"Das war unbeschreiblich gut"

Entfesselter Superteenie bewahrt Gladbach vor Fußball-GAU

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Wael Mohya verzückt Borussia Mönchengladbach. (Foto: IMAGO/Michael Weber)
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24.10.2026 | 06:11 Uhr
Beim 3:2 in Stuttgart glänzt Gladbachs 17-jähriges Talent Wael Mohya erneut. Doch Trainer Blessin mahnt nach dem ersten Saisonsieg zur Vorsicht: Schon am Dienstag steht die nächste Prüfung an.

Im Mittelpunkt des Gladbacher Jubels über den erhofften Befreiungsschlag stand ein 17-Jähriger: Wael Mohya war nach dem 3:2 (1:1) der Borussia beim VfB Stuttgart mit einem Tor und einer Vorlage der Mann des Abends. "Das war exzellent, unbeschreiblich gut. Er hat wahnsinnig viel gemacht. Er hat sich taktisch wirklich sehr, sehr gut verhalten, hat nachgearbeitet, hat das Zentrum dann auch mitgeschlossen. Ich hebe normalerweise ungerne Spieler raus, aber das war schon top, top, top", lobte Trainer Alexander Blessin sein Juwel bei Sky. 

"Das muss man sich mal überlegen, wie der hier aufdribbelt, wie der hier das zweite Tor vorbereitet hat, wie frech. Er geht hinterher. Hut ab vor dieser Leistung", ergänzte Sportchef Rouven Schröder. Bei einer Niederlage hätte die ersatzgeschwächte Borussia einen Negativrekord aufgestellt, denn das Schlusslicht war mit sechs Niederlagen aus sechs Spielen gestartet. Sieben Pleiten zum Auftakt hat ein Team in der Fußball-Bundesliga noch nie einstecken müssen. 

Kein Wunder, dass Mohya überglücklich war. "Das ist schon geil und hat sehr viel Spaß gemacht. Wir müssen diesen positiven Schwung mitnehmen", sagte Mohya mit Blick auf das Spiel am kommenden Samstag gegen den SC Paderborn. Mohya spielt seit seinem siebten Lebensjahr bei der Borussia. Sein Marktwert wird gerade auf 17 Millionen Euro beziffert. Aber wie viel Geld er selbst auf seinem Konto hat, weiß der Jungstar angeblich nicht. "Meine Eltern machen das schon alles. Ich bekomme ein monatliches Taschengeld, mit dem ich prima klarkomme", hatte der Teenager zuletzt erzählt. Klar ist: Mit solchen Leistungen spielt sich der deutsche Junioren-Nationalspieler, der auch für Marokko spielen dürfte, immer mehr in den Fokus. Es war einfach ein richtig guter Abend für die Borussia.

"Es fällt einiges ab. Natürlich kann der ganze Klub mal durchatmen, weil die letzten Wochen waren schon hart. Aber es kann nur ein Start sein, weil jetzt haben wir drei Punkte und sind immer noch Letzter. Das darf man nicht vergessen", sagte Schröder.

"Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen"

Laut Blessin sei es "wichtig" gewesen, "dass die Mannschaft gezeigt hat, dass sie lebt und dass wir noch einiges reißen wollen", betonte Blessin nach seinem ersten Erfolgserlebnis mit der Borussia. "Man hat die Totengräber-Stimmung schon mitbekommen", sagte Trainer, der in Bad Cannstatt geboren wurde und im September die Nachfolge von Eugen Polanski übernommen hatte. Er sei zwar stolz auf seine Mannschaft. Aber: "Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen", sagte der 53-Jährige. Schon am Dienstag (20.45 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) trifft die Borussia in der zweiten Runde des DFB-Pokals daheim auf den Karlsruher SC. 

Beim VfB sollte es in der Liga dagegen nicht so weitergehen. Im siebten Ligaspiel setzte es für die ambitionierten und in der Champions League überzeugenden Stuttgarter die fünfte Niederlage. "Das muss man aufarbeiten. Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben, das beschäftigt alle. Wir haben uns gegen die Niederlage zu wenig gestemmt", monierte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und sprach von einem "Tiefpunkt in der Liga. Das ist ein Signal an alle. Jeder muss sich hinterfragen."

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid/dpa