Transfer-Ticker
9. Oktober 2026
17:31 Uhr

Offiziell: Türkei trennt sich von Montella

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Vincenzo Montella ist nicht länger Trainer der Türkei. (Foto: Imago)

Wie von Sky und im ntv-Transfer-Ticker vorab berichtet, ist die Amtszeit von Vincenzo Montella als türkischer Nationaltrainer beendet. Der türkische Fußballverband beschloss am Freitagabend nach einer Sitzung seines Führungsgremiums, die Zusammenarbeit mit dem 52 Jahre alten Italiener nicht fortzusetzen. Montella hatte noch einen Vertrag bis 2028, stand nach den schwachen Ergebnissen aber zunehmend in der Kritik. In den ersten vier Begegnungen der Nations-League-Saison blieb die Türkei ohne Punkt und kassierte bei zwei eigenen Treffern elf Gegentore. Gegen Frankreich, Italien und Belgien setzte es ausschließlich Niederlagen. Montellas letztes Spiel war ausgerechnet das Duell in seiner Heimat, das die türkische Auswahl mit 1:3 gegen Italien verlor. Eine Entscheidung über die Nachfolge gab der Verband zunächst nicht bekannt.

Montella hatte das Amt im September 2023 als Nachfolger von Stefan Kuntz übernommen. Unter seiner Leitung erreichte die Türkei bei der Europameisterschaft 2024 das Viertelfinale und scheiterte dort mit 1:2 an den Niederlanden. Anschließend führte der frühere italienische Nationalspieler die Auswahl erstmals seit 24 Jahren wieder zu einer Weltmeisterschaft. Das Turnier im Sommer 2026 endete allerdings bereits nach der Gruppenphase und sorgte für Enttäuschung. Zwar gelang unter Montella außerdem der Aufstieg in die höchste Nations-League-Spielklasse, der Fehlstart mit vier Niederlagen verschärfte den Druck jedoch entscheidend. Als möglicher Nachfolger wird Arda Turan gehandelt. Der 39-Jährige absolvierte während seiner aktiven Karriere 100 Länderspiele für die Türkei und steht derzeit bei Schachtar Donezk unter Vertrag. Eine Einigung oder offizielle Entscheidung gibt es bislang nicht. Für Montella endet die mehr als dreijährige Amtszeit damit trotz mehrerer sportlicher Höhepunkte in einer Ergebniskrise.

17:30 Uhr

Offiziell: Ex-Stuttgarter Gonzalez verlängert bei Juve

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Nico Gonzalez hat seinen Vertrag verlängert. (Foto: Imago)

Nico González hat sich langfristig an Juventus Turin gebunden. Der italienische Rekordmeister verlängerte den ursprünglich bis zum 30. Juni 2029 laufenden Vertrag mit dem argentinischen Flügelspieler vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2030. Damit setzt die Alte Dame über die laufende Saison hinaus auf den 28-Jährigen, dessen Zukunft vor wenigen Monaten noch offen gewesen war. González war im Sommer 2024 zunächst auf Leihbasis von der AC Florenz nach Turin gewechselt. Nach der ersten Saison zog Juventus die Kaufverpflichtung und überwies rund 28 Millionen Euro für den Linksfuß. Die Spielzeit 2025/26 verbrachte er anschließend leihweise bei Atlético Madrid. Da die Bedingungen für eine dauerhafte Übernahme nicht erfüllt wurden, kehrte González nach Turin zurück. Dort überzeugte er zum Start in die neue Saison und erarbeitete sich wieder eine wichtige Rolle. Die Verlängerung ist das klare Signal, dass Juventus langfristig mit ihm plant.

Für González bedeutet der neue Vertrag die Fortsetzung seiner Karriere in Italien, wo er bereits von 2021 bis 2024 für Florenz spielte. Zuvor war der vielseitige Offensivspieler drei Jahre für den VfB Stuttgart aktiv. Die Schwaben hatten ihn 2018 von den Argentinos Juniors verpflichtet. Mit der argentinischen Nationalmannschaft gewann er zweimal die Copa América und gehörte auch zum Aufgebot, das bei der Weltmeisterschaft 2026 den zweiten Platz belegte. Bei Juventus soll der schnelle und körperlich robuste Angreifer auch künftig eine wichtige Rolle übernehmen. Er kann auf beiden Außenbahnen sowie im Sturmzentrum eingesetzt werden. Nach dem zwischenzeitlichen Kapitel in Madrid hat González seinen Stellenwert bei der Alten Dame wieder deutlich erhöht. Mit der Unterschrift bis 2030 sind Spekulationen über einen erneuten Abschied zunächst beendet.

16:55 Uhr

Offiziell: Bochum bindet Talent Sawas mit Profivertrag

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Leon Sawas hat seinen ersten Profivertrag unterschrieben. (Foto: Imago)

Der VfL Bochum hat Leon Sawas mit seinem ersten Profivertrag ausgestattet. Der 19 Jahre alte Linksverteidiger war erst im Sommer aus der Nachwuchsabteilung des SC Freiburg an die Castroper Straße gewechselt, empfahl sich in der Vorbereitung aber schnell für höhere Aufgaben. Sawas überzeugte im Training der Lizenzmannschaft und gehört seitdem fest zum Kader von Cheftrainer Uwe Rösler. Sein Pflichtspieldebüt für die Profis feierte der beidfüßige Abwehrspieler in der ersten Runde des DFB-Pokals: Beim 2:1-Auswärtssieg bei der SpVgg Greuther Fürth wurde er in der Schlussphase eingewechselt. In der 2. Bundesliga wartet Sawas noch auf seinen ersten Einsatz, stand jedoch bereits dreimal im Spieltagskader. Parallel sammelt er Spielpraxis bei der Bochumer U21, für die er bislang vier Partien in der Regionalliga West absolvierte. Zur Laufzeit des neuen Arbeitspapiers machte der VfL keine Angaben.

Der Klub sieht in Sawas eine langfristige Option für die linke Abwehrseite und will ihn behutsam an das Niveau der 2. Bundesliga heranführen. Markus Brunnschneider, Direktor Transfers, Kaderplanung und Data beim VfL, hob die taktische und technische Ausbildung des Youngsters hervor. Dazu verfüge Sawas über enormes Tempo und einen großen Willen. Die Bochumer trauen ihm zu, den Schritt in die 2. Bundesliga dauerhaft zu schaffen. Dafür soll der 19-Jährige weiter regelmäßig mit den Profis arbeiten, dort Druck machen und gleichzeitig über Einsätze in der U21 im Rhythmus bleiben. Sawas selbst bezeichnete die Unterschrift als erfüllten Traum und wertete den Vertrag als großen Vertrauensbeweis. Dieses Vertrauen wolle er mit Leistung zurückzahlen und seiner bisherigen Entwicklung weitere Schritte folgen lassen. Der gebürtige Freiburger war beim SC Freiburg über mehrere Jahre ausgebildet worden und ist auf der linken Seite flexibel einsetzbar.

16:03 Uhr

Offiziell: St. Gallen bindet Neziri bis 2030

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Behar Neziri hat seinen Vertrag verlängert. (Foto: Imago)

Der FC St. Gallen setzt langfristig auf Behar Neziri. Der Schweizer Erstligist hat den ursprünglich bis 2028 laufenden Vertrag mit dem defensiven Mittelfeldspieler vorzeitig um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2029/30 verlängert. Damit belohnen die Ostschweizer den 23-Jährigen für seinen Weg zurück nach einer schweren Verletzung. Neziri hatte sich nach seiner Rückkehr vom FC Wil im Sommer 2025 auf Anhieb einen Stammplatz erarbeitet und vor seinem Ausfall 17 Partien über die volle Distanz bestritten. Im Dezember 2025 erlitt er einen Kreuzbandriss und verpasste die gesamte Rückrunde. Inzwischen ist der gebürtige Lauinger wieder vollständig belastbar und kam zu zwei Kurzeinsätzen. Sportchef Roger Stilz lobte Neziris positive Einstellung während der Rehabilitation und betonte, der Mittelfeldspieler habe sich dabei auch athletisch weiterentwickelt.

Neziri war im Sommer 2023 aus dem Nachwuchs des FC Bayern nach St. Gallen gewechselt und zunächst für die U21 eingeplant. Seit 2016 hatte er mehrere Nachwuchsmannschaften des Rekordmeisters durchlaufen und später auch für dessen zweite Mannschaft gespielt. Nach der Vorbereitung mit den St. Galler Profis verlieh ihn der FCSG im Sommer 2024 für eine Saison an den FC Wil. Dort sammelte der flexibel im Zentrum einsetzbare Rechtsfuß in 21 Partien Erfahrung, bevor er sich nach seiner Rückkehr in der Super League festspielte. Die Verlängerung unterstreicht, dass St. Gallen trotz der langen Zwangspause unverändert mit Neziri plant. Der 1,85 Meter große Mittelfeldspieler besitzt die deutsche und die kosovarische Staatsangehörigkeit und absolvierte sechs Länderspiele für die U21 des Kosovo. Mit dem langfristigen Vertrag erhält Neziri die nötige Ruhe, um wieder an die Leistungen vor dem Kreuzbandriss anzuknüpfen und sich dauerhaft als feste Größe im St. Galler Mittelfeld zu etablieren.

14:00 Uhr

Offiziell: Weltenbummler Storck übernimmt Genclerbirligi

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Bernd Storck zieht es in die Türkei. (Foto: Imago)

Bernd Storck setzt seine internationale Trainerlaufbahn in der Türkei fort. Der 63 Jahre alte Deutsche übernimmt den Cheftrainerposten bei Genclerbirligi Ankara und unterschreibt beim Erstligisten einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2026/27. Das bestätigte der Hauptstadtklub am Freitag offiziell. Storck folgt auf Metin Diyadin, dessen Rücktritt wenige Tage zuvor angenommen worden war. Für den früheren Bundesliga-Profi ist es die erste Station im türkischen Fußball. Genclerbirligi steht nach sechs Spieltagen mit sieben Punkten auf Rang 13 der Süper Lig. Nach einem starken Start mit Siegen gegen Fenerbahce und Göztepe sowie einem Unentschieden gegen Erzurumspor verlor die Mannschaft zuletzt dreimal nacheinander. Besonders deutlich fielen das 0:5 bei Trabzonspor und das 0:4 bei Istanbul Basaksehir aus. Storck soll den Negativtrend nun stoppen und den Aufsteiger im Tabellenmittelfeld stabilisieren.

Der gebürtige Herner war als Profi für den VfL Bochum und Borussia Dortmund aktiv und gewann mit dem BVB 1989 den DFB-Pokal. Seine Trainerkarriere führte ihn anschließend weit über Deutschland hinaus. Storck arbeitete in Kasachstan, Griechenland, Ungarn, Belgien, der Slowakei und Rumänien. Als ungarischer Nationaltrainer erreichte er bei der Europameisterschaft 2016 das Achtelfinale. Auf Klubebene betreute er unter anderem Cercle Brügge, KRC Genk, KAS Eupen, KV Kortrijk, DAC Dunajska Streda und Sepsi OSK. Seine bislang letzte Aufgabe übernahm Storck im Mai 2025 bei Cercle Brügge. Dort sicherte er in den Relegationsspielen gegen Patro Eisden den Klassenerhalt, wurde trotz der erfolgreichen Mission jedoch noch vor Beginn der folgenden Vorbereitung wieder freigestellt. Bei Genclerbirligi steht der erfahrene Fußballlehrer nun sofort vor einer wichtigen Aufgabe: Bereits am Samstag empfängt der Klub den Tabellenführer Amed SK.