"Wie ein schlechter Kane" - Hamann kritisiert neuen Star des FC Bayern
Der frühere Nationalspieler Didi Hamann hat nach dem 0:0 des FC Bayern beim FC Schalke 04 ein wenig begeistertes Urteil über die Kaderzusammenstellung des deutschen Rekordmeisters gefällt. "Die Bayern sind nicht besser als letztes Jahr", sagte der 53-Jährige im Fußball-Talk "Sky90".
Hamanns Begründung für diese These: "Die beiden Spieler, die kamen, sind Nathaniel Brown und Ismael Saibari. Bei Alphonso Davies ist man sich intern nicht sicher, ob der noch mal kommt. Bei Jamal Musiala gibt es im Moment aus anderen Gründen auch ein Fragezeichen. Dann hast du Raphael Guerreiro, Leon Goretzka und Nicolas Jackson verloren, also über 100 Spiele und, ich glaube, über 25 Tore."
Er sei "nicht der größte Fan des ehemaligen Leihspielers gewesen, "aber das Tempo von Jackson fehlt sehr", urteilte Hamann. "Du hast vorne Harry Kane, der ist nicht der Schnellste. Du hast mit Saibari jetzt ein Backup, der ist auch nicht der Schnellste. Er ist ein wunderbarer Fußballer, aber zu langsam. Er ist wie ein schlechter Kane."
Enttäuschung in Köln: Fortuna Düsseldorf verharrt im Keller
Fortuna Düsseldorf bleibt in der 3. Fußball-Liga im Tabellenkeller stecken. Eine Woche nach dem ersehnten ersten Saisonsieg gegen den VfB Stuttgart II (1:0) kam der Absteiger bei Aufsteiger Fortuna Köln nicht über ein 0:0 hinaus. Nach vier Spieltagen steht die Mannschaft von Trainer Alexander Ende mit vier Punkten als 16. nur knapp vor den Abstiegsrängen.
Fortuna Köln blieb im dritten Ligaspiel in Folge ungeschlagen und ist mit fünf Punkten Zwölfter. Die Gastgeber waren über weite Strecken das bessere Team, belohnten sich aber nicht.
US-Open-Macher erfüllen Zverevs Schichtwunsch
Viertes Match, vierte Spätschicht: Alexander Zverev darf auch im Achtelfinale der US Open in der zweiten Partie der Night Session antreten. Er trifft in der Nacht auf Dienstag (MESZ/Sporteurope.tv und Sky) auf den Italiener Luciano Darderi. Zverev wurde damit sein eigener Wunsch erfüllt. "Ich möchte nicht tagsüber spielen, weil ich im Rhythmus bin", hatte der deutsche Tennisstar nach seinem souveränen Dreisatzsieg in der dritten Runde gegen Alejandro Tabilo in New York gesagt. Und rund 14 Stunden später stand dann auch fest, dass Zverev auch seine vierte Partie im Turnierverlauf nicht vor 21 Uhr Ortszeit (3 Uhr MESZ) starten wird.

Zverev mit Selbstironie: "Mein Trainer war sehr schlau"
Zverev hat sich an die ungewöhnlichen Zeiten gewöhnt. Er sei bislang nicht ein einziges Mal vor vier, fünf Uhr schlafen gegangen. "Da möchte ich jetzt nicht um Zwölf spielen", sagte er: "Der Turnierdirektor ist super nett, er gibt mir die Wahl", erklärte Zverev. Bislang waren alle drei Zverev-Matches erst mitten in der Nacht nach 1 Uhr Ortszeit beendet.
Sohn von Holland-Ikone Koeman schnürt Doppelpack - als Torwart
Torwart-Irrsinn in den Niederlanden: Der gleichnamige Sohn von Fußball-Ikone Ronald Koeman hat beim wilden 2:2 (0:0) von Telstar Velsen gegen Cambuur Leeuwarden in der Eredivisie einen Doppelpack vom Elfmeterpunkt erzielt. Nachdem Ronald Koeman Jr. in der 63. Minute per Strafstoß zum 1:2 verkürzte, behielt er in der elften Minute der Nachspielzeit ein weiteres Mal die Nerven und rettete seinem Club in Unterzahl einen Zähler. Der 31-Jährige lief nach seinem zweiten Treffer jubelnd auf die Fans zu, um die dramatische Wende zu feiern.
"Ich bin natürlich sehr glücklich", sagte Koeman bei ESPN. "Ich kann einfach gute Elfmeter schießen und habe das Selbstvertrauen, daher gibt es keine Zweifel." Vor dem zweiten Strafstoß hatte der Torwart trotzdem noch einmal tief durchgeatmet - aus Gründen.
Flicks Barca nutzt Real-Patzer eiskalt aus
Der FC Barcelona hat den Patzer des Erzrivalen Real Madrid genutzt und sich mit dem vierten Sieg im vierten Spiel an der Tabellenspitze abgesetzt. Die Katalanen von Trainer Hansi Flick gewannen beim FC Valencia deutlich mit 5:0 (2:0) und wahrten ihre weiße Weste. Nach der Niederlage von Real am Freitag bei Betis Sevilla (0:1) beträgt der Vorsprung in der spanischen La Liga auf die Königlichen drei Zähler.
Beim Startelf-Debüt von Spaniens Weltmeister-Kapitän Rodri trafen Superstar Lamine Yamal (6., 84.), Fermín Lopez (22.), Raphinha (50.) und Pedri (79.) zum Sieg für Barcelona. Ein weiterer Treffer von Yamal (8.) wurde wegen einer knappen Abseitsposition nach Eingriff des Videoassistenten aberkannt. Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können: Der starke Fermín (40.) traf nur den Pfosten, Rodri köpfte an die Latte (50.). Der deutsche Nationalspieler Karim Adeyemi kam beim spanischen Meister in der 62. Minute ins Spiel.
FC Bayern feiert unfassbaren Rekordsieg
Die Fußballerinnen von Bayern München haben einen Rekord aufgestellt und sind in der Bundesliga nun 45 Spiele nacheinander ungeschlagen. Das Team von Trainer José Barcala gewann am Sonntag 4:1 (2:0) gegen den SC Freiburg und überflügelte damit die alte Bestmarke.
München ist mit der Maximalausbeute von neun Punkten nach drei Spielen Tabellenzweiter hinter dem VfL Wolfsburg, der mehr Tore erzielt hat. Der große Rivale der Bayern hatte zuvor dank eines späten Doppelpacks von Camilla Küver einen weiteren Rückschlag vermieden. Vier Tage nach dem verpassten Einzug in die Ligaphase der Champions League gewann Wolfsburg 3:2 (0:1) gegen Werder Bremen und belohnte sich für einen starken Schlussspurt.
Die in der 66. Minute eingewechselte Küver (88., 90.+4) rettete dem Favoriten den Erfolg. Luna Vanzeir (14.) und Elena Dhont (64.) hatten Werder zweimal in Führung gebracht, Mara Alber (57.) das zwischenzeitliche 1:1 für Wolfsburg erzielt. Für die Bayern trafen Momoko Tanikawa (18., 90.+1), Vanessa Gilles (42.) und Klara Bühl (76.). Freiburg hatte zwischenzeitlich durch Luca Birkholz (64.) verkürzt.
Infantinos Ansage zur Wiederwahl ist "widerwärtig"
Aller Kritik zum Trotz tritt Gianni Infantino 2027 zur Wiederwahl an. RTL/ntv-Reporter Felix Görner kritisiert das als diktatorisch und sieht die UEFA am Zug, den Schweizer vom Thron zu stoßen. Sein Plädoyer: "Stoppt Infantino!"

Infantinos Wiederwahl-Plan ist "widerwärtig"
Englische Stürmer-Ikone findet mit fast 40 noch einen Klub
Der frühere englische Fußball-Nationalstürmer Jamie Vardy hat einen neuen Verein gefunden. Der 39-Jährige, 2016 Sensationsmeister in der Premier League mit Leicester City, unterschrieb bis Saisonende beim englischen Zweitligisten FC Burnley. Burnley ist nach fünf Spieltagen das Schlusslicht in der Championship und wartet noch auf den ersten Saisonsieg. Vardys Vertrag bei US Cremonese in der italienischen Serie A war im Sommer ausgelaufen.
Zuletzt hatte Vardy Aufsehen erregt, weil er aufgrund einer Vereinbarung mit der Bundesliga insgesamt sieben Freitagsspiele dieser Saison auf seinem YouTube-Kanal "Jamie Vardy's Having a Party" in Großbritannien und Irland als offizieller Rechtehalter übertragen darf. Für England absolvierte er 26 Länderspiele und erzielte dabei sieben Treffer.
"Ich bin wirklich glücklich, jetzt hier beim Burnley FC zu sein. Dieser Verein hat eine große Fußballgeschichte und leidenschaftliche Fans, die eine Mannschaft verdienen, die sie und ihre Stadt repräsentiert", wird Vardy in einer Vereinsmitteilung zitiert: "Ich kann es kaum erwarten, auf dem Platz loszulegen und der Mannschaft zu helfen, den richtigen Weg einzuschlagen."
"Tiktok-Meckerer" bekommt Lob und Unterstützung
"Weniger TikTok gucken", empfahl Gladbach-Kapitän Tim Kleindienst seinen Mitspielern nach der 3:4-Heimniederlage gegen den Aufsteiger aus Elversberg. Dafür bekam er jetzt Unterstützung von einem Vorgänger. Lars Stindl lobte Kleindienst für dessen Kritik. "Ich bin überzeugt, dass er diese Worte auch intern gewählt hat", sagte der frühere Gladbacher Kapitän im Sport1-"Doppelpass". Durch seine Kritik an seiner Gladbacher Mannschaft wolle Kleindienst "die Sinne schärfen und wachrütteln", sagte Stindl weiter.
Der aktuelle Gladbacher Spielführer Kleindienst hatte seine eigene Mannschaft nach der 3:4-Heimniederlage gegen den Aufsteiger scharf kritisiert. Bereits nach der Auswärtsniederlage am ersten Spieltag bei RB Leipzig hatte Kleindienst das Auftreten der Fohlen kritisiert und von "Kindergarten-Fußball" gesprochen. Borussia Mönchengladbach steht nach zwei Bundesliga-Spieltagen noch ohne Punkte da. Lars Stindl lief acht Jahre lange für Borussia Mönchengladbach auf. Für den Bundesligisten bestritt der 38-Jährige 271 Pflichtspiele und führte die Fohlen sieben Jahre als Kapitän auf den Platz.
Heftiger Leclerc-Crash trifft die Ferrari-Fans voll ins Herz
Schwerer Unfall in der Anfangsphase des Grand Prix von Italien: Ausgerechnet Ferrari-Hoffnung Charles Leclerc rauschte zum Ende der dritten Runde in der schnellen Parabolica-Kurve auf Rang vier liegend in den Reifenstapel - zum Entsetzen der Tifosi. Der Monegasse stieg wenig später aus eigener Kratft aus seinem demolierten Boliden und ließ sich enttäuscht auf dem Rasen abseits der Strecke nieder, wo ihn der Rennarzt erstuntersuchte. Das Rennen wurde nach einer Safety-Car-Phase und einer Unterbrechung fortgesetzt.
Leclerc hatte sich unmittelbar nach dem Start ein hartes Rad-an-Rad-Duell mit seinem Stallrivalen Lewis Hamilton geliefert, bei dem der Brite zurückstecken musste und viele Plätze verlor.
Schlag ins Gesicht? Fan und Spieler geraten aneinander
Bei einem Fußballspiel der zweitklassigen Championship ist es in England zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen einem Spieler und einem Fan gekommen. In der 70. Spielminute der Partie zwischen dem FC Portsmouth und Cardiff City (2:0) geriet Gästeverteidiger Krystian Bielik mit einem Portsmouth-Fan aneinander, als er versuchte, den Ball aus dem Zuschauerbereich zurückzuholen. Auf Videoaufnahmen, die in britischen Medien zu sehen waren, sieht es so aus, als würde Bielik den Fan am Hals packen. Cardiff-Trainer Brian Barry-Murphy sagte nach dem Spiel, der Fan habe Bielik ins Gesicht geschlagen. Kurz nach dem Vorfall warf außerdem ein anderer Zuschauer einen Ball gegen den Kopf von Cardiffs Perry Ng.

Beide Zuschauer wurden aus dem Stadion verwiesen. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel vorübergehend, um sich mit beiden Trainern und den Mannschaftskapitänen zu besprechen. Erst danach ging es weiter. Bielik erhielt keine Verwarnung und blieb bis zum Ende auf dem Platz. Portsmouth-Coach John Mousinho entschuldigte sich nach der Partie für das Verhalten der eigenen Fans. "Der Schiedsrichter sagte, als Krystian zum Ball laufen wollte, kam es zu einem kleinen Tumult, und einer der Fans hat ihn geschlagen", sagte der Trainer laut BBC. "Das war kein schöner Vorfall. So etwas darf nicht vorkommen."
Bundesliga-Neuzugang verbreitet Schrecken unter eigenen Mitspielern
Vor Facundo Medina fürchten sich selbst die eigenen Mitspieler. "Er ist giftig, eklig. Ein kleiner Treter auch ein bisschen. Man hat schon Angst vor ihm", sagte Ibrahim Maza mit einem Lachen über seinen neuen Mannschaftskollegen bei Bayer Leverkusen. Der argentinische Abräumer überzeugte bei seinem Startelf-Debüt für den Fußball-Bundesligisten als Mentalitätsspieler und knallharter Innenverteidiger - und wies beim 4:0 (2:0) gegen Union Berlin auch noch direkt seine Torgefahr nach. "So einen Spieler willst du in deiner Mannschaft haben. Ein geiler Typ", lobte auch Patrik Schick den Torschützen zum 2:0, es sei jedoch besser, "ihn in der eigenen Mannschaft zu haben." Medina sei "sehr aggressiv, aber trotzdem sehr gut mit dem Ball", so Schick.
Der 27 Jahre alte Vize-Weltmeister kam im Sommer für rund 20 Millionen Euro von Olympique Marseille zu den Rheinländern, im WM-Finale gegen Spanien (0:1 n.V.) war er in der 70. Minute eingewechselt worden. Er soll Bayer in der Defensive die nötige Aggressivität und Stabilität verleihen. "Er hat ein gutes Spiel gemacht", sagte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes, die Galligkeit des Argentiniers tue "jeder Mannschaft gut".
Ins Krankenhaus geprügelt: Judo-Kampf eskaliert komplett
Die Judo-Bundesliga ist von einer Prügel-Attacke überschattet worden. Der Leipziger Gast-Kämpfer Akaki Japaridze aus Georgien prügelte den deutschen Olympia-Starter Timo Cavelius vom TSV Abensberg krankenhausreif. Der Kämpfer des JC Leipzig ging am Samstagabend in der Leipziger Sporthalle Brüderstraße unmittelbar nach Kampfende auf seinen Gegner los. Der unterlegene Georgier schlug dreimal mit der Faust auf den völlig überraschten Cavelius ein. Der Attacke des 24-jährigen Georgiers ging eine provozierende Jubel-Geste des fünf Jahre älteren Siegers aus Bayern voraus.
Cavelius verlor nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" zwei Zähne und kam mit Kieferbruch in die Universitätsklinik, wo er noch am Abend operiert wurde. Der 29-Jährige bereitet sich auf die Olympischen Spiele 2028 vor und kann vorerst keine Ranglistenpunkte sammeln. Der Georgier verschwand nach dem Vorfall im Hotel. Die Leipziger entschuldigten sich umgehend und veröffentlichten eine Stellungnahme per Instagram: "Gewalt hat in unserem Sport keinen Platz. Als Judoka stehen wir für Respekt, Toleranz, Fairness und gegenseitige Achtung." Dem Verein droht eine Geldstrafe, Gast-Kämpfer Japaridze vielleicht eine lebenslange Strafe durch den Weltverband. Er gehört erst seit dieser Saison zum Bundesliga-Team, kam erst zweimal zum Einsatz.
Eher Gold als Bayern-Tickets: Aufsteiger-"Dorf" geht steil
Seinen souveränen Auftritt garnierte Vincent Wagner mit einigen flotten Sprüchen. "Gold" sei bei der SV Elversberg leichter zu bekommen als Tickets für das Spiel gegen den Rekordmeister, gab der Trainer der Stunde im ZDF-Sportstudio zum Besten. Und zu allem Überfluss habe sein Schwager, "leider Bayern-Fan", eine seiner vier Eintrittskarten ergaunert, indem er sich selbst eingeladen habe. Dass Wagner ebenfalls einen Platz auf der Tribüne braucht, ging im Gelächter des Publikums fast unter.
Die zur Schau gestellte gute Laune des 40-Jährigen ändert nichts daran, dass er die bisher größte Partie seiner Trainerkarriere am kommenden Sonntag gegen das Münchner Starensemble verpassen wird. Der Coach hatte beim wilden 4:3 (1:2) des überraschend starken Neulings bei Borussia Mönchengladbach die Gelb-Rote Karte gesehen und musste die Aufholjagd von der Tribüne aus verfolgen. Ein Vorgeschmack auf den Sonntag (17.30 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker), wenn die Bayern in der Stadion-Baustelle an der Kaiserlinde gastieren. Dann rücken nun eben "die Jungs" aus seinem Trainerteam noch einmal ein bisschen "mehr nach vorne", sagte Wagner: "Das haben sie auf jeden Fall verdient."
"Das ist Liebe": Neuer deutet Schalker Pfiffe ganz besonders
Die Pfiffe und Anfeindungen der Schalke-Fans ordnete Manuel Neuer nach seinem wohl letzten Auftritt bei seinem Heimatverein in Gelsenkirchen auf eigene Art und Weise ein. "Das sind Komplimente eigentlich, das ist Liebe", sagte der 40 Jahre alte Torwart nach der Nullnummer der Bayern in Gelsenkirchen. "Jeder Pfiff bei jeder Ballberührung, war eigentlich ein Kompliment."
Bereits beim Aufwärmen hatten die Fans der Königsblauen ihren ehemaligen Liebling mit Schmähgesängen und Pfiffen bedacht. "Ich habe über 20 Jahre hier gespielt und deshalb ist es trotzdem ein sehr emotionaler Tag für mich gewesen, etwas ganz Besonderes", sagte Neuer später. "Trotzdem hätte ich gerne die drei Punkte hier mitgenommen." Unter den Augen von Freunden und Familie kam Neuer mit dem FC Bayern bei den aufopferungsvoll kämpfenden Aufsteigern nicht über ein torloses Unentschieden hinaus.
Schreck bei der WM: Basketballerinnen müssen nachts auf die Straße
Nach dem befreienden Sieg gegen Japan sehnten sich die deutschen Basketballerinnen vor dem Gruppenfinale gegen Mali an diesem Montag nach etwas Schlaf. Doch mit der Ruhe war es mitten in der Nacht zum Sonntag plötzlich vorbei. Um kurz nach 2 Uhr gab es im Hotel in Berlin auf einmal Feueralarm.
Alle Mannschaften mussten auf die Straße, bis Entwarnung gegeben werden konnte. Danach ging es zurück ins Bett. Da Deutschland heute spielfrei hat, fiel die Schlaf-Unterbrechung nicht ganz so schwer ins Gewicht. In dem Hotel sind alle Teams bis auf Topfavorit USA untergebracht. Das Starensemble aus der WNBA hat sich eine eigene Unterkunft besorgt.
Zverev mit Selbstironie: "Mein Trainer war sehr schlau"
Alexander Zverev steht im Achtelfinale der US Open. Mit 6:2, 7:6 und 6:2 gewinnt der deutsche Tennisstar gegen den Chilenen Alejandro Tabilo. Im Anschluss beweist er Selbstironie mit Blick auf seine zwei Marathon-Matches zuvor.

Zverev mit Selbstironie: "Mein Trainer war sehr schlau"
"Haben es verschissen": Kleindienst teilt gegen eigenes Team aus
Tim Kleindienst war genervt. Aber so richtig. Nach dem blamablen 3:4 gegen den Bundesliga-Neuling SV Elversberg holte der Stürmer von Borussia Mönchengladbach zum Rundumschlag gegen die eigene Mannschaft aus - und er traf vor allem seine jungen Mitspieler. "Wir waren alle mal jung, machen alle mal Fehler", sagte Kleindienst, "aber wir wollten anfangen, im Spiel auch mal zu lernen." Alle sollten "schleunigst mal irgendwie unseren Fokus so hochfahren, dass der auch 90 Minuten hält. Keine Ahnung, woran es liegt. Weniger Tiktok gucken, oder was weiß ich. Ist mir eigentlich wurscht, was sie machen."
Nach einer 3:1-Führung hatte sich die Borussia schon als Sieger gewähnt. "Ich habe keine Worte dafür. Wir haben es verschissen. Es geht definitiv in die falsche Richtung", sagte Kleindienst über den folgenden Kollaps. Mit seiner Kritik an den Mitspielern war er aber noch nicht fertig. "Am Ende sollen sie irgendwas machen, dass sie die 90 Minuten klar bei Verstand sind und dann 90 Minuten durchhalten und den Fokus hochhalten."
"Erst mal verdauen": HC Hamburg muss schwere Verletzung verkraften
Handball-Bundesligist HC Hamburg muss wohl länger auf Rückraumspieler Moritz Sauter verzichten. Der 23-Jährige verletzte sich bei der 28:30-Niederlage bei der TSV Hannover-Burgdorf offensichtlich schwer am linken Knie. Sauter zog sich die Verletzung bei einer Angriffsbewegung ohne die Einwirkung eines Gegenspielers zu.
Der Hamburger musste minutenlang auf dem Feld behandelt werden, ehe er - gestützt auf zwei Helfer - in Richtung Kabinen begleitet wurde. Eine genaue Diagnose steht noch aus, doch HCH-Trainer Torsten Jansen zeigte sich bei Pressekonferenz nach dem Spiel geschockt: "Das muss ich erst mal verdauen", sagte der 49-Jährige: "Das ist ganz schlimm für uns als Mannschaft und für ihn persönlich."
Müllers Team führt superfrüh - und verliert deutlich
Fußball-Superstar Lionel Messi hat bei seinem ersten Spiel seit der Ankündigung seines Rücktritts aus der argentinischen Nationalmannschaft beide Treffer von Inter Miami vorbereitet. Dennoch kam der Meister in der Major League Soccer (MLS) gegen Atlanta United nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus. Wegen eines Unwetters hatte die Partie mit 90 Minuten Verspätung begonnen. Miami führte nach Toren des Brasilianers Casemiro nach einer Messi-Ecke (32.) und Luis Suarez (45.+1) zwei Mal. Doch der frühere Newcastle-Profi Miguel Almiron (35.) und der Schweizer Stürmer Breel Embolo mit einem verwandelten Elfmeter (87.) glichen jeweils aus.
Thomas Müller musste mit den Vancouver Whitecaps eine Heimniederlage einstecken. Der Tabellenführer im Osten führte zwar schon in der zweiten Minute, verlor gegen St. Louis aber noch mit 1:3 (1:3). Müller, der über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand, konnte die Pleite nicht verhindern.
Marco Reus feierte dagegen einen wichtigen Sieg im Kampf um die Playoffs. Mit Los Angeles Galaxy gewann der Offensivspieler 2:1 (2:0) gegen New England, Reus stand in der Startelf und traf per Strafstoß zum 1:0 (11.). Die Galaxy rangieren mit 29 Punkten auf Platz zwölf im Westen, zwei Zähler beträgt der Rückstand zum Tabellensiebten.
Erst Ausraster, dann tiefe Reue: Tennis-Star kriecht zu Kreuze
Voller Reue hat sich Naomi Osaka nach ihrem mühevollen Achtelfinaleinzug bei den US Open an die Zuschauer gerichtet. Beim 6:3, 3:6, 7:5 über die Belgierin Elise Mertens hatte der japanische Tennisstar frustriert immer wieder über sich selbst geschimpft und auch den Schläger auf den Platz geworfen. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich gut gespielt habe, und das hat mich wirklich runtergezogen. Ich war sehr negativ mit mir selbst, deshalb tut mir mein Verhalten wirklich leid", sagte die 28-Jährige im Interview auf dem Platz. "Es tut mir wirklich leid für die kleinen Kinder, die zugeschaut haben", ergänzte Osaka, die selbst Mutter einer Dreijährigen ist.
Osaka zeigte sich völlig erleichtert über den Drittrunden-Sieg. Nach 2:38 Stunden stützte die zweimalige US-Open-Siegerin den Kopf auf ihren Schlägergriff und pustete kräftig durch. "Ich bin buchstäblich geschockt, dass ich dieses Match gewonnen habe", sagte sie. "Ehrlich, ich kann es nicht glauben." Im dritten Satz lag Osaka bereits 2:4 mit einem Break hinten, kämpfte sich aber noch mal zurück. In der Runde der besten 16 steht sie nun vor einer ganz schweren Aufgabe: Osaka trifft auf die an Nummer zwei gesetzte Jelena Rybakina aus Kasachstan.
Kovac ist BVBs bester Punktehamster jemals
Lars Ricken überbrachte höchstpersönlich die Jubiläums-Glückwünsche an Niko Kovac. "Es gab eine kleine Umarmung in der Kabine", berichtete der Sport-Geschäftsführer von Vizemeister Borussia Dortmund vom herzlichen Zusammentreffen mit seinem Coach nach dem 3:2 (0:1) bei der TSG Hoffenheim: "107 Punkte nach 50 Spielen hatte noch kein Trainer bei uns - großes Kompliment." Kovac wollte im Anschluss an den glücklichen Sieg am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga allerdings keine große Sache aus seiner Bestmarke machen. "Die Statistik ist jetzt die, die sie ist", sagte der Ex-Profi: "Wenn ich nicht mehr da bin, wird es ein anderer besser machen. Ich nehme die Blumen mit, aber mehr ist es nicht."
Tatsächlich hat Kovac andere Sorgen. Zwar zeigten seine Schützlinge nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand große Moral, doch beim Start in die Champions League am Dienstag gegen die Spanier vom FC Villarreal braucht es eine wesentlich bessere Leistung. Serhou Guirassy (61.) und Fabio Silva (66.) trafen für die Dortmunder. Entscheidend war ein spätes Eigentor von Albian Hajdari (87.), das Neuzugang Ethan Nwaneri mit einem Querpass einleitete. "Das Tor hat er sich mit einem Quäntchen Glück hart erarbeitet", sagte Kovac.
Beim FC Bayern trotz 0:0 "alle happy" - das liegt an einem Profi
Seine Rückkehr hatte sich Jamal Musiala sicher anders vorgestellt. Zwar feierte der 23 Jahre alte Nationalspieler nach seinen zwei Zusammenbrüchen auf Schalke ein viel beachtetes Comeback - doch mit dem enttäuschenden 0:0 seines FC Bayern beim aufmüpfigen Aufsteiger dürfte er nicht zufrieden gewesen sein. Dennoch: Die Freude nach der Einwechslung von Musiala in der 57. Minute für Lennart Karl war trotz des Dämpfers groß. Dies sei "sehr schön. Wir sind alle happy", sagte Kapitän Manuel Neuer und fügte an: "Wir sind alle überzeugt, dass er seine Leistung wieder zeigt. Wir freuen uns, wenn er für uns wieder die Spiele entscheidet." Dies gelang dem Zauberfuß auf Schalke noch nicht. Doch für Sportvorstand Max Eberl war der Kurzauftritt von Musiala "schon sehr, sehr positiv".
Musiala war in der Vorbereitung der Bayern zweimal kollabiert - zunächst beim Telekom-Cup gegen Leipzig, dann im Testspiel am 18. August in Heidenheim. Danach hatte er Absencen wegen einer neurologischen Dysfunktion öffentlich gemacht. Die Bayern wussten davon schon die komplette letzte Saison. Ein veränderte Medikation hatte zuletzt zu den Problemen geführt. Diese sei aber nun wieder "angepasst" worden, so Eberl.






