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Berlin & Brandenburg"Schulen ohne Rassismus" treffen sich im Landtag

23.09.2026, 13:24 Uhr
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Rap, Perspektivwechsel und Social Media: Schülerinnen und Schüler in Brandenburg entwickeln Strategien gegen Mobbing und Diskriminierung. Dafür kommen sie im Landtag zusammen.

Potsdam (dpa/bb) - Was tun gegen Diskriminierung? Rund 300 Schülerinnen und Schüler aus 73 Schulen in Brandenburg kamen in den Potsdamer Landtag, um über Strategien gegen Mobbing und Übergriffe zu sprechen. Ihre Schulen gehören laut Landtagsverwaltung zum Netzwerk "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". Mittlerweile 123 Brandenburger Schulen sind demnach Teil des deutschlandweiten Zusammenschlusses und können sich ein Schild als sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung an ihre Schultore hängen.

In Workshops tauschten sich die Jugendlichen und ihre Lehrerinnen und Lehrer den ganzen Tag über zu Mobbing, Rassismus und Klassismus aus. Dabei ging es zum Beispiel um die Fragen: Wie kann ich radikalem Influencing auf Social Media begegnen? Wie lerne ich, Verschwörungstheorien zu durchschauen? Wie schaffe ich einen Perspektivwechsel, um empathischer zu sein?

"Unsere Schulen sind Orte, an denen unterschiedliche politische Auffassungen diskutiert werden können. Aber sie sind keine wertfreien Räume", sagte Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU). Menschenwürde, Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie seien das Fundament unseres Zusammenlebens. "Von mir bekommt jede Schulgemeinschaft Rückendeckung, wenn sie Haltung zeigt - zum Beispiel, wenn sie dem Netzwerk 'Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage' beitritt oder wenn sie eine Friedens- oder eine Regenbogenflagge hisst."

Was bedeutet "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage"?

Landesschülersprecher Jakob Stamm berichtete darüber, wie Schülerinnen und Schüler mitwirken und ihren Anliegen eine Stimme geben können. Der Berliner Musiker Matondo gab einen Rap-Workshop gegen Rassismus und die Choreografin Tea Kolbe lehrte "Tänzerisches zum Thema Haltung gegen rechts". Für Lehrkräfte gab es spezielle Veranstaltungen, zum Beispiel zum Thema Neutralität und Schule.

Mehr als 5.000 Schulen in Deutschland sind im Netzwerk aktiv und haben sich den Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" erworben. Er beinhaltet die langfristige Verpflichtung, Aktionen und Projekte gegen Diskriminierung durchzuführen – "weil es sie stört, wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder aufgrund ihrer Religion beschimpft, gemobbt oder gar körperlich bedroht werden", heißt es vom Netzwerk.

Quelle: dpa

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