Extreme Bedingungen

Verstappen pfeift in Formel-1-Waschküche auf Kühlung

image
Max Verstappen will in Singapur ohne Kühlweste kühlen Kopf bewahren. (Foto: Pool via REUTERS)
00:00 / 02:14
08.10.2026 | 18:23 Uhr
Kein Grand-Prix-Wochenende bringt die Formel-1-Fahrer so an ihre körperlichen Grenzen wie das in Singapur. Max Verstappen evaporiert im Cockpit aber lieber, als ein kühlendes Hilfsmittel zu nutzen.

Hohe Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit und Leistungssport - das ist alles andere als eine angenehme Kombination. Eine, die die Formel-1-Piloten in Singapur an die Grenzen der Belastbarkeit treibt. Superstar Max Verstappen nimmt beim Grand-Prix-Wochenende auf dem Marina Bay Circuit trotz der Tortur keine Kühlweste in Anspruch.

"Selbst wenn es für eineinhalb Stunden funktionieren und kühlen würde, würde ich es nicht gebrauchen", sagte der viermalige Weltmeister: "Es funktioniert für eineinhalb Stunden aber nicht, hat es auch nicht - egal in welcher Kategorie." Die Schläuche, an die die Weste angeschlossen wird, enge im Cockpit zudem seinen Bewegungsradius ein.

In Singapur trägt die Formel 1 seit jeher ein Nachtrennen aus. Die Temperaturen betragen in dem südostasiatischen Stadtstaat aber auch dann noch um die 30 Grad, zudem herrscht im Oktober eine Luftfeuchtigkeit von rund 80 Prozent. Das Rennen auf dem Stadtkurs ist das längste des Jahres und bedeutet Schwerstarbeit für die 22 Fahrer. Der Automobil-Weltverband FIA hat eine Hitzewarnung herausgegeben, die Teams dürfen die Autos somit mit Kühlsystemen ausstatten.

Video poster
0:51

Formel-1-Star strampelt 420 km zum nächsten Grand Prix

Antonelli erlitt Hitzschlag nach Kühlwesten-Defekt

Verstappen ist nicht der einzige Pilot, der auf eine Kühlweste pfeift. Auch WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli verzichtet darauf. Der Mercedes-Fahrer erinnerte in Singapur daran, wie das Pumpsystem in der Vorsaison in Austin bei ihm versagte. Ein Defekt in der Weste führte dazu, dass plötzlich 50 Grad heißes Wasser durch die Schläuche lief. "Ich erlitt einen Hitzschlag nach der Einheit", sagte Antonelli. Aus der Erfahrung hat der 20-jährige Italiener eine Lehre gezogen: "Seitdem trainiere ich lieber hart, um es nicht am Wochenende zu brauchen."

Antonelli ist mit einem gewaltigen Vorsprung von Malaysia nach Singapur gekommen: In der Fahrer-WM liegt er vor dem 17 von 23 Rennen 84 Punkte vor seinem Silberpfeil-Rivalen George Russell.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar