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Berlin & BrandenburgLeag treibt Aufbau eines Zentrums der Energiewende voran

21.09.2026, 12:56 Uhr
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Mit dem Bau eines Batteriespeichers in Jänschwalde startet der Stromerzeuger Leag ein Projekt der Superlative in Deutschland. Die Lausitz soll ein Zentrum für die Energiewende werden.

Jänschwalde (dpa/bb) - Auf Flächen des ehemaligen Braunkohletagebaus in der Lausitz hat das Energieunternehmen Leag zwei neue Wind- und Solarparks in Betrieb genommen. Der Stromerzeuger will angesichts des Kohleausstiegs ein großes Zentrum für erneuerbare Energie aufbauen und spricht von einem Meilenstein auf dem Weg dahin.

Neben der Eröffnung der Energieparks ist in Jänschwalde der Bau eines Batteriespeichers der Superlative gestartet. Laut Leag ist es das derzeit größte Projekt dieser Art in Deutschland.

Leag-Vorstandschef Adi Roesch sagte: "Wir prägen die Energiezukunft von Ostdeutschland." Mit dem Kohleausstieg bis 2038 wandelt sich der Energieerzeuger Leag und das Lausitzer Bergbaurevier grundlegend.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte bei der Feier für die Leag-Großanlagen, die Debatte, erneuerbare Energie sei unzuverlässig, werde nun korrigiert. "Erneuerbare Energie kann mit der entsprechenden Technologie, mit entsprechenden Speichertechnologien auch eine zuverlässige Energie sein. Und sie muss es auch sein, wenn wir diesen Weg weitergehen wollen und hier klimaneutraler werden wollen."

Batterie-Großspeicher speichern Strom ein, wenn genug da ist, und geben ihn wieder ab, wenn er gebraucht wird. In Deutschland werden immer mehr Batteriespeicher gebaut. Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres wurden etwa 225.000 Speicher mit einer Kapazität von 3,4 Gigawattstunden installiert, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Basis des Marktstammdatenregisters im Sommer mitgeteilt hatte.

Der geplante Batterie-Großspeicher der Leag soll eine Leistung von 1.000 Megawatt und eine Speicherkapazität von 4 Gigawattstunden haben. Er soll 2028 in Betrieb gehen. Die Anlage soll dazu beitragen, Strom aus Wind- und Solarenergie zeitlich flexibel verfügbar zu machen und damit das Energiesystem zu stabilisieren.

Zudem entsteht im sachsen-anhaltischen Klostermansfeld solch ein Großspeicher, der ebenfalls eine Leistung von 1.000 Megawatt haben soll und laut Betreiberfirma BW ESS bis zu 5,7 Gigawattstunden speichern kann. Das Unternehmen bezeichnete das Projekt als größten Batteriespeicher Deutschlands - so wie der Lausitzer Energieerzeuger Leag sein Vorhaben.

Quelle: dpa

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