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Rheinland-Pfalz & SaarlandAuf nach Metz! Katholiken reisen zum Papstbesuch

22.09.2026, 04:02 Uhr
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So nahe war Papst Leo XIV. Deutschland noch nie. Seinen Besuch in Ostfrankreich wollen daher auch Katholiken aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland miterleben.

Trier/Metz (dpa/lrs) - Der Besuch von Papst Leo XIV. im französischen Metz zieht auch etliche Katholiken aus Deutschland an. Quer aus Rheinland-Pfalz und aus dem Saarland machen sich verschiedene Gruppen am 28. September auf den Weg, um den Papstbesuch unweit der deutschen Grenze live zu erleben. Sie kommen aus den Bistümern Trier, Speyer und Mainz.

Manche Gruppen haben sich für Plätze angemeldet, andere fahren auf gut Glück hin. In der City können sie auf Großbildschirmen die Messe des Papstes in der Kathedrale verfolgen und einen Blick auf den Papst werfen, wenn er im Papamobil vorbeifährt.

"Mit so großer Resonanz nicht gerechnet"

Eine große Gruppe kommt von der Jugend Bistum Trier. "Wir fahren mit fünf Bussen und rund 250 Teilnehmern", sagt Jugendpfarrer Peter Zillgen in Trier der Deutschen Presse-Agentur. Ein Teil der Jugendlichen komme aus Saarbrücken - dort startet auch einer der Busse.

Den Besuch in der Großregion habe man sich nicht entgehen lassen wollen. "Mit so einer großen Resonanz haben wir aber nicht gerechnet." Man habe bei der Anmeldung Glück gehabt und einen Platz an der Kathedrale bekommen. Der Papst sei ein "wirklicher Brückenbauer", der auch junge Menschen begeistere.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche wird bei seinem ersten Frankreichbesuch, der am 25. September in Paris beginnt, auch in Metz Station machen. Von Trier nach Metz sind es gut 100 Kilometer, von Saarbrücken knapp 70 Kilometer.

Erster Bus schnell belegt

Aus dem Pastoralen Raum Daun in der Eifel fahren zwei Busse mit voraussichtlich mehr als 100 Menschen: "Weitere stehen als potenzielle Nachrücker auf der Warteliste bereit", sagt Gemeindereferent Bernd Schmitz.

Der Anstoß kam aus den Gemeinden selbst. Als man die Fahrt veröffentlicht hatte, sei der erste Bus zwei Stunden später voll belegt gewesen. "Wenige Tage danach auch der Zweite." Zur Fahrt hätten sich auch Menschen gemeldet, die man nicht jeden Sonntag in der Kirche sehe. Auch Familien seien am Start.

Auch Pilger aus Bistümern Speyer und Mainz unterwegs

Im Bistum Speyer plant eine Gruppe aus der Pfarrei Lambrecht eine Busfahrt nach Metz. Dabei sind 40 Personen aus der Pfarrei, aber auch aus umliegenden Pfarreien wie Landau, Kaiserslautern und Speyer. Zehn weiteren Interessierten musste leider abgesagt werden, da das Anmeldeportal in Metz zu dem Zeitpunkt bereits geschlossen war, hieß es.

Sicherlich spielten der Wunsch und die Freude, Papst Leo XIV. so nahe zu sein, bei vielen eine Rolle, teilt die Pfarrei Lambrecht in der Pfalz mit. "Für viele wird aber auch die besondere Gelegenheit ein Beweggrund sein bzw. der Wunsch, nicht die weite Reise nach Rom unternehmen zu müssen."

Hunderte Deutsche aus Grenzregion erwartet

Eine Gruppe von 30 Personen aus den Kirchengemeinden Heilig Kreuz in Bad Kreuznach und St. Maria Magdalena in Ingelheim (Bistum Mainz) wird ebenfalls mit dem Bus anreisen. Der Initiator der Fahrt, Peter Hardt, sagt: Es sei eine besondere Motivation, mit Teilnehmenden aus Frankreich, Luxemburg, Deutschland und anderen Ländern vor der besonderen Kulisse der Metzer Kathedrale gemeinsam die Messe mit dem Papst zu feiern.

Nach Angaben der Pilgerstelle der Diözese Metz haben sich bisher drei Gruppen aus dem Bistum Trier, zu dem auch weite Teile des Saarlandes gehören, angemeldet. Weitere Hunderte Deutsche würden aus der Grenzregion erwartet, sagt Pater Mathieu Baltzer, Leiter der Pilgerstelle. "Sie werden in Freundes- oder Familiengruppen anreisen, entweder mit eigenen Fahrzeugen oder mit dem Zug."

Wie aus dem Pastoralen Raum St. Wendel im Saarland: Hier fahre eine Gruppe von knapp 30 Personen mit dem Zug nach Metz, sagt Gemeindereferentin Miriam Ritter. Die Nachfrage habe sie überrascht: "Ich hätte nicht mit so vielen gerechnet."

Manche Fahrten wieder abgesagt

Nach Einschätzung der Trierer Bistumssprecherin geht das große Interesse am Papst auch darauf zurück, dass er bei allen Altersklassen beliebt sei. Es sei eine schöne Gelegenheit, den Heiligen Vater auch live zu erleben, sagt sie. Auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann werde vor Ort sein.

Einige zunächst geplante Fahrten sind aber auch wieder abgesagt worden, wie etwa in der Pfarrei in Marpingen im Saarland oder in der Pfarrei in Kaisersesch im Kreis Cochem-Zell. Das lag aber nicht an mangelndem Interesse - die Nachfrage sei groß gewesen. "Leider mussten wir die Fahrt nun stornieren, da wir die reservierten Plätze nicht bekommen konnten und so keine Möglichkeit besteht, in die abgesperrten Bereiche zu gelangen", hieß es aus Marpingen.

Aus dem Erzbistum Freiburg und dem Bistum Aachen sind keine Pilgerfahrten zum Papstbesuch nach Metz bekannt. "Es ist durchaus möglich, dass es im Bistum Aachen Angebote in den Pfarreien und Gemeinden gibt", teilte die Sprecherin mit. "Aber diese werden nicht zentral bei uns erfasst."

Quelle: dpa

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