"Verpiss dich mit der Kamera"

Bei Leroy Sané liegen die Nerven blank

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Leroy Sané erlebt sehr schwere Zeiten bei Galatasaray. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)
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02.11.2026 | 20:15 Uhr
Für Leroy Sané verläuft die Zeit bei Galatasaray Istanbul bislang enttäuschend. Nach torlosen Wochen kippt die Stimmung immer mehr. Sané wird dünnhäutiger.

Leroy Sané ist die öffentliche Medienschelte schon längst gewohnt, auch mit lauten Pfiffen und wütenden Fan-Diskussionen kennt sich der Offensivspieler von Galatasaray Istanbul bestens aus. In sportlich kniffligen Zeiten wird es um den 80-maligen deutschen Nationalspieler einfach nicht leiser - auch weil der Türkei-Legionär statt mit Toren nun mit schlechtem Benehmen auffällt.

"Verpiss dich mit der Kamera", murrte der 30-Jährige nach dem vergangenen Ligaspiel des Meisters gegen Konyaspor in Richtung eines TV-Mitarbeiters. Grund für den Unmut war aber nicht etwa eine Niederlage. Seine Teamkollegen lagen sich nach dem deutlichen 4:0 in den Armen, der Deutsche verfolgte diese Szene alleine aus der Ferne. Als er in der 61. Spielminute eingewechselt wurde, waren alle Tore längst gefallen.

Geduld des Trainers am Ende

13 Pflichtspieleinsätze absolvierte Sané in der laufenden Saison für den Tabellenführer der Süper Lig, treffsicher war er dabei weder als Startelfspieler noch als Joker, auch als Vorlagengeber glänzte er noch nicht. Dass sich daran in der Champions League gegen den VfB Stuttgart schon am Dienstag (18.45 Uhr/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) etwas ändert? Für Sané definitiv wünschenswert - doch die Stimmung in Istanbul ist längst gekippt. 

Mit großen Erwartungen war Sané als deutscher Nationalspieler im Sommer 2025 vom FC Bayern an den Bosporus gewechselt, von der riesigen Begeisterung der Fans ist heute nichts mehr übrig. Und auch die türkischen Medien spekulieren immer wieder: Die Geduld von Trainer Okan Buruk, einst noch großer Fürsprecher, ist längst am Ende, auch von einer Trennung im Winter soll bereits die Rede sein.

"Mal eine Lanze für Leroy" brechen

Lob ist für Sané, der von Bundestrainer Jürgen Klopp für die Länderspiele im September und Oktober nicht nominiert worden war, folglich spärlich gesät. "Ich bin überzeugt, dass er für uns noch sehr wichtig wird", sagte immerhin Galas Entwicklungsdirektor Fatih Demireli im "Kicker"-Interview. Er müsse "mal eine Lanze für Leroy" brechen: "Ich habe ihn in den letzten knapp anderthalb Jahren als großartigen Menschen kennengelernt."

Doch solange die Tore fehlen, ist das im leidenschaftlichen Istanbuler Umfeld nicht viel wert. Mit seinen Problemen ist Sané allerdings nicht ganz alleine: Auch für seinen ehemaligen DFB-Mitspieler Ilkay Gündogan läuft es in der Türkei bisher nicht nach Plan.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid