Vierter Klub-Investor am Haken

Bericht: Uli Hoeneß arbeitet an 250-Millionen-Euro-Deal für den FC Bayern

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Uli Hoeneß und seine Bayern haben einen potenziellen Investor in Aussicht. (Foto: picture alliance / osnapix / Marcus Hirnschal)
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05.10.2026 | 17:51 Uhr
Der FC Bayern will offenbar noch im November einen weiteren Anteilseigner seiner AG präsentieren. Einem Bericht zufolge bastelt vor allem Klub-Parton Uli Hoeneß an dem Multimillionen-Euro-Deal.

Uli Hoeneß wirbt offenbar intensiv darum, dass das Heiztechnik-Unternehmen Viessmann als Investor beim FC Bayern einsteigt. Das berichtet der "Kicker". Die Münchner würden Viessmann demnach gerne schon bei ihrer Jahreshauptversammlung am 28. November als nächsten strategischen Partner des FC Bayern verkünden. Im Raum steht, dass die Viessmann Generations Group, also die Familienholding um Max Viessmann, für rund 250 Millionen Euro fünf Prozent der Anteile der FC Bayern AG erwirbt. Max Viessmann sitzt bereits im Verwaltungsbeirat des FC Bayern. Laut "Kicker" haben sich die Parteien aber noch nicht geeinigt.

Die Münchner TZ hatte Ende August berichtet, die Verhandlungen zwischen den Bayern und Viessmann befänden sich auf der Zielgeraden, die wesentlichen Punkte seien geklärt, der Deal solle zeitnah öffentlich gemacht werden. Viessmann äußerte sich dazu nicht.

Zurzeit halten die Unternehmen Adidas, Audi und Allianz je 8,33 Prozent Anteile der AG, der eingetragene Verein FC Bayern besitzt die übrigen 75 Prozent. Steigt Viessmann ein, wären 30 Prozent der AG, in die der Profifußball ausgegliedert ist, in der Hand externer Aktionäre. Die Marke von 30 Prozent hatte Klub-Patron und Ehrenpräsident Hoeneß in der Vergangenheit als Investoren-Grenze bezeichnet. Bemerkenswert ist die Summe von 250 Millionen Euro für fünf Prozent Anteile. Sie entsprächen einer Bewertung der FC Bayern AG von rund fünf Milliarden Euro.

Verschiebt sich die Macht beim FC Bayern?

Steigt Viessmann ein, könnten sich die internen Machtverhältnisse beim FC Bayern zugunsten des sogenannten Präsidialausschusses verschieben. Der frühere Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte dessen Rolle jüngst kritisiert, als der Aufsichtsrat über die Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl abstimmte. Rummenigge enthielt sich, der Präsidialausschuss hatte empfohlen, zuzustimmen.

"Mich hat etwas irritiert an der Diskussion um Max: Es ist der Eindruck entstanden, der Präsidialausschuss habe die Vertragsverlängerung bereits entschieden und diese Entscheidung nur noch an die übrigen vier Mitglieder des Aufsichtsrats weitergegeben", sagte Rummenigge der "Abendzeitung" und stellte klar: "So läuft es aber nicht. Der Präsidialausschuss kann eine Empfehlung aussprechen - entschieden aber wird im gesamten Aufsichtsrat." Für den 71-Jährigen steht damit fest, dass der Aufsichtsrat, dem er ebenso wie Hoeneß angehört, auch in Zukunft das oberste Organ des Klubs bleibt.

Der Präsidialausschuss des FC Bayern setzt sich aus den Gesellschaftern des e.V. und den Anteilseignern zusammen. Dem Gremium gehören Präsident Herbert Hainer, Ehrenpräsident Hoeneß sowie die Vertreter von Adidas, Audi und Allianz an. Alle fünf Mitglieder sitzen auch im Aufsichtsrat, wo sie schon jetzt eine numerische Mehrheit haben. Kommt Viessmann dazu, könnte der Präsidialausschuss weiter an Einfluss gewinnen.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar