FC Bayern lässt 17-jähriges Juwel ziehen
Der FC Bayern München lässt Offensivtalent Wisdom Mike zum FC Brügge ziehen. Zugleich wird Stürmer Bryan Zaragoza (24) bis zum Ende der Saison an Espanyol Barcelona verliehen. Der 17-jährige Mike unterschrieb in Brügge einen Vertrag bis zum Sommer 2029, wie der belgische Traditionsverein mitteilte. Laut dem Fachmagazin "Kicker" erhält der deutsche Fußball-Rekordmeister fünf Millionen Euro für den Transfer des Teenagers. Fünfmal kam Mike bisher bei den Profis zum Einsatz. Über den MSV Duisburg und Borussia Mönchengladbach war Mike im Sommer 2022 zum FC Bayern gewechselt.
Der spanische Offensivspieler Zaragoza (24) steht seit der Saison 2023/24 bei den Münchnern unter Vertrag. Er spielte zuletzt bereits auf Leihbasis bei der AS Rom. Zaragoza war für am Ende rund 15 bis 17 Millionen Euro im Winter 2024 vom FC Granada nach München gekommen. Nach sieben Profi-Einsätzen wurde er zunächst an CA Osasuna verliehen.
Megastar ausgestochen: Brasilianer knackt Weltrekord über 400 m Hürden
Der Brasilianer Alison Dos Santos hat Karsten Warholm den Weltrekord über 400 m Hürden abgenommen. Der 26-Jährige benötigte für die Stadionrunde beim Meeting der Diamond League in Zürich lediglich 45,80 Sekunden und unterbot die bisherige Bestmarke um 14 Hundertstel. Warholm, der in der Schweiz Zweiter wurde, hatte diese bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2021 aufgestellt.
"Ich habe es geschafft, ich habe es geschafft", sagte Dos Santos nach seinem Fabellauf, den er mit der brasilianischen Flagge feierte. Im norwegischen Rundfunk ergänzte der Rekordmann: "Wir haben so lange davon geredet, jetzt haben wir es geschafft. Ich bin so stolz und glücklich. Ich habe davon so lange geträumt. Aber ich glaube, ich kann das noch besser. Ich weiß, ich kann noch schneller laufen." Warholm sagte anerkennend: "Er war brillant. Es ist unglaublich. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es war ein verrückter Wettkampf." Der 30-Jährige kam in 46,69 Sekunden ins Ziel. Der Nigerianer Ezekiel Nathaniel lief in 46,50 Sekunden auf Rang drei.
Bier und Umbach holen WM-Titel
Jasmina Bier und Paul Umbach haben bei den Weltmeisterschaften im Para Rudern den Titel im Mixed-Zweier gewonnen. Die Europameister, die im vergangenen Jahr die WM-Silbermedaille geholt hatten, setzten sich auf der Bosbaan in Amsterdam in der Klasse PR2 über die 2000 m in 8:08,26 Minuten knapp gegen das chinesische Boot (8:09,24) durch. Für Bier und Umbach ist es der größte Erfolg der Karriere. Am Freitag rudern Kathrin Marchand und Valentin Luz um die erfolgreiche Titelverteidigung. Das Weltmeister-Duo hatte im Vorlauf die schnellste Zeit hingelegt.
Erste WM-Medaille für deutsches Team
Die Leichtgewichtsruderer haben dem Deutschen Ruderverband bei den Weltmeisterschaften in Amsterdam die erste Medaille beschert. Im nicht-olympischen Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier sicherten sich die frischgebackenen U23-Weltmeister Maximilian Rühling und Naveen Shah Silber hinter Usbekistan. Im Leichtgewichts-Einer verpasste Fabio Kress vier Wochen nach EM-Silber als Vierter knapp eine Medaille.
Stark präsentierten sich auf dem Bosbaan die deutschen Ruderinnen und Ruderer in den Vierer-Booten. Der zuletzt mit EM-Gold dekorierte Männer-Doppelvierer zog als Zweiter seines Halbfinals in den Endlauf am Samstagmittag ein. Auch der Männer-Vierer qualifizierte sich als Zweiter für das Finale. Bei den Frauen schafften sowohl der Vierer als auch der Doppelvierer als jeweils Dritte den Sprung in den Endlauf der besten sechs Boote.
Das ist Jürgen Klopps Fahrplan fürs erste Bundesliga-Wochenende
Für Jürgen Klopp beginnt die Arbeit als neuer Bundestrainer unmittelbar nach seiner Amtsübernahme. Bereits am Freitag stehen Gespräche mit den Verantwortlichen des FC Bayern München und VfB Stuttgart auf dem Terminplan. Am Abend wird Klopp dann beim Bundesliga-Auftakt (20.30 Uhr/Sky und Sat.1 und im Liveticker auf ntv.de) in der Allianz Arena zugegen sein.
Das Wochenende nutzt der Bundestrainer für weitere Beobachtungen. Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) wird der 59-Jährige das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Augsburg und FC Schalke 04 vor Ort verfolgen. Zuvor verabschiedet sich Klopp am Samstagabend in der RB-Zentrale in München von Red Bull. Damit schließt der Trainer das Kapitel seiner bisherigen Tätigkeit beim Getränkekonzern ab.
Korruptionsverdacht: Polens Olympiachef festgenommen
Der Präsident des Polnischen Olympischen Komitees (PKOI) ist im Rahmen von Korruptionsermittlungen festgenommen worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Justizkreise meldete, soll Radoswlaw Piesiewicz im Zusammenhang mit der Vergabe von Sponsorenverträgen durch das PKOI Schmiergeldzahlungen angenommen haben. Im Speziellen soll es dabei um Zondakrypto, eine Plattform für digitale Währungen, gehen. Die polnische Regierung wirft Zondakrypto, seit 2025 Hauptsponsor des PKOI, Verbindungen zum organisierten Verbrechen vor. Zudem soll die Firma in großen finanziellen Schwierigkeiten stecken.
Wie polnische Medien berichten, habe Piesiewicz vom Zondakrypto-Chef Przemyslaw Kral diverse Zuwendungen erhalten, darunter eine Luxus-Uhr, Reisen nach Monaco und Bergamo sowie Fußballtickets. Piesiewicz, zuvor Präsident des polnischen Basketballverbandes, bestreitet die Vorwürfe. Die Uhr beispielsweise habe er Kral abgekauft.
Am Geburtstag Bundestrainer: "Unheimlich stolz"
Gestern sickerte es durch, nun ist es offiziell: André Rankel wird die Nationalmannschaft als neuer Bundestrainer zur Heim-WM im kommenden Jahr führen. An seinem 41. Geburtstag, wurde er im Münchner SAP Garden offiziell vorgestellt. "In zweierlei Hinsicht ein ganz besonderer Tag" sei es, sagte er daher, aber "Geburtstag hatte ich jetzt schon 41 Mal". Der Job als Bundestrainer sei "eine Ehre für mich, ich bin unheimlich stolz, das Vertrauen geschenkt zu bekommen."
Rankels Referenzen überzeugten den DEB, obwohl es eine überraschende Wahl ist: 17 Jahre lang, seine gesamte Laufbahn, stand er für Berlin auf dem Eis, war lange Zeit Kapitän und siebenmal deutscher Meister, als Co wirkte er zuletzt an drei weiteren Titeln mit.
Schuld am blamablen WM-Aus? DFB-Star grübelte
Publikumsliebling Deniz Undav hat nach dem blamablen WM-Aus mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft noch wochenlang über seinen Anteil an der Turnierpleite gegrübelt. "Die ganze Zeit habe ich darüber nachgedacht, ob unser Ausscheiden auch meine Schuld war, weil ich gegen Paraguay gleich nach ein paar Minuten vergeblich aufs Tor geschossen hatte, statt den Ball quer zu passen. Aber ich hatte in dem Moment einfach nicht gesehen, dass ein Mitspieler vielleicht besser positioniert war", sagte Undav dem am Freitag erscheinenden "Bundesliga-Magazin".
Grund für Undavs Zweifel war auch eine Aussage des damaligen Bundestrainers Julian Nagelsmann unmittelbar nach dem Aus im Sechzehntelfinale. "Da stehen wir zu viert alleine vor dem Tor", sagte Nagelsmann damals über eine Szene in der fünften Minute, "da müssen wir nur querspielen, dann schieben wir den Ball ins leere Tor. Da chippt der Deniz den irgendwie auf den zweiten Pfosten. Das ist eine ganz einfache Aktion, da war ja nicht viel dahinter."
Auf keinen Fall Barca: Atlético spricht Transfer-Machtwort
Atlético Madrid hat seinem Stürmer Julian Alvarez endgültig eine Absage für einen Transfer zum FC Barcelona erteilt. "Der Vorstand unterstützt die Strategie des Klubs einstimmig. Ein Wechsel von Julian Alvarez zum FC Barcelona wird nicht verhandelt", hieß es in einem Klub-Statement. Alvarez steht in Madrid noch bis 2030 unter Vertrag. Barça-Trainer Hansi Flick möchte den argentinischen Ex-Weltmeister unbedingt als Ersatz für den in die USA gewechselten Robert Lewandowski verpflichten. Einen Wechsel zu einem anderen Klub schließt Atlético nicht aus. Man sei "offen für auf dem Transfermarkt übliche Verhandlungen", bei denen die Klubs respektvoll miteinander umgehen.
Alvarez hatte seinen Wechselwunsch während der WM öffentlich gemacht. Zunächst ging es um einen Transfer zu Real Madrid, den Atlético ablehnte. Dann kam Barça ins Spiel. Wegen der Spekulationen um einen Wechsel war Alvarez am Sonntag im Spiel gegen den FC Villarreal von den eigenen Fans ausgepfiffen worden. In dieser Woche fehlte der 26-Jährige am Mittwoch und Donnerstag beim Training von Atlético, berichtet die Sportzeitung "Marca". Offiziell soll der Stürmer sich unwohl fühlen.
Deutscher Gold-Sprinter von Saison-Aus eingeholt
Für Deutschlands Top-Sprinter Owen Ansah ist die Saison verletzungsbedingt vorzeitig beendet. Damit wird der 200-Meter-Europameister am Sonntag auch nicht beim ISTAF in Berlin an den Start gehen können. "Ich habe mich sehr auf den Wettkampf gefreut, aber mein Körper zeigt mir gerade, dass es Zeit ist, ihm die nötige Ruhe zu geben. Die Enttäuschung darüber ist natürlich groß", schrieb Ansah bei Instagram, ohne dabei genaue Angaben zu seiner Blessur zu machen: "Jetzt werden die Spikes erstmal beiseitegelegt und die Flip-Flops rausgeholt".
Ansah hatte zuletzt bei der EM Bronze über die 100 Meter gewonnen, drei Tage später stürmte der 25-Jährige über 200 Meter zu Gold. Allerdings ist unklar, ob Ansah seine Medaillen behalten darf, da die Nationale Anti Doping Agentur für ihn wegen eines mutmaßlich verweigerten Dopingtests eine Sperre von vier Jahren fordert.
Kein Sieg - und trotzdem international: Schotten-Klub gelingt Kurioses
Der schottische Vizemeister Heart of Midlothian hat in der Conference League ein besonderes Kunststück vollbracht. Der Klub aus Edinburgh hat keines seiner sechs Spiele in der Qualifikation nach 90 oder 120 Minuten gewonnen - und darf trotzdem in der Ligaphase des kleinsten Europapokals antreten. Wie das? Los ging es in der zweiten Qualirunde, noch in der Champions League, gegen Sturm Graz. Gegen den österreichischen Vizemeister setzte es zwei Pleiten (0:4, 0:2), woraufhin die Hearts in die Europa League "abstiegen". Dort waren die Schotten in der dritten Qualirunde gegen den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon chancenlos (1:6/1:1) und wurden in die Conference League relegiert.
In den dortigen Playoffs glückte gegen Österreichs Rekordchampion Rapid Wien ebenfalls kein "echter" Sieg (2:2, 2:2 n.V.), aber das 4:3 im Elfmeterschießen ließ die Hearts doch noch jubeln. "Ich bin so stolz auf die Jungs", sagte Trainer Wouter Vrancken, der wie ein Dutzend Profis neu im Klub ist. "Sie haben sich belohnt, ich freue mich sehr für sie." Auch ohne "echten" Sieg.
"Unglaublich harmonisch": Eberl schwärmt von Vertragsgesprächen
Eine Vertragsverlängerung von Stürmer Harry Kane beim FC Bayern scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die Gespräche verliefen "unglaublich harmonisch", sagte Sportvorstand Max Eberl gegenüber ntv/RTL und Sky. Es herrsche "ein unglaubliches Miteinander", so Eberl: "Ein Spieler, der sehr gerne bleiben möchte, ein Verein, der sehr gerne verlängern möchte. Und natürlich geht es jetzt trotzdem um Details, die es zu klären gilt."
Kanes Vertrag bei den Münchnern läuft im kommenden Sommer aus, im Gespräch ist eine Verlängerung bis mindestens 2029. Zuletzt hatten beide Seiten mehrfach ihre gegenseitige Wertschätzung kundgetan. Kane hatte in der vergangenen Saison in 51 Pflichtspielen für die Bayern 61 Tore geschossen. Zuletzt wurde der 33-Jährige mit dem Goldenen Schuh als bester Torjäger Europas ausgezeichnet, auch die Wahl zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewann er.
Pokal-Krawalle: Verwüstete 1. FC Kaiserslautern die Kabine?
Die Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern steht nach den Krawallen im Pokalderby beim SV Waldhof Mannheim unter Verdacht, die Gäste-Kabine im Carl-Benz-Stadion beschädigt zu haben. Dies geht aus Fotos und einem Faktencheck hervor, die die "Rheinpfalz" veröffentlicht hat. Der Fußball-Drittligist aus Mannheim bestätigte die Echtheit der Bilder, der FCK hat sich bisher nicht dazu geäußert.

Köster: "Muss Selbstregulierung der Fanszenen geben"
Die Fotos zeigen nicht nur jede Menge Müll und Schmutz auf dem Boden der Kabine, sondern auch kaputte Platten an der Decke. Das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen dem baden-württembergischen Drittligisten aus Mannheim und dem pfälzischen Zweitligisten hatte am vergangenen Freitag kurz vor dem Abbruch gestanden. Der 1:0-Auswärtssieg der Roten Teufel nach Verlängerung war im ausverkauften Carl-Benz-Stadion von Krawallen, Pyrotechnik und einem Platzsturm überschattet worden.
"Er bleibt": Umstrittener Kind gibt umstrittenem Trainer Rückendeckung
Zwei Spiele, zwei Niederlagen: Aufstiegskandidat Hannover 96 hat einen Fehlstart in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga hingelegt. Der Aufsichtsrats-Chef und Geldgeber Martin Kind hat vor dem Spiel bei Darmstadt 98 (Sonntag, 13.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) trotzdem ein klares Bekenntnis zu dem umstrittenen Trainer Christian Titz abgegeben. "Er bleibt", sagte Kind bei der Talk-Veranstaltung "NP-Anstoß" der "Neuen Presse". "Er ist sehr strukturiert, hat eine klare Meinung. Er wird einen guten Job machen." Der 82 Jahre alte Unternehmer betonte aber auch: "Unser Ziel ist der Aufstieg. Wir haben noch immer eine teure Mannschaft und auch recht gute Entscheidungen getroffen. Das muss sich jetzt bestätigen."

Hannover schießt sich den Liga-Frust von der Seele
Titz kam im Sommer 2025 nach Hannover und baute dort eine völlig neue Mannschaft auf. In die neue Saison ging der 55-Jährige mit der Hypothek, den ersehnten Bundesliga-Aufstieg im Mai verpasst zu haben. In den vergangenen Wochen kamen noch Differenzen mit dem neuen Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt hinzu. Über das Verhältnis zwischen Titz, Boldt und Sportdirektor Ralf Becker sagte Kind: "Alle drei arbeiten für 96 und stehen gemeinsam für den Erfolg." Und: Sie haben eine gewisse Basis der Zusammenarbeit erreicht."
Fehlt in Berlin: Sensations-Weltrekordler ist verletzt
Marathon-Weltrekordler Sabastian Swae wird seinen Titel beim Berlin-Marathon nicht verteidigen können. "Schweren Herzens muss ich euch mitteilen, dass ich aufgrund einer Verletzung gezwungen bin, meine Teilnahme am Berlin-Marathon abzusagen", schrieb der 31 Jahre alte Kenianer auf Instagram. Der Titelverteidiger hatte am 26. April in diesem Jahr beim London-Marathon mit 1:59,30 Stunden als erster Läufer die 42,195 Kilometer lange Strecke unter zwei Stunden absolviert. An welcher Verletzung der Läufer laboriert, ließ Sawe offen.
In Berlin hatte Sawe im vergangenen Jahr das Ziel, unter zwei Stunden zu bleiben, um zwei Sekunden verpasst, wollte aber am 27. September seine Zeit verbessern. "Ich hatte mich darauf gefreut, auf den Straßen Berlins etwas Besonderes zu leisten und die Ziellinie am Brandenburger Tor zu überqueren", schrieb der Weltrekordler.
"Relativ gut": Kompany äußert sich zu Musiala
Nationalspieler Jamal Musiala wird dem FC Bayern wie erwartet auch beim Ligastart fehlen. Das bestätigte Trainer Vincent Kompany vor dem morgigen Auftaktspiel der Fußball-Bundesliga gegen den VfB Stuttgart (20.30 Uhr/Sky, Sat.1 und im ntv.de-Liveticker). "Grundsätzlich geht es Jamal relativ gut. Er ist heute im Mannschaftstraining dabei, aber noch nicht im Kader für morgen", sagte der Belgier.
Musiala war in der Vorbereitung auf die neue Saison bei zwei Testspielen auf dem Platz zusammengesackt. Der Bayern-Star machte Absencen wegen einer neurologischen Dysfunktion dafür verantwortlich. Der Offensivspieler hatte zuletzt an seiner Medikation etwas geändert, die Nebenwirkungen hatten wohl zu den Zusammenbrüchen geführt. Deshalb hatte er auch beim Supercup in Dortmund (2:1) gefehlt. Auf die neuerliche Steigerung seiner Medikation habe Musiala nun "gut reagiert", sagte Kompany: "Irgendwann wird er wieder dabei sein, wir treffen die Entscheidungen Hand in Hand mit den ganzen Experten. Es geht ihm gut."
Mitteilung zu Kader-Aus: Olympiasieger reagiert "überrascht"
Bei der Heim-WM in Aachen hat die Ersatzrolle von Christian Kukuk für einige Diskussionen gesorgt, und auch nach dem Ende der Wettkämpfe wird es um den Olympiasieger nicht ruhig. Er sei "überrascht über die Pressemitteilung von Pferdesport Deutschland bezüglich Checkers Berücksichtigung für LA28", teilte der Springreiter auf Instagram mit.
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hatte vor drei Tagen mitgeteilt, dass der 36-Jährige sein Goldpferd Checker, das ihn 2024 vor Schloss Versailles überraschend zu Einzelgold getragen hatte, auf eigenen Wunsch aus dem Olympiakader zurückgezogen habe und damit "nicht mehr Teil des deutschen Spitzenkaders" sei. Ein Schritt, wie Kukuk nun ausdrücklich betonte, der "in keinster Weise eine Reaktion auf die jüngsten Nominierungsentscheidungen" war. Beim Saisonhöhepunkt in Aachen waren Kukuk und Checker lediglich das Ersatzpaar gewesen, ohne die beiden holte das Team erstmals seit 16 Jahren wieder WM-Gold.
Das Statement des Verbandes "hinterließ einen etwas unklaren Eindruck, den ich gerne richtigstellen möchte", erklärte Kukuk nun. "Der entscheidende Punkt ist: Bereits vor der Weltmeisterschaft hatte ich ein Gespräch mit dem Bundestrainer, in dem wir besprochen haben, Checker nach der WM aus dem deutschen Kader zu nehmen." Folglich sei die Entscheidung "auf einer völlig anderen Zeitschiene getroffen" worden.
106-jähriger Thailänder stellt Weltrekord auf
Mit 106 Jahren hat der Thailänder Sawang Janpram bei den World Masters Athletics Championships im südkoreanischen Daegu einen Weltrekord im Diskuswurf aufgestellt - in seiner Altersklasse. Der älteste Teilnehmer der Wettkämpfe warf die ein Kilogramm schwere Scheibe 7,59 Meter weit und gewann damit die Goldmedaille in der Altersklasse ab 105 Jahren. Das waren neun Zentimeter weiter als der bisherige Rekord.
"Ich bin sehr glücklich, den Wettkampf beendet zu haben, und habe das Gefühl, etwas geschafft zu haben", sagte er Südkoreas amtlicher Nachrichtenagentur Yonhap.
Tatsächlich war ihm die Goldmedaille schon zuvor sicher, nur eine Disqualifikation hätte ihn stoppen können. Denn Janpram trat als einziger Athlet in seiner Altersklasse an. "Dennoch ging er den Wettkampf von Anfang bis Ende mit großer Ernsthaftigkeit an", schrieb Yonhap. Seine 74-jährige Tochter Siripan unterstützte ihn als Trainerin bei dem Wettkampf.
Der Senior trat mit einer braun gespiegelten Sonnenbrille und einem lockeren Trainingsanzug an. Die Bedingungen des Wettbewerbs waren keineswegs einfach, denn die Außentemperaturen in Daegu erreichten 33 Grad Celsius. Doch die Hitze schien ihn kaum zu beeinträchtigen. "Es war ein bisschen heiß, aber es geht", sagte er nach dem Wettbewerb.
Erster Titel bei den US Open ist vergeben
Der erste Titel bei den US Open 2027 ist vergeben: Das tschechische Duo Karolina Muchova / Jakub Mensik hat den Mixed-Wettbewerb gewonnen. Die beiden Tennis-Profis setzten sich im Finale gegen Belinda Bencic aus der Schweiz und ihren italienischen Partner Flavio Cobolli 6:3, 1:6, 10:6 durch.
Im Halbfinale hatten die späteren Sieger zuvor die Russen Mirra Andrejewa und Andrej Rublew 5:4, 3:5, 11:9 bezwungen. Sowohl für Muchova als auch für Mensik bedeutete der folgende Finalsieg den jeweils ersten Grand-Slam-Titel. "Am Ende haben die passenden Outfits den Ausschlag für uns gegeben", scherzte Muchova bei der Siegerehrung und spielte damit auf die weiß-kastanienbrauen Trikots an, die das Team trug.
Der Mixed-Wettbewerb, der direkt vor dem Einzel-Turnier angesetzt ist, fand in diesem Jahr erst zum zweiten Mal in einem neuen Format statt. Dieses beinhaltet verkürzte Sätze und mehrere Spiele an einem Tag.
Der deutsche Profi Alexander Zverev war mit seiner Partnerin Taylor Townsend (USA) bereits in Runde eins an den späteren Finalisten Bencic/Cobolli gescheitert. Carlos Alcaraz war im Rahmen seines Comebacks mit der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin Serena Williams angetreten, im Viertelfinale aber ebenfalls Bencic/Cobolli unterlegen.
Das stört Lothar Matthäus an Jürgen Klopps Kader-Nominierungsplan
Der neue Bundestrainer ist erst seit wenigen Tagen im Amt, steht jedoch schon jetzt in der Kritik von Rekordnationalspieler und RTL/Sky-Experte Lothar Matthäus. Der nämlich stört sich an der Bekanntgabe des ersten Nationalmannschaftskaders von Jürgen Klopp moniert. Klopp wird am 17. September, an einem Donnerstag, bei einer Pressekonferenz auf dem Frankfurter DFB-Campus informieren. Für Matthäus der falsche Tag. Donnerstags würden viele Spieler vor internationalen Einsätzen in der Europa und Conference League stehen.
"Auch wenn sie vom Bundestrainer bereits vorab informiert wurden, könnten die Spieler durch ständige Fragen in ihrer Konzentration gestört werden. Es macht etwas mit der Psyche eines Spielers, wenn man vor einer wichtigen Partie danach gefragt wird", gab der Sky-Experte zu Bedenken.
Die Kader-Bekanntgabe an einem Donnerstag habe ihm schon zu Zeiten von Klopps Vorgängern nicht gefallen. "Der DFB wollte doch jeden Stein umdrehen. Das wäre aus meiner Sicht einer dieser Steine gewesen", sagte der 65-Jährige.
Für ihn wäre der Freitag besser als Nominierungstag geeignet. "Ich würde Jürgen Klopp wirklich bitten, die Nominierungen künftig an einem Freitagvormittag oder Mittag zu machen", sagte Matthäus. Dann hätten die Spieler genügend Zeit zur Verarbeitung. Zudem müsste, falls sich ein Spieler in einem Europapokaleinsatz verletzt, niemand nachnominiert werden. Das sei in diesem Fall für den Bundestrainer ein Vorteil.
"Fußballer als Roboter": Deniz Undav kritisiert Laptop-Trainer
Der Nationalspieler und frischgebackene neue Kapitän des VfB Stuttgart, Deniz Undav, wünscht sich bei der Belastungsteuerung im Profi-Fußball mehr Fingerspitzengefühl von den Verantwortlichen. "Die Datenanalyse bringt dem Fußball viel, aber es wird mittlerweile zu viel ins Laptop geschaut. Fußballer werden bei der Trainingsteuerung zu sehr als Roboter betrachtet", kritisierte der Stürmer in einem Gespräch mit dem am Freitag erscheinenden "Bundesliga-Magazin".
Viel zu oft werde gesagt: "Wir haben diese Fitnesswerte über dich, und hier ist das neueste Fitnessprogramm, deshalb musst du das exakt so machen. Dann kommt aber ein Spieler vielleicht aus Brasilien und hat solche Übungen noch nie im Leben gemacht. Und dann wundert man sich, wenn er drei Wochen später verletzt ist", monierte Undav.
Der 30-Jährige appellierte daher, jeden Profi als ein Individuum zu betrachten und forderte: "Wir müssen beim Training wieder mehr die Gewohnheiten und Erfahrungen der einzelnen Spieler berücksichtigen." Die Kritik wolle er ausdrücklich nicht auf seinen Verein bezogen wissen, "sondern allgemein".





