Borussia Dortmunds Torjäger Serhou Guirassy wird das Bundesliga-Spiel gegen Aufsteiger SV Elversberg verpassen und wohl auch nicht zur Nationalmannschaft Guineas reisen. "Serhou hat eine Zerrung, wird also nicht teilnehmen können morgen", sagte BVB-Coach Niko Kovac vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) in Dortmund.
"Wir werden schauen, wie wir das in den nächsten Tagen machen. Wir sind in einem sehr guten Austausch mit dem Verband. Es wird wohl so sein, dass er nicht reisen wird und hier bleibt. Aber das werden wir noch mit dem Verband besprechen und hoffen, dass er dann nach der Länderspielpause wieder einsatzbereit ist. Wann genau das ist, werden wir sehen", stellte der Trainer klar.
Gute Nachrichten bei Sabitzer
Guirassy hatte sich am Dienstagabend beim 2:1 in der Champions League gegen Betis Sevilla verletzt. Der Angreifer musste bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden, nachdem er sich an den Oberschenkel gegriffen hatte.
Nach einer Behandlung versuchte es der Stürmer zunächst noch einmal, musste seinen Einsatz in der 34. Minute aber endgültig abbrechen. Der Ausfall wiegt schwer: Guirassy ist in der laufenden Saison der treffsicherste Spieler der Schwarz-Gelben. In bislang 14 Pflichtspielen erzielte der 30-Jährige acht Tore.
Eine positive Nachricht gibt es dagegen bei Marcel Sabitzer. Der Mittelfeldspieler, der in der Königsklasse noch krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallen war, ist wieder eine Option für die Partie gegen die Saarländer. "Sabi hat heute wieder mittrainiert nach seiner Erkrankung, sodass er morgen dann auch eine Alternative ist", sagte Kovac.
Kovac will wegen Guirassy-Ausfall nicht jammern
Der Ausfall Guirassys bietet derweil anderen Profis eine Chance. "Serhou fehlt natürlich mit seiner Statur bei Standards offensiv und defensiv und sicherlich auch aufgrund der Tore, die er jetzt schon für uns auch erzielt hat. Aber jetzt ist die Chance gekommen für diejenigen, die dann ein bisschen kürzer gekommen sind in den letzten Wochen und vielleicht auch Monaten", sagte Kovac.
Dabei verwies der Coach auf Fabio Silva und Maximilian Beier, die wieder eine größere Rolle spielen könnten. "Wir sind da sehr variabel und müssen aus dem, was wir haben, das Beste machen. Wir werden uns jetzt nicht hinstellen und rumheulen und sagen, jetzt fehlt uns der. Das gehört zum Fußball dazu, letzten Endes sind Verletzungen ein Teil dieses Berufs", so Kovac.


