Vor Olympia-Entscheidung

Faktor Ost: NRW-Ministerpräsident stichelt gegen München

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Hendrik Wüst (CDU, l.), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, werben für ihre Idee. (Foto: dpa)
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24.09.2026 | 17:43 Uhr
Nach dem Ausstieg von Berlin geht es bei der deutschen Olympia-Bewerbung nur noch um München und Köln-Rhein-Ruhr. NRW-Ministerpräsident Wüst schmeichelt vor der Wahl dem Osten.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat zwei Tage vor der deutschen Olympia-Entscheidung inhaltlich gegen den einzigen Widersacher München gestichelt. Die Bewerbung von Köln-Rhein-Ruhr sende "ein klares Zeichen für das vereinigte Deutschland. Es ist die einzige Bewerbung, die Standorte in Ost und West zusammenbringt", sagte der Politiker in Berlin.

Wüst trat mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) auf. Er wolle ein Fest "für das gesamte Deutschland", sagte der Ministerpräsident weiter. Während sich München für den Segelstandort Kiel entschied, kooperiert Köln-Rhein-Ruhr mit Warnemünde. Beide Bewerber hatten ihren Segelstandort erst in dieser Woche offen kommuniziert.

"Ich finde, dass wir nicht einfach Olympische Spiele von 1972 wiederholen sollten. Wir sollten das Deutschland von heute zeigen - wiedervereinigt, stark und modern", sagte Schwesig. Sie hob das "Ost-West-Konzept" des Partners hervor. Nach dem Ausstieg von Berlin unter der Woche geht es am Samstag bei der außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden nur noch um das Duell zwischen München und Köln-Rhein-Ruhr.

Neben Warnemünde (Segeln) hat der Bewerber aus dem Westen zudem den Kanupark Markkleeberg aus Sachsen unter seinen geplanten Wettkampfstätten. München wählte hier das geografisch nahe Augsburg.

München, 1972 schon einmal Ausrichter der Olympischen Sommerspiele, geht als leichter Favorit in die Abstimmung, bei der insgesamt 42 olympische Verbände, zehn DOSB-Präsidiumsmitglieder und acht persönliche Mitglieder votieren dürfen. Die Verbände haben jeweils drei Stimmen und dürfen diese nicht splitten.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc/dpa