"Normal blendet man das aus"

Erschütterter Joshua Kimmich wird nach Tor von Emotionen übermannt

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Joshua Kimmich bejubelt seinen Treffer ausgelassen. (Foto: IMAGO/Vitalii Kliuiev)
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08.11.2026 | 07:58 Uhr
Ein Gruß in den Himmel: Joshua Kimmich bringt den FC Bayern in Mainz in Führung und erlebt weiter eine schwere Zeit. Was nach dem Tor in ihm vorgegangen ist.

Als Joshua Kimmich zum Jubeln in Richtung Eckfahne lief und den Zeigefinger gen Himmel streckte, überwog nicht etwa die pure Freude über seinen Treffer - sondern der Gedanke an eine ganz bestimmte Person. "Durch die Geschichte mit meinem Papa war es sehr emotional für mich", gab der Bayern-Profi nach dem 2:1 (1:0)-Sieg am Samstag in der Fußball-Bundesliga bei Mainz 05 Einblicke in seine Gefühlswelt. "Normalerweise schieße ich nicht viele Tore, aber heute musste ich natürlich sofort daran denken", sagte er bei DAZN. 

Zuletzt hatte Kimmich drei Pflichtspiele seines Klubs verpasst - weil sein Vater Ende Oktober unerwartet verstorben war. Am vergangenen Wochenende kehrte Kimmich im Topspiel gegen Dortmund wieder zurück auf den Platz. Nach seinem Führungstreffer in Mainz in der 14. Minute legte der 31-Jährige offen, wie belastend die derzeitige Situation für ihn ist.

"Momentan ist das eher die schwierigste Phase, wenn man auf dem Platz steht", erklärte der Mittelfeldspieler: Wenn er Fußball spiele, müsse er am häufigsten an seinen Vater denken, "weil der Fußball uns extrem verbunden hat. Deswegen war es heute sehr emotional."

Der Trauerfall in der Familie des stellvertretenden Kapitäns hatte im gesamten Klub Betroffenheit ausgelöst, zudem bereitete der krankheitsbedingte Ausfall von Chefcoach Vincent Kompany Sorgen. 

Doch in der für den FC Bayern vor allem in menschlicher Hinsicht schwierigen Lage habe sich laut Kimmich auch eine besondere Stärke des Teams gezeigt: "Die Spieler, das Trainerteam und alle drumherum haben ein super Verhältnis miteinander und unterstützen sich in jeder Situation." Mit dem Ausfall von Kompany, der nach der Länderspielpause zurückkehren könnte, zeige sich das einmal mehr: "Das habe ich in meinen elf Jahren beim FCB auch schon anders erlebt", sagte Kimmich.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa/sid