"Widerwärtigste Weise"

Rassismus und Todesdrohungen gegen Juma Bah erschüttern FC Augsburg

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Juma Bah sah gegen Berlin die Rote Karte - was danach auf Social Media passierte, ist unfassbar. (Foto: IMAGO/kolbert-press)
25.10.2026 | 07:31 Uhr
Juma Bah sieht gegen Union Berlin die Rote Karte. Was dem Bundesliga-Profi danach in den (a)sozialen Medien widerfährt, erschüttert den FC Augsburg. Der Klub kündigt rechtliche Schritte an, auch Union solidarisiert sich.

Bundesliga-Profi Juma Bah aus Sierra Leone ist nach seiner Roten Karte Angaben des FC Augsburg zufolge auf Instagram "auf widerwärtigste Weise rassistisch beleidigt und mit dem Tod bedroht" worden. "Wir sind erschüttert über diesen Hass", betonte der Fußball-Bundesligist in einer Stellungnahme in den sozialen Netzwerken.

Der 1. FC Union Berlin, Gegner der Augsburger am Samstag, repostete bei X das Statement und versah es mit einem roten Ausrufezeichen. Bei Instagram schrieb der Klub in der Kommentarleiste unter dem FCA-Beitrag: "Wichtiges Statement!" Bah hatte beim 1:1 in der 63. Minute wegen groben Foulspiels die Rote Karte gezeigt bekommen. Bei einem Zweikampf traf er mit gestrecktem Bein das rechte Bein von Gegenspieler András Schäfer. Nach Angaben der Augsburger wurde auch die Familie des 20-Jährigen bedroht, der auf Leihbasis von Manchester City seit September beim FCA spielt.

Vereinspräsident Michael Ströll machte einen Screenshot der Hass-Nachricht eines Julian Alvarado auf Instagram öffentlich. Dort steht: N****, du H*******, ich hoffe, du stirbst! Du bist widerlich, du verdammter Abschaum. Ich werde dich und deine ganze verdammte beschissene Familie umbringen. Die sollten schon längst verbrannt sein, diese Mistkerle, diese schwarzen N****."

FC Augsburg reagiert mit Anzeige

"Wer einen unserer Spieler rassistisch beleidigt oder bedroht, greift nicht nur einen Einzelnen an, sondern die Werte unserer gesamten FCA-Familie. Egal welche Hautfarbe, Herkunft, Religion oder Nationalität - jeder Mensch verdient Respekt, Würde und Sicherheit. Wir schauen nicht weg! Wir schweigen nicht! Wir stehen zusammen!", schrieben die Augsburger in ihrem Klub-Statement weiter.

Der Verein kündigte an, den Vorfall zur Anzeige zu bringen und alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Schritte zu prüfen. Der Klub werde ein solches Verhalten "niemals akzeptieren, tolerieren oder einfach hinnehmen. Wir stehen geschlossen hinter Dir, Juma!" Kapitän Jeffrey Gouweleeuw postete ein Foto seines Mitspielers, versehen mit den Worten: "NO to racism." ("Nein zu Rassismus.")

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/dpa