Verletzung schlimmer als gedacht

Assefa reißt sich bei Marathon-Drama in Berlin Achillessehne komplett

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Tigst Assefa (neben Lauf-Ikone Haile Gebreselassie) hat sich bei ihrer Weltrekordjagd in Berlin schwer verletzt. (Foto: REUTERS)
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28.09.2026 | 13:24 Uhr
Tigst Assefa liegt beim Berlin-Marathon klar auf Weltrekord-Kurs - dann rebelliert der Körper der Äthiopierin. Unter "unvorstellbaren Schmerzen" schleppt sie sich noch zum Sieg. Die Diagnose ist schlimmer als gedacht, Assefa muss direkt unters Messer.

Tigst Assefa hat sich bei ihrer auf dramatische Weise gescheiterten Jagd nach dem Marathon-Weltrekord in Berlin schwer verletzt. Wie Assefas Manager Gianni Demadonna ntv.de bestätigte, ist die Achillessehne der 29-Jährigen komplett gerissen. Assefa sei zur Operation umgehend von Berlin nach München geflogen. Noch am Montagvormittag habe sie Johannes Gabel, Spezialist für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie und Chefarzt an der BG Unfallklinik Murnau, operiert.

Die Äthiopierin hatte beim Berlin-Marathon lange klar auf Kurs Richtung Weltrekord gelegen, ehe sie auf den letzten beiden Kilometern plötzlich aus dem zuvor so selbstsicheren Tritt geriet. Assefa stockte, humpelte, kämpfte und quälte sich mit der immer noch drittschnellsten Frauenzeit der Geschichte von 2:11,04 Stunden ins Ziel - aber sie verpasste eben die Bestmarke der zurzeit wegen Dopings gesperrten Kenianerin Ruth Chepngetich von 2:09:56 Stunden.

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Marathon-Drama: Assefa bricht auf Weltrekord-Kurs mit Krämpfen ein

Schon nach 30 Kilometern begannen die Schmerzen

Assefa werde sicherlich sechs Wochen nicht laufen können und eine Schiene tragen müssen, sagte Demadonna. Der Manager rechnet mit einer Wettkampfpause von mindestens sechs bis sieben Monaten. "Vielleicht ist sie bis zum London-Marathon (24./25.April, Anm.d.Red.) wieder fit." Am Nachmittag teilte Demadonna mit, die Operation sei laut der Ärzte gut verlaufen.

Demadonna verriet zudem, welche Tortur Assefa in Berlin durchmachte. "Ab Kilometer 31 fingen die Schmerzen an, ab dem 40. Kilometer wurden sie dann sehr stark. Es ist unglaublich, wie sie mit dieser Verletzung und diesen Schmerzen überhaupt weitergelaufen ist und das Rennen gewonnen hat", sagte der Italiener. Der Sehnenriss sei ein schleichender Prozess gewesen und nicht auf einen Schlag erfolgt. Ohne die Verletzung hätte Assefa ganz sicher den Weltrekord gebrochen.

Einen "kaum vorstellbaren Schmerz", hatte auch Renndirektor Mark Milde in einer ersten Reaktion erkannt. Milde sprach zunächst noch vage von einer Verletzung an der rechten Achillessehne, der Leichtathletik-Weltverband "World Athletics" berichtete auf seiner Website von einem Teilriss der Achillessehne. Am heutigen Montag herrscht nun bittere Gewissheit: Die Sehne ist komplett durch.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar