Immerhin nicht England

Olympia-Los verlangt den DFB-Frauen riesigen Kraftakt ab

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Klara Bühl und Co. bekommen eine schwere Aufgabe. (Foto: IMAGO/ActionPictures)
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03.11.2026 | 19:57 Uhr
Die Olympischen Spiele sind für die deutschen Fußballerinnen ein erfolgreiches Pflaster. Der Weg zum Turnier ist fast noch steiniger als der Weg durchs Turnier. So auch diesmal - die Auslosung meint es nicht gut mit dem Team von Bundestrainer Christian Wück.

Kein Hammerlos, aber hohe Hürden: Im Kampf um das Olympia-Ticket gehen Deutschlands Fußballerinnen zwar Europameister England aus dem Weg. Dennoch steht das Team von Bundestrainer Christian Wück in der Nations League, die als Qualifikation für die Sommerspiele 2028 gilt, gegen die Niederlande, Schweden und Schottland vor einer kniffligen Aufgabe. Nur der Gruppensieger löst das Olympia-Ticket.

"Wir haben eine herausfordernde und zugleich sehr interessante Gruppe erwischt. Jede Mannschaft bringt andere Stärken mit, so dass wir in jedem Spiel gefordert sein werden", sagte Wück und ergänzte: "Aber genau solche Duelle sind für unsere Entwicklung unheimlich wertvoll. Wir gehen die Aufgabe mit großem Respekt, aber auch mit viel Selbstvertrauen an."

Immerhin bescherte Ex-Nationalspielerin Annike Krahn der DFB-Auswahl bei der Auslosung in Nyon nicht das befürchtete Duell mit den Engländerinnen, die zuletzt zweimal den EM-Titel gewonnen hatten. Der Weg nach Los Angeles wird für die deutschen Frauen trotzdem nicht leicht.

Ein Top-Team fehlt in jedem Fall

Schärfster Rivale dürfte Schweden sein. Bei der EM im vergangenen Jahr unterlag Deutschland dem WM-Dritten von 2023 in der Vorrunde mit 1:4. Vor den Niederlanden ist ebenfalls Vorsicht geboten, auch wenn das Wück-Team das vorerst letzte Duell mit dem Weltranglisten-Elften im Mai 2025 mit 4:0 für sich entschieden hatte.

Die sechs Partien in der Gruppe 4 werden im kommenden Jahr in drei Länderspielfenstern von Ende Februar bis Mitte Juni ausgetragen. Die Entscheidung über eine Olympia-Teilnahme der DFB-Auswahl fällt somit erst kurz vor der WM in Brasilien, die am 24. Juni beginnt.

Fest steht bereits, dass ein Top-Team bei den Olympischen Spielen fehlen wird, da Frankreich und England in der Gruppe zwei aufeinandertreffen. Ebenfalls in dieser Gruppe sind zudem noch Österreich und Portugal. In Gruppe drei spielen Dänemark, Italien, Island und Wales um das Ticket. In Gruppe eins ist Spanien der klare Favorit gegen Norwegen, Irland und die Schweiz.

Bei den Sommerspielen 2024 in Paris hatte die DFB-Auswahl die Bronzemedaille gewonnen. 2016 in Rio de Janeiro gab es sogar Gold. Für Tokio 2021 hatte sich das deutsche Team nicht qualifiziert. Ein solcher sportlicher Rückschlag soll dieses Mal auf jeden Fall vermieden werden. Zumal das Turnier in Los Angeles von 12 auf 16 Nationen erweitert wurde.

In Vorbereitung auf die 2027 anstehenden Höhepunkte bestreitet das deutsche Team zum Abschluss des aktuellen Länderspieljahres im Rahmen einer Südamerika-Reise noch zwei Länderspiele. In der Nacht vom 29. zum 30. November trifft die DFB-Auswahl in La Plata auf Argentinien, am 4. Dezember ist Peru in Rio de Janeiro der Gegner.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa