neuen Hoffnungsträgers von Hannover 96 auf ein Sprüche-Feuerwerk gehofft hatte, wurde enttäuscht. Doch Wagner hatte eine klare Botschaft für die Fans mitgebracht: "Ich bin ein Arbeiter".

Und so legte Wagner bei seinem Re-Start als Trainer auch voller Elan los. Der 38-Jährige will seine Chance bei diesem "Traditionsverein" mit "Wucht" unbedingt nutzen. "Ich habe Lust, hier gemeinsam was Cooles auf die Beine zu stellen", sagte Wagner, der am Samstag einen Vertrag bis 2028 bei dem Zweitligisten unterschrieben hatte: "Wir wollen maximal ambitioniert sein."

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Hannover "könnte eigentlich auch ein Erstligist sein"

Knapp ein Jahr nach seinem unrühmlichen Aus beim FC Augsburg erschien Wagner am Montag im schwarzen 96-Hoodie, mit gepflegtem Zehn-Tage-Bart, akkurat gegelten Haaren und streichelte gleich erst einmal die gebeutelte Fan-Seele. Das "Stadion ist cool, die Stadt ist cool", sagte der Ex-Profi, Hannover "könnte eigentlich auch ein Erstligist sein. Wenn man schaut: Hier sind immer über 40.000 Zuschauer. Das ist ein Traditionsverein. Da denkt man sich schon: Wow, das hat schon eine Power."

Doch seit dem Abstieg 2019 schlugen alle Aufstiegs-Versuche immer wieder fehl, auch Christian Titz wurde die knifflige Mission nach dem schwachen Saisonstart nicht mehr zugetraut. Nun soll es also Wagner richten. "Wenn du in der 3. Liga bist, willst du in die 2. Liga, wenn du in der 2. Liga bist, willst du in die erste", sagte der frühere Assistent von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann, der sein Pflichtspieldebüt am 10. Oktober beim 1. FC Magdeburg feiert: "Das ist ja fast schon verpflichtend für Vereine, einfach ambitioniert zu sein."

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Aus Fehlern der Vergangenheit gelernt

Als "heißeste Traineraktie" des Sommers wurde Wagner bezeichnet, als er vor gut einem Jahr beim FC Augsburg eingestiegen war. Doch nach nur elf Spieltagen folgte dann schon wieder die recht unehrenhafte Trennung. Nun also Hannover, aus den Fehlern der Vergangenheit habe er gelernt. "Ich versuche immer, mich zu reflektieren. Es waren sicherlich Sachen in der Vergangenheit, die nicht gut waren. Es waren aber auch Sachen, die gut waren. Jetzt habe ich Bock, da drüben loszulegen", sagte Wagner, für den um 15 Uhr das erste Training mit seiner neuen Mannschaft auf dem Programm stand: "Das mache ich tagtäglich."

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Als Spieler stürmte Wagner unter anderem für Bayern München, Werder Bremen oder Hertha BSC, auch als Trainer denkt Wagner offensiv. "Wir werden uns jetzt nicht hinten verbarrikadieren und nur verteidigen, sondern wir haben schon Bock, mit Ball gute Ideen zu haben", sagte er, so soll es möglichst schnell raus aus dem grauen Mittelmaß der 2. Liga gehen. "Wir haben echt tolle Jungs in der Kabine sitzen", sagte Wagner: "Ich habe richtig Bock auf die Aufgabe."

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa