Präsident festgenommen

Skandal erschüttert griechischen Basketball

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Noch läuft die Aufarbeitung. (Foto: IMAGO/One Inch Productions)
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21.10.2026 | 18:57 Uhr
Eine Anzeige des Athener Klubs Maroussi brachte die Ermittlungen ins Rollen. Jetzt stehen rund 50 Basketballspiele seit 2016 im Fokus - darunter offenbar auch eine Partie im Ausland.

Der griechische Basketball steckt offenbar in einem handfesten Manipulationsskandal. Der Vorsitzende des nationalen Basketballverbands, Vangelis Liolios, wurde im Rahmen einer umfassenden Untersuchung zu Spielmanipulationen festgenommen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANA. Neben Liolios wurden demnach auch Haftbefehle gegen drei Schiedsrichter, einen Schiedsrichterberater und einen ehemaligen Sportler erlassen.

Griechische Medien berichteten zudem, die Polizei habe bei einem der Verdächtigen mehr als 800.000 Euro Bargeld sichergestellt. Hintergrund der Ermittlungen sollen Vorwürfe von Spielabsprachen und Bestechung sein. Berichten zufolge hätten mehrere Zeugen eingeräumt, Schmiergelder angenommen zu haben.

Laut ANA werden derzeit rund 50 Spiele der ersten griechischen Liga sowie den unteren Ligen untersucht - bis hin zu Jugend- und Schulmeisterschaften, die bis ins Jahr 2016 zurückreichen. Auch ein Spiel im Ausland soll davon betroffen sein.

Der griechische Verband erklärte in einer Stellungnahme, sein Vorstand habe eine Dringlichkeitssitzung abgehalten, "um seine Mitglieder über die laufenden rechtlichen Verfahren im Basketballbereich zu informieren". Liolios, von Beruf Kinderarzt, wurde 2021 zum Verbandsvorsitzenden gewählt.

Verwendete Quellen: ntv.de, ses/sid