Großer Ärger um Russland

Deutschland schließt WM-Rückgabe plötzlich aus

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Russlands Eishockeyspieler dürfen wieder an Weltmeisterschaften teilnehmen. (Foto: dpa)
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08.11.2026 | 12:08 Uhr
Erst brachte DEB-Chef Frank Lutz einen Rückzug als WM-Ausrichter ins Spiel, nun soll die Heim-WM doch stattfinden. Lutz erklärt, worauf es jetzt beim Wirbel um Russland ankommt.

Eine mögliche Rückgabe der WM 2027 ist rund um den Wirbel um eine mögliche Teilnahme Russlands für den Deutschen Eishockey-Bund aktuell keine Option mehr. "Das ist nichts, was wir planen", sagte der DEB-Vorstandschef Frank Lutz beim Deutschland Cup in Düsseldorf. "Wir wollen die Weltmeisterschaft nächstes Jahr in Deutschland abhalten und ich bin auch sehr optimistisch, dass wir das schaffen werden."

Nach dem umstrittenen Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes Cas, dass die Suspendierung russischer Teams wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine aufzuheben sei, hatte Lutz zunächst einen möglichen Rückzug als WM-Ausrichter ins Spiel gebracht. Eine WM-Rückgabe wäre aber wohl mit Strafzahlungen verbunden. Auch der sportpolitische Schaden für Deutschland angesichts der Olympia-Bewerbung Münchens wäre immens.

WM-Kartenverkauf läuft normal weiter

Der Weltverband IIHF hatte zuletzt erklärt, nach dem Urteil den diplomatischen Weg einzuschlagen, den auch Lutz begrüßt. Demnach soll Russland wohl von einem Teilnahme-Verzicht überzeugt werden.

Nach Gesprächen mit der Bundesregierung in der vergangenen Woche sieht Lutz wieder eine gute Chance für die Heim-WM - ohne russische Beteiligung. "Das Urteil des Cas verpflichtet die IIHF, Russland wieder zuzulassen. Das ist etwas, das wir aus vielen Gründen ablehnen. Die deutsche Politik lehnt das auch ab", sagte Lutz. Die Bundesregierung entscheide am Ende des Tages darüber, wer ins Land reinkommt. "Aber das ist auf der anderen Seite natürlich auch so ein bisschen Ultima Ratio."

Der DEB-Vorstandschef betonte: "Wir haben sieben oder acht Nationen, die erklärt haben, bei der WM nicht gegen ein russisches Team spielen zu wollen. Das macht eine WM mit 16 Nationen unmöglich." Regierungssprecher Stefan Kornelius hatte sich am Freitag ähnlich geäußert.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa