Der Sport-Tag
22. September 2026
23:43 Uhr

Melsungen nach Pokalkrimi im Achtelfinale

Die Handballer der MT Melsungen haben nach einem Krimi gegen die Rhein-Neckar Löwen das Achtelfinale im DHB-Pokal erreicht. Im ersten von zwei Duellen innerhalb von fünf Tagen gewann das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo das packende Zweitrundenspiel in der Kasseler Rothenbach-Halle nach Verlängerung mit 35:33 (29:29, 17:16), am Samstag (20.00 Uhr/Dyn) kommt es in Mannheim zum schnellen Wiedersehen in der Bundesliga.

Torhüter Nebojsa Simic hielt 53 Sekunden vor dem Ende der Overtime einen Siebenmeter gegen Superstar Kentin Mahé, der Däne Aaron Mensing - mit sieben Treffern bester MT-Werfer - brachte auf der Gegenseite die Entscheidung. Nach zuvor sechs Niederlagen gewann European-League-Sieger Melsungen zum ersten Mal ein Pokalspiel gegen die Mannheimer - und sorgte zwei Tage nach dem umjubelten Ligasieg gegen Meister SC Magdeburg (37:34) für das nächste dicke Ausrufezeichen. 

23:10 Uhr

Deutsches Erfolgs-Doppel verkündet Tennis-Trennung

Kevin Krawietz und Tim Pütz gehen im kommenden Jahr getrennte Wege. Das Aus des deutschen Spitzen-Doppels bestätigte Krawietz der "Neuen Presse Coburg". Schon nach dem verlorenen US-Open-Finale Mitte September hatte der 38 Jahre alte Pütz das Ende der erfolgreichen Partnerschaft angedeutet, in Zukunft will er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Krawietz wird ab dem kommenden Jahr mit dem Kroaten Mate Pavic, früherer Weltranglistenerster im Doppel, auf den Tennisplätzen dieser Welt stehen.

Seinen zukünftigen Partner und Nikola Mektic hatte der Deutsche erst am vergangenen Wochenende in der zweiten Qualifikationsrunde im Davis Cup zusammen mit Pütz geschlagen. "Am Sonntag in Halle haben wir die Sache festgeklopft", sagte Krawietz: "Ich hatte vorher auch schon Anfragen von anderen Spielern, aber nach dem längeren Gespräch mit Mate war sehr schnell klar, dass wir das nun versuchen wollen." Krawietz und Pütz spielen seit 2023 als Duo, ihr größter Erfolg war der Sieg bei den ATP Finals 2024. Einen gemeinsamen Grand-Slam-Titel konnte sie nicht holen, schon 2024 hatten Krawietz/Pütz im Finale der US Open eine Niederlage kassiert.

22:07 Uhr

Berliner Olympia-Bewerber schießen gegen Wahlsiegerin Eralp

Berlins Olympia-Beauftragter Kaweh Niroomand sieht das Ergebnis der Evaluierungskommission für den deutschen Bewerber als kleineres Hindernis für die Hauptstadt, als die Aussagen von Wahlsiegerin Elif Eralp. "Das viel Tragischere ist, dass Frau Eralp innerhalb von 45 Sekunden die ganze Bewerbung vom Tisch gewischt hat, dadurch eine enorme Verunsicherung unter die Verbände gebracht hat, damit auch absolut unsere Chancen richtig verringert hat", sagte der 73-Jährige.

"Und zwar mit einem Stil, ohne mit uns im Vorfeld zu reden. Nach der Wahl sollte man schon über einige Positionen nachdenken", sagte Niroomand. Auf ein Gesprächsangebot und einen offenen Brief des Kuratoriums für die Bewerbung Berlins um die Olympischen und Paralympischen Spiele an die Linken-Politikerin sei ihm mitgeteilt worden, "dass alles eigentlich schon gesagt ist".

"Wenn das der neue Stil ist, wie man mit Andersdenkenden in der Stadt umgehen will, und so respektlos gegenüber anderen Menschen auftritt, die vielleicht eine andere Meinung haben, halte ich das für eine sehr gefährliche Entwicklung in nächster Zeit", sagte Niroomand. Er gehe nicht davon aus, dass es vor der Entscheidung der DOSB-Mitgliederversammlung am Samstag noch zu einem Austausch kommen werde. "Das finde ich schon sehr eigenartig", sagte der langjährige Geschäftsführer von Volleyball-Meister BR Volleys.

21:09 Uhr

Hamann: Wirtz und Liverpool ein "großes Missverständnis"

Florian Wirtz und der FC Liverpool - das passt bisher überhaupt noch nicht zusammen. Der frühere Liverpool-Profi Dietmar Hamann sieht den 150-Millionen-Transfer bereits als großes Missverständnis - und den FC Bayern womöglich als Rettungsanker.

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Hamann: Wirtz und Liverpool ein "großes Missverständnis"

20:19 Uhr

Max Kruse ledert gegen DFB-Kapitän Kimmich

Joshua Kimmich bleibt wohl auch unter Jürgen Klopp Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Für den früheren Nationalspieler Max Kruse ist er aber eine Fehlbesetzung. "Leadership zeigt sich nicht nur durch die Binde und hartes Einsteigen, Leadership ist so viel mehr - Kimmich ist für mich nicht der Richtige dafür", sagte Kruse im Podcast "Beidfüßig". Generell fehlten der Nationalelf Typen mit Ecken und Katten, im modernen Fußball sei "alles glattgebügelt", kritisierte der 38-Jährige. Er sehe keine "richtige Leader-Figur auf dem Platz".

Klopp hat angekündigt, Kimmich im DFB-Team wieder ins defensive Mittelfeld zu beordern, wo er auch beim FC Bayern spielt. Bei der WM in Amerika hatte der Kapitän als Rechtsverteidiger gespielt.

19:27 Uhr

Olympia: NRW-Ministerpräsident Wüst jubelt über Bewertung für Rhein-Ruhr

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat das Ergebnis der Evaluierungskommission für den deutschen Olympia-Bewerber als Erfolg für Köln-Rhein-Ruhr gewertet. Die Bewerbung landete mit 85 von 100 möglichen Punkten zwar knapp hinter München (87), aber deutlich vor der Hauptstadt Berlin, das mit 74,6 Punkten als einziger der drei Bewerber nicht in der Sparte "sehr gut" gelistet wurde.

"Unsere Bewerbung hat die Note sehr gut erhalten, gemeinsam mit der bayerischen Bewerbung sind wir in der bestmöglichen Kategorie Kopf an Kopf. Das zeigt, dass die Entscheidung am Samstag sicher ein ganz enges Rennen wird", sagte Wüst mit Blick auf die Entscheidung, die bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden fällt. Er sprach von "einer richtig starken Nachricht" für Köln-Rhein-Ruhr sowie Olympia in Deutschland. Die Bewerbung mit Köln an der Spitze gilt als härtester Herausforderer von Favorit München. "Für uns ist klar: Wir haben auch international die besten Chancen. Wenn es nach den neuen Kriterien des IOC geht, führt an unserer Bewerbung kein Weg vorbei. Genau solche Spiele wünscht sich das IOC unter Präsidentin Kirsty Coventry: modern, kompakt, nachhaltig, weniger kostspielig und weniger komplex", fügte Wüst an.

18:21 Uhr

Bayern-Legende will Karriere "bald" fortsetzen

Der österreichische Fußball-Nationalspieler David Alaba steht nach monatelanger Vereinslosigkeit angeblich kurz vor der Fortsetzung seiner Karriere. "Er wird bald verkünden, wie es weitergeht", sagte sein Vater George Alaba in einem Interview mit der "Kronen Zeitung". Interesse gebe von Klubs aus den USA und Europa sowie vom österreichischen Rekordmeister Austria Wien. Für die anstehenden Spiele der Nations League wurde Alaba von Teamchef Ralf Rangnick nicht nominiert, seinen Rücktritt hat der 34-Jährige allerdings noch nicht verkündet. "Es geht ihm hervorragend. Er ist fit und fühlt sich wohl", sagte Vater George über den Fitnesszustand seines Sohnes.

Alaba war nach seiner Jugendzeit bei Austria Wien 2009 zum FC Bayern gewechselt. Von dort ging er 2021 zu Real Madrid. Nach zahlreichen Verletzungen bestritt er sein letztes Spiel für die Königlichen am 23. Mai. Bei der anschließenden WM in Nordamerika kam der ÖFB-Kapitän im Sechzehntelfinale gegen den späteren Weltmeister Spanien (0:3) zum 125. Mal für die Nationalmannschaft zum Einsatz. Bei der Vereinssuche gebe "aus Respekt vor seinen ehemaligen Vereinen" Einschränkungen, sagte George Alaba. Zugleich bestätigte er Kontakte mit der Wiener Austria. "Ja, sie wollen. David will auch. Im Moment ist es aber zu früh für ihn. Er hat noch viel vor, was den Fußball betrifft." Eine Rückkehr zu seinem ehemaligen Verein könne sich aber irgendwann "ergeben".

17:31 Uhr

Verstappen-Kollege kehrt ins Red-Bull-Cockpit zurück

Isack Hadjar kehrt nach seiner Verletzungspause zurück in den Formel-1-Rennwagen von Red Bull. Der 21 Jahre alte Franzose wird das zweite Auto des Teams neben dem viermaligen Weltmeister Max Verstappen am kommenden Wochenende beim Großen Preis von Aserbaidschan steuern. Das gab Red Bull Racing bekannt. 

Hadjar hatte sich in der Sommerpause am Handgelenk beim Fitnesstraining verletzt und die Grand Prix' in Zandvoort, Monza und Madrid auslassen müssen. Liam Lawson, der ihn ersetzt hatte, wird nun wieder für das zweite Team des österreichischen Unternehmens, Racing Bulls, fahren. Yuki Tsunoda, der bei den Racing Bulls für Lawson eingesprungen war, wird wieder die Rolle des Ersatzfahrers übernehmen.

16:48 Uhr

Deutscher Traditionsklub macht Song Contest für neue Stadionhymne

20 Jahre lang wurde vor jedem Heimspiel des FC St. Pauli das bekannte Hans-Albers-Lied "Das Herz von St. Pauli" gespielt. Seit 2025 die NS-Vergangenheit des Texters bekannt wurde, ist das aber nicht mehr der Fall.

Heute hat der Fußball-Zweitligist einen Song Contest begonnen, mit dem eine neue Stadionhymne gesucht wird. Beteiligen können sich alle vom einfachen Fan und Mitglied bis zur professionellen Band. "Ein fertig produzierter Studiosong ist dafür nicht zwingend notwendig: Auch Demos und musikalische Skizzen sind ausdrücklich willkommen", heißt es in dem Aufruf des Klubs. Hintergrund ist, dass die Hamburger nach der vieldiskutierten Streichung des "Herz' von St. Pauli" eine Stadionumfrage durchführten, in der rund 86 Prozent der mehr als 10.000 Teilnehmenden klarstellten: Wir wollen ein neues Stadionlied. Vorschläge können bis zum 15. Oktober über ein Formular auf der Internetseite des FC St. Pauli eingereicht werden. Danach werden alle Einsendungen auf einer weiteren Website präsentiert und in einem mehrstufigen Verfahren zur Abstimmung gestellt.

15:51 Uhr

Formel-1-Team sortiert offenbar Stammpilot aus

Formel-1-Team Haas wird in der Saison 2027 offenbar mit einem neuen Fahrer ins Rennen gehen. Laut Angaben des italienischen Fachportals "Autoracer" handelt es sich dabei um den 21-jährigen Brasilianer Rafael Câmara. Der Deal sei schon "fast beschlossen", heißt es. Câmaras Verpflichtung würde im Gegenzug das Aus für Esteban Ocon bedeuten. Der Franzose ist schon seit Monaten schwer angezählt. Dass er sein Cockpit verlieren wird, ist dementsprechend nicht mehr überraschend. Offen war bislang nur die Frage, wer auf ihn folgen würde.

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Diese Entscheidung ist laut "Autoracer"-Informationen in den letzten Tagen bei den Testfahrten im spanischen Jerez gefallen. Dort waren neben Câmara unter anderem auch Jack Doohan und Leonardo Fornaroli im Einsatz. Die Daten des Brasilianers sind dem Bericht zufolge am vielversprechendsten gewesen.

15:11 Uhr

Italien oder DFB? Von Klopp umworbener Stürmer vertagt "50:50"-Entscheidung

Jürgen Klopp will ihn, Roberto Mancini will ihn, doch Nicolò Tresoldi lässt sich noch Zeit: Der Stürmer wird die Entscheidung zwischen Deutschland und Italien erst nach der U21-EM im Sommer 2027 treffen. "Mein Herz ist 50:50. Beide Länder bedeuten mir sehr viel", sagte der 22-Jährige. Bis dahin will der Torjäger des FC Brügge weiter das Trikot der deutschen U21-Auswahl tragen.

Schon am Samstag läuft Tresoldi somit in der EM-Qualifikation wieder für das Team von Trainer Antonio Di Salvo auf. "Ich trage mit Stolz das Deutschland-Trikot, bin super gerne hier. Ich möchte noch die EM hier spielen. Danach werden wir sehen, wie es weitergeht", sagte er. Bundestrainer Klopp hatte zuletzt den Austausch mit Tresoldi gesucht. "Wir hatten gute Gespräche. Ich habe Kloppo meine Situation erklärt, und er hat es verstanden. Er ist ein super Mensch. Das war kein Trainer-Spieler-Gespräch, sondern wie ein Vater-Sohn-Gespräch. Er meinte, dass die Tür für mich immer offen ist", sagte Tresoldi.

Auch Italiens neuer Nationaltrainer Mancini hatte zuletzt bei Tresoldi angeklopft. "Zu ihm habe ich das Gleiche gesagt wie zu Kloppo", so Tresoldi, der über seine Mutter auch für Argentinien spielberechtigt wäre. Der auf Sardinien geborene Tresoldi war im Alter von 13 Jahren mit seiner Familie aus Italien nach Deutschland gezogen, seit 2022 spielt er für die Nachwuchsmannschaften des DFB.

14:39 Uhr

Davis-Cup-Team um Zverev hat Losglück

Alexander Zverev und das deutsche Davis-Cup-Team treffen bei der Finalrunde in Bologna im Viertelfinale auf Großbritannien. Im Falle eines Weiterkommens würde es die Auswahl danach im Halbfinale mit dem Gewinner des Duells Spanien gegen Österreich zu tun bekommen.

Im vergangenen Jahr war Deutschland im Halbfinale an Spanien gescheitert. Das Final 8 findet vom 24. bis 29. November statt. Der genaue Spieltermin für das deutsche Viertelfinale gegen Großbritannien steht noch nicht fest. "Mit Großbritannien hatten wir in den letzten Jahren heiße Duelle, die immer spannend waren. Sie haben ein extrem starkes Doppel, was in diesem Format natürlich eine starke Rolle spielt", sagte Teamchef Michael Kohlmann, der in Kevin Krawietz und Tim Pütz allerdings ebenfalls über ein Weltklasse-Doppel verfügt.

13:40 Uhr

Maxi Klötzer erboxt sich EM-Medaille

Boxerin Maxi Klötzer hat bei der Europameisterschaft in Sofia eine Medaille sicher. Die 26-Jährige besiegte die Ungarin Laura Horvath im Viertelfinale der Gewichtsklasse bis 51 Kilogramm nach Punkten mit 5:0. Im Halbfinale trifft Klötzer, die bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris im Sechzehntelfinale ausgeschieden war, auf die Spanierin Laura Fuertes. Da die Verliererinnen der Halbfinals beide eine Bronzemedaille erhalten, ist das erste Edelmetall für den Deutschen Boxsport-Verband (DBV) bei den Titelkämpfen in der bulgarischen Hauptstadt perfekt. Die EM läuft noch bis zum kommenden Freitag.

13:05 Uhr

"Völkermord", "Dummheit und Heuchelei": Zoff zwischen Irland und Israel eskaliert

Die bevorstehenden Duelle in der Nations League zwischen Irland und Israel werden zunehmend von politischen Debatten und schweren Vorwürfen überschattet. Nachdem Irlands Nationalcoach Heimir Hallgrimsson zunächst mit einer "Völkermord"-Aussage hatte aufhorchen lassen, übte der israelische Fußballverband (IFA) nun scharfe Kritik.

"Wir haben in unzähligen Bereichen einen Beitrag für die Welt und die Menschheit geleistet und dabei eine beeindruckende Anzahl von Nobelpreisen gewonnen", schrieb der Verband via Social Media: "Leider haben wir noch kein Heilmittel gegen die Dummheit, Ignoranz und Heuchelei gefunden, die der Nationaltrainer Irlands an den Tag legt. Wir spielen nicht mit Ignoranz, Heuchelei und Dummheit - wir spielen gegen den Trainer, der all das verkörpert." Hallgrimsson hatte bei der Bekanntgabe seines Kaders für die anstehenden Nations-League-Spiele, in deren Rahmen Irland auch zweimal auf Israel trifft, gesagt: "Wir spielen nicht mit Völkermord, wir spielen gegen Völkermord. Wir spielen gegen Israel, wir spielen nicht mit Israel."

11:47 Uhr

Rad-Heldin musste sich als Mann verkleiden

Fariba Hashimi war noch eine Teenagerin, als sie sich als Mann verkleidete. Nicht aus Spaß oder weil sie sich so fühlte. Nein, sie musste. Nur so konnte sie ihrer Liebe für den Radsport in Afghanistan nachgehen, zuvor war sie dafür mit Steinen beworfen worden. Heute lebt die 23-Jährige weit entfernt in Italien - und gewinnt Medaillen für ihre alte Heimat. "Ich kann meine Gefühle nicht in Worte fassen", sagte Hashimi, nachdem sie am Dienstag Silber im Straßenrennen bei den Asienspielen in Japan geholt hatte: "Diese Silbermedaille zeugt von der großen Widerstandsfähigkeit der afghanischen Frauen, und ich freue mich sehr darüber."

Als die Taliban im Jahr 2021 in Afghanistan die Macht zurückerlangten, schränkten sie den Zugang von Frauen zu Bildung und zum öffentlichen Leben, einschließlich des Sports, drastisch ein. Hashimi flüchtete mit der Hilfe der früheren Weltmeisterin Alessandra Cappellotto in deren italienische Heimat, wo sie lebt und trainiert.

"Ich bin in einem Land geboren, in dem Frauen, die Träume haben, angegriffen werden, und ich bin wirklich froh, dass ich dagegen gekämpft habe", sagte Hashimi, die gemeinsam mit ihrer Schwester Yulduz, ebenfalls Radprofi, an den Olympischen Spielen 2024 in Paris teilgenommen hatte. Nach ihrem Erfolg bei den Asian Games in der japanischen Präfektur Aichi und deren Hauptstadt Nagoya dankte Hashimi besonders dem japanischen Team, das ihr bei der Wartung ihres Rades geholfen habe.

11:11 Uhr

Iran holt Ex-Bundesliga-Profi nach Verrats-Vorwürfen zurück

Der ehemalige Bundesliga-Profi Sardar Azmoun ist nach seinem Ausschluss aus Irans WM-Kader erstmals wieder für die Nationalmannschaft nominiert worden. Trainer Amir Ghalenoei berief den früheren Stürmer von Bayer Leverkusen in das Aufgebot für die Vorbereitungsspiele auf die Asienmeisterschaft in Saudi-Arabien (ab 7. Januar) gegen Usbekistan und Russland.

"Dieser Weg ist nicht immer so verlaufen, wie ich es mir gewünscht hätte, aber ich bin nie müde geworden, dieses Trikot zu lieben", schrieb der Profi des saudi-arabischen Erstligisten Shabab Al-Ahli auf Instagram. "Als ich heute erfahren habe, dass ich wieder nominiert bin, war meine Freude genauso groß wie beim ersten Mal."

Noch im März hatte Ghalenoei den 31-Jährigen aus dem Kader gestrichen und ihn nicht für die WM nominiert. Grund dafür war laut Medien ein Instagram-Post Azmouns, der ihn an der Seite des Premierministers der Vereinigten Arabischen Emirate zeigte – eines Partners der USA. Von iranischen Staatsmedien war er dafür teils scharf kritisiert und unter anderem mit Vorwürfen des Verrats konfrontiert worden.

Bei der WM schied der Iran ohne seinen drittbesten Torschützen der Länderspielgeschichte (57 Tore) nach drei Unentschieden gegen Neuseeland (2:2), Belgien (0:0) und Ägypten (1:1) in der Gruppenphase aus.

10:26 Uhr

Lewis Hamilton flirtet offenbar deutsche TV-Moderatorin an

Formel-1-Superstar Lewis Hamilton hat bei einer Dating-App für Prominente offenbar versucht, bei der deutschen TV-Moderatorin Lola Weippert zu landen. Über den Kontaktversuch des siebenmaligen Weltmeisters auf Raya, einer Plattform, die als Promi-Tinder gilt, packte die 30-Jährige selbst im Podcast "Schön laut" aus, den sie gemeinsam mit Sängerin Vanessa Mai betreibt.

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"Er hat mir geschrieben und mich eingeladen", sagte Weippert über Hamiltons angeblichen Flirt-Versuch, "aber ich habe ihm nicht geantwortet". Wann sich Hamilton bei ihr meldete, verriet Weippert nicht - dafür aber ausführlich, warum sie ihn abblitzen ließ. "Ich habe ihm nicht geantwortet, weil ich dachte, das ist nicht mein Typ. Ich dachte mir so, ich will keine Lewis-Hamilton-Spielerfrau sein", erklärte die frühere Radio-Moderatorin, die heute im Fernsehen unter anderem für RTL tätig ist.

09:45 Uhr

Heißes Gerücht: FC Arsenal macht Jagd auf DFB-Stürmer

Der FC Arsenal zielt es auf den deutschen Stürmer Kevin Schade vom FC Brentford ab, berichtet das Portal "CaughtOffside" mit Verweis auf "football.london". Der 24-Jährige ist mit drei Toren in der Premier League in die neue Saison gestartet und hat es so auch in den ersten Länderspielkader des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp geschafft. Schade debütierte in der DFB-Auswahl im Jahr 2023 unter Hansi Flick, auch Julian Nagelsmann setzte bereits auf den Potsdamer. Für die WM war der Linksaußen dann aber nicht nominiert worden.

Die Gunners sollen bei Kevin Schade nun im Winter einen Vorstoß wagen. Der Ex-Freiburger, der 2023 für 25 Millionen Euro nach Brentford kam, soll in London die Rolle des Herausforderers annehmen und den Konkurrenzkampf anheizen.

09:01 Uhr

Letzte Chance für "Quarterback" Joshua Kimmich

Joshua Kimmich saß beim gemeinsamen Oktoberfestbesuch am Tisch des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in seiner Tracht mittendrin. Und auch in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird der Kapitän künftig wieder eine zentrale Position einnehmen. Kimmich hinten rechts? Die Zeiten sind unter Jürgen Klopp endgültig vorbei.

"Wir sehen ihn als Mittelfeldspieler", berichtete der neue Bundestrainer über den Austausch mit seinen Assistenten: "Wir hatten nicht ein Gespräch, in dem wir von ihm als Rechtsverteidiger gesprochen haben." Die klare Ansage nahm Kimmich höchst erfreut zur Kenntnis. Schließlich fühlt sich der 31-Jährige auf der Position im defensiven Mittelfeld nicht nur bei Bayern München pudelwohl. Im Maschinenraum hat er den größten Einfluss auf die Mannschaft, hier können sich die Mitspieler an ihm orientieren.

Bei der WM gab Kimmich noch der Bitte von Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann nach, der ihn mangels Alternativen zurück in die Viererkette versetzte. Doch dort hatte Kimmich mehr mit sich selbst und den flinken Flügelspielern wie Yan Diomande zu tun. Die Rückversetzung ins Mittelfeld ist für den Ehrgeizling eine Chance - vielleicht die letzte in der DFB-Auswahl. Nach dem erneuten WM-Desaster gilt es, etwas gutzumachen. Mal wieder. Fünf Turniere in Serie setzte die DFB-Elf in den Sand - auch Kimmich war immer wieder ein Gesicht des Scheiterns. 

08:32 Uhr

Horrorjahr für deutsche Tennisspielerin: Eva Lys kassiert herbe Abreibung

Die Negativserie von Tennisspielerin Eva Lys geht weiter. Die 24-Jährige verlor beim WTA-Hartplatzturnier in Seoul klar mit 1:6, 2:6 gegen die Rumänin Elena-Gabriela Ruse und schied damit bereits in der ersten Runde aus. Nach 1:09 Stunden war die Partie für Lys beendet. 

Für Lys war es im 26. Spiel des Jahres die 18. Niederlage. Bei keinem Turnier auf der WTA-Tour kam sie über das Achtelfinale hinaus. Sie war zu Jahresbeginn noch in den Top 40 der Weltrangliste gewesen und ist inzwischen auf Rang 100 abgerutscht. Beste deutsche Spielerin im Klassement ist derzeit Tamara Korpatsch auf Position 51.

07:41 Uhr

Warum Bayern-Star Karl in "Kader II" des DFB wechselt

Offensiv-Juwel Lennart Karl vom FC Bayern ist offenbar wegen einer leichten Verletzung in den "Kader II" der deutschen Nationalmannschaft für die anstehenden Länderspiele gewechselt. "Sky" zufolge plagen den 18-Jährigen leichte muskuläre Beschwerden. Die Entscheidung, Karl zunächst weiter individuell in München trainieren zu lassen, habe der DFB in Absprache mit dem FC Bayern getroffen, heißt es weiter. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme.

Karl wird im ersten Aufgebot des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp vom ehemaligen BVB-Profi Karim Adeyemi ersetzt, der eigentlich für den "Kader II" vorgesehen war. Der DFB hatte die Entscheidung mit Belastungssteuerung erklärt. Adeyemi steht Klopp nun für die Nations-League-Duelle am Donnerstag gegen die Niederlande sowie am Sonntag gegen Griechenland zur Verfügung. Karl übernimmt seinen Platz im Aufgebot gegen Serbien am 1. Oktober und beim zweiten Aufeinandertreffen mit Griechenland am 4. Oktober.

07:09 Uhr

Adams' Sensationsspiel bringt LA Rams ersten Saisonsieg

Wide Receiver Davante Adams dreht beim klaren Heimerfolg der Los Angeles gegen die New York Giants so richtig auf und spielt eines seiner besten Spiele überhaupt. Als Krönung fängt er zwei Touchdown-Pässe von Matthew Stafford.

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Adams-Gala bringt Rams ersten Saisonsieg

06:30 Uhr

Jürgen Klopp verschickt überraschende Briefe

Jürgen Klopp hat für seine Bundestrainer-Mission offenbar in einem Brief um die Unterstützung aller früheren Nationalspieler geworben. Die "Bild"-Zeitung zitiert aus einer entsprechenden Mail an die DFB-Allstars, also an alle Spielerinnen und Spieler mit mindestens einem Länderspiel. "Ich freue mich sehr, wenn Ihr unsere Nationalmannschaft bei ihrem Neustart auf dem Weg Richtung Europameisterschaft 2028 weiter begleitet und unterstützt. Denn wir alle sind die Nationalmannschaft", heißt es dort unter anderem.

Klopp versucht also, die wichtigsten und teils auch einflussreichsten Persönlichkeiten im deutschen Fußball hinter sich und der Mannschaft zu vereinen. "Ich war als Spieler meilenweit von einer Nominierung entfernt, heute darf ich sie als Bundestrainer selbst vornehmen. Das ist ein großes Privileg, das ich sehr zu schätzen weiß. So wie ich Eure Verdienste gar nicht hoch genug einschätzen kann", zitiert die Bild: "Ich bin unheimlich stolz, seit dem 15. August Teil der DFB-Familie sein zu dürfen. Eurer Familie."

Klopp feiert sein Debüt als Chefcoach des DFB-Teams am Donnerstag (20.45 Uhr/RTL und im Liveticker bei ntv.de) in der Amsterdamer Johan Cruyff Arena gegen den Erzrivalen Niederlande. Bis zum 4. Oktober stehen für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vier Spiele auf dem Programm.

05:40 Uhr

Jupp Heynckes weint nach Tod seines Freundes hemmungslos

Jupp Heynckes hat mit großer Bestürzung auf den Tod seines langjährigen Freundes und Wegbegleiters Peter Hermann reagiert. In einem emotionalen Gastbeitrag für den "Kicker" bezeichnete der 81-Jährige seinen "ewigen" Co-Trainer als "stets loyalen Partner auf Augenhöhe". Heynckes und Hermann seien "Brüder im Geiste" gewesen, nie habe es "Dissonanzen oder gar Streit" zwischen den beiden gegeben.

Hermann war am Samstag im Alter von 74 Jahren verstorben. Er litt an der Nervenkrankheit ALS. Heynckes erfuhr die traurige Nachricht vom Tod seines Freundes von dessen Tochter Rebecca. "Meine Frau Iris und ich saßen am Tisch und konnten unsere Tränen nicht mehr aufhalten. Das menschliche Vokabular bietet für solche Situationen nicht die passenden Worte, um auszudrücken, wie uns dieser Verlust getroffen hat."

Auch nachdem Hermann die schlimme Diagnose erhalten hatte, hielten er und Heynckes den Kontakt aufrecht. Zum letzten Mal habe Heynckes seinen Freund vor etwa drei Monaten besucht. Da "konnte er kaum noch sprechen. Sein Schwiegersohn half bei der Konversation, weil ich Peter kaum mehr verstehen konnte", berichtete Heynckes: "Auf der Heimfahrt habe ich, das Bild meines so schrecklich gezeichneten Freundes vor Augen, im Auto bitterlich geweint."