Anteilsverkauf an Weltkonzern

FC Bayern steht vor riesigem Millionen-Deal

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"Wir haben einen Deal mit unseren Mitgliedern, dass wir nicht mehr als 30 Prozent verkaufen", hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß im November 2025 im OMR-Podcast erklärt. (Foto: IMAGO/DeFodi Images)
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14.08.2026 | 10:46 Uhr
Beim FC Bayern zeichnet sich einem Medienbericht zufolge ein großer Millionendeal ab. So steht der Rekordmeister offenbar davor, fünf Prozent seiner AG-Anteile an den deutschen Weltkonzern Viessmann zu verkaufen.

Dem FC Bayern München winkt offenbar ein warmer Geldregen. Der Rekordmeister plant nach Informationen von "Münchner Merkur/tz" den Verkauf von fünf Prozent seiner Anteile der AG an das milliardenschwere Heiztechnik-Unternehmen Viessmann. 250 Millionen Euro soll der Deal den Bayern demnach einbringen. Viessmann ist seit Jahren bereits Partner des FC Bayern, der Energietechnikkonzern ist als Sponsor auch viel im Wintersport aktiv.

Viessmann wäre damit nach Adidas, Audi und der Allianz, die jeweils mit 8,33 Prozent an der AG beteiligt sind, der vierte strategische Anteilseigner. Der Mutterverein würde weiterhin 70 Prozent der Anteile an der AG und damit die klare Mehrheit halten. Weniger dürfen es laut Satzung auch nicht sein.

Ohne Zustimmung der Mitglieder möglich

2021 hatte ein Antrag bei der Jahreshauptversammlung, dass der Verein weiterhin 75 Prozent der Anteile besitzen müsse, keine Mehrheit gefunden. So könnte der FC Bayern jetzt ohne Zustimmung der Mitglieder die letzten fünf Prozent noch veräußern. Viessmann ist seit 2018 Partner der Bayern. Im Geschäftsjahr 2024/25 hatten die Münchner einen Konzerngesamtumsatz in Höhe von 978,3 Millionen Euro erwirtschaftet.

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Neuigkeiten von Eberl und seiner Bayern-Verlängerung

"Wir haben einen Deal mit unseren Mitgliedern, dass wir nicht mehr als 30 Prozent verkaufen. Theoretisch könnten wir fünf Prozent verkaufen, ohne die Mitglieder zu fragen. Für mehr bräuchten wir eine Zweidrittelmehrheit. Und die werden wir niemals kriegen", hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß im November 2025 im OMR-Podcast erklärt.

"Wenn wir unsere letzten fünf Prozent Anteile veräußern sollten, geht es nicht nur darum, das meiste Geld zu kriegen", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen im gleichen Format. Es gehe vielmehr darum, den richtigen Aktionär zu finden. "Unsere Minderheitsaktionäre Adidas, Audi und Allianz sind strategische Partner. Denen geht es nicht um eine hohe Dividende oder Wertsteigerung für einen späteren Verkauf. Ein neuer Käufer müsste strategisch zu uns passen, unsere DNA teilen und die gleichen Ideale und Wertvorstellungen haben."

Er sei "relativ weit weg und nicht der richtige Ansprechpartner", antwortete Sportvorstand Max Eberl auf Nachfragen am Freitag zum angeblichen Deal. Er könne nur "ganz allgemein sagen, dass der Klub immer daran denkt, wie man stabil und in dieser teilweise auch verrückten Fußballwelt kompetitiv bleibt. Und da bin ich mir sicher, dass das unser Präsident Herbert Hainer mit seinen Kollegen sehr, sehr weitsichtig vorantreibt."

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid